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Israel ist Thema beim Literatursommer Schleswig-Holstein: Zeruya Shalev liest aus dem Roman „Schmerz“

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Montag, den 30. Juli 2018 um 07:47 Uhr
Im Rahmen des diesjährigen Literatursommers Schleswig-Holstein, der sich dem Thema Israel widmet, kommt die Schriftstellerin Zeruya Shalev, geb. 1959, nach Lübeck. Am Donnertag, 2. August, um 20 Uhr stellt sie gemeinsam mit der Schauspielerin Maria Schrader in der St. Petri Kirche ihren fünften Roman „Schmerz“ vor. Begrüßt werden die Gäste von Antje Peters-Hirt. Sabine Kray moderiert die Veranstaltung.

Neben einer schmerzlichen Liebesgeschichte erzählt Zeruya Shalev auf bewegende Art vom Leben in Israel, vom Terror und dessen Folgen: Vor zehn Jahren ist Iris bei einem Terroranschlag schwer verletzt worden. Das hat ihr Familienleben stark beeinflusst. Zurückgekehrt in ihr altes Leben quälen sie Tag für Tag Schmerzen. Als die Ehefrau und Mutter, die Schuldirektorin Iris, der Liebe ihrer Jugend ausgerechnet in der Schmerzambulanz als deren Chefarzt wiederbegegnet, wirft sie das völlig aus der Bahn.

Mit eindringlicher Intensität bringt die inzwischen weltweit berühmte Autorin in diesem Roman Zweifel und Verlangen, Zorn und Schuldgefühle ans Tageslicht. So wie Shalevs bisherige Romane ist auch „Schmerz“ ein Beispiel für den Mut, auf der Bedeutung eines privaten Lebensentwurfs zu bestehen – auch neben allen politischen Verwerfungen der Gegenwart. Am Ende von „Schmerz“ erkennt Iris, dass weder Furcht vor der Zukunft noch Trauer über Versäumtes ihr Leben bestimmen sollen. Es ist vielmehr der Schmerz, der ihr mitteilt, dass sie sich der Gegenwart zu überantworten hat: "Ich bin kein Echo der Erinnerungen, ich bin keine Brücke für zukünftige Pläne, ich bin alles, was du hast, die Essenz deiner Existenz, vertraue mir, denn du hast keine andere Wahl."

Bekannt wurde Zeruya Shalev durch ihre vielfach beachtete Trilogie über die moderne Liebe („Liebesleben“, „Mann und Frau“, „Späte Familie“). Auch der jüngste Roman „Schmerz“ wurde von der renommierten Autorin und Übersetzerin Mirjam Pressler ins Deutsche übertragen und von der „Süddeutschen Zeitung“ und der „Zeit“ hoch gelobt. Die 1940 in Darmstadt geborene Autorin und Übersetzerin wurde einem großen Publikum bekannt mit ihrem Kinderroman „Malka Mai“. In Lübeck trat sie mit ihrem Roman „Nathan und seine Kinder“ in St. Petri hervor.

Die Schauspielerin Maria Schrader ist der Öffentlichkeit durch viele Fernseh- und Kinofilme bekannt. Für ihre Rolle in Max Färberbocks „Aimée und Jaguar“ wurde sie mit dem Bayerischen- sowie dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Sie war Co-Autorin von Levys „Meschugge“, hat mit Doris Dörrie und Margarethe von Trotta zusammengearbeitet. 2007 trat sie mit der Verfilmung von Shalevs Roman „Liebesleben“ hervor. Ihre zweite Regiearbeit war der brillante Film über Stefan Zweig „Vor der Morgenröte“.

Der Eintritt zur Lesung in St. Petri, Petrikirchhof 1, Lübeck, kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Karten sind über www.luebeck-ticket.de und am St. Petri Turmshop erhältlich. Die Veranstaltung am 2.8.18 in St. Petri wird ermöglicht durch den Landeskulturverband Schleswig-Holstein, „Literatur im Sommer“, das Literaturhaus Schleswig-Holstein (Kiel) und die Kurt-Werner und Annelise Mellingen-Stiftung.

Die Reihe Literatursommer Schleswig-Holstein wird vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur SH unterstützt, in diesem Jahr auch vom Landesbeauftragten für politische Bildung SH, der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und von der Israelischen Botschaft in Berlin.

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