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Sechs neue Stätten auf der UNESCO-Welterbeliste

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Montag, den 02. Juli 2018 um 08:37 Uhr
Das UNESCO-Welterbekomitee hat heute im bahrainischen Manama sechs neue Stätten in die Liste des Welterbes aufgenommen, darunter den archäologischen Grenzkomplex Haithabu und Danewerk in Deutschland. Auch Stätten wie die buddhistischen Bergklöster Sansa in Südkorea, die viktorianisch-gotischen und Art Déco-Ensembles von Mumbai in Indien und verborgene christliche Stätten in der japanischen Region Nagasaki zählen jetzt zum Welterbe. Das Komitee tagt noch bis zum 4. Juli 2018. Eine Entscheidung über die deutsche Nominierung des Naumburger Doms fällt am 1. Juli.

Die sechs neuen UNESCO-Welterbestätten:

Archäologischer Grenzkomplex Haithabu und Danewerk
Haithabu ist eine archäologische Stätte, die die Relikte einer Handelsstadt aus dem 1. und frühen 2. Jahrtausend n. Chr. umfasst. Überreste von Straßen, Gebäuden, Friedhöfen und einem Hafen lassen Rückschlüsse auf das damalige Leben zu. Die Stadt ist von Teilen des Danewerks umgeben, einer Befestigungslinie, die den Schleswigschen Isthmus durchquert und die jütländische Halbinsel vom Rest Kontinentaleuropas trennt. Aufgrund seiner einzigartigen Lage zwischen dem fränkischen Reich im Süden und dem dänischen Königreich im Norden war Haithabu einst ein Knotenpunkt zwischen Kontinentaleuropa und Skandinavien sowie zwischen Nord- und Ostsee. Die Stätte ist wegen ihrer gut erhaltenen archäologischen Funde von wesentlicher Bedeutung für die Erforschung der wirtschaftlichen, sozialen und historischen Entwicklungen im Europa zu Zeiten der Wikinger.

Aasivissuit - Nipisat. Jagdgründe der Inuit zwischen Eis und Meer, Dänemark
Die nördlich des Polarkreises gelegene Stätte in Westgrönland beheimatet Relikte von 4.200 Jahren menschlicher Geschichte. Ihre Einwohner haben eine an ihre Lebensart angepasste Kulturlandschaft geschaffen. Die Jagd von Meeres- und Landtieren, saisonale Migrationsmuster und ein reiches immaterielles Kulturerbe prägen die Kulturlandschaft. Zu den Charakteristika der Stätte zählen große Winterresidenzen, Spuren der Karibu-Jagd sowie archäologische Fundorte der Paleo-Inuit- und Inuit-Kulturen. Die Kulturlandschaft umfasst sieben Orte, von Nipisat im Westen bis hin zu Aasivissuit im Osten, nahe der Eiskappe. Die Stätte belegt die Beharrlichkeit menschlicher Kulturen in dieser unwirtlichen Region und ihre Traditionen der saisonalen Migration.

Viktorianisch-gotische und Art Déco-Ensembles in Mumbai, Indien
Als Handelszentrum von weltweiter Bedeutung war die Stadt Mumbai in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Schauplatz eines ehrgeizigen städtebaulichen Projekts. Öffentliche Gebäude wurden im viktorianisch-neugotischen Stil errichtet. Im frühen zwanzigsten Jahrhundert kamen Art-Déco-Gebäude rund um die Grünfläche des Platzes Oval Maidan hinzu. Das viktorianische Ensemble integriert indische, dem lokalen Klima entsprechende Elemente. Die Art-Déco-Gebäude mit ihren Kinos und Apartmentgebäuden verbinden indisches Design und die Bildwelt des Art Déco zu einem einzigartigen Stil, später Indo-Deco genannt. Beide Ensembles bezeugen die Modernisierungsphasen, die Mumbai im 19. und 20. Jahrhundert durchlaufen hat.

Archäologische Landschaft der Sassaniden in der Region Fars, Iran
Die Welterbestätte umfasst archäologische Stätten in Firuzabad, Bischapur und Sarvestan in der südiranischen Provinz Fars. Die Befestigungsanlagen, Paläste, Felsenreliefs und Stadtpläne stammen aus der Zeit des Sassanidenreiches vom 3. bis 7. Jahrhundert n. Chr. Unter den Bauten der Welterbestätte sind etwa die erste Hauptstadt und gleichzeitig das militärische Hauptquartier des Gründers der Dynastie, Ardaschir I. sowie eine Stadt und architektonische Überreste aus der Zeit seines Nachfolgers, Schapur I.. Auch ein Monument, das von dem Übergang zwischen der sassanidischen und der islamischen Epoche zwischen dem 7. und 8. Jahrhundert zeugt, gehört zur Stätte.

Verborgene christliche Stätten in der Region Nagasaki, Japan
Die Welterbestätte im Nordwesten der japanischen Insel Kyushu umfasst zehn Dörfer, das Schloss von Hara und eine Kathedrale. Erbaut wurden sie zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert. Das Ensemble spiegelt die ältesten Aktivitäten christlicher Missionare und Siedler in Japan wider: die Phase der Zusammenkunft, die Phase des Verbots und der Verfolgung des christlichen Glaubens und die Revitalisierungsphase der christlichen Gemeinden nach der Aufhebung des Verbots im Jahr 1873. Die Stätte ist ein einzigartiges Zeugnis für die besondere kulturelle Tradition der im Verborgenen lebenden Christen der Region Nagasaki, die in der Zeit des Verbots zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert ihren christlichen Glauben heimlich weitergaben.

Sansa, buddhistische Bergklöster in Korea, Südkorea
Sansa sind in den südlichen Provinzen der koreanischen Halbinsel gelegene buddhistische Bergklöster. Die aufgenommene Welterbestätte besteht aus sieben Tempeln, die zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert gegründet wurden und deren räumliche Ausgestaltung für Korea spezifische Gemeinsamkeiten aufweist - den offenen Hof "Madang", der von der Halle des Buddhas, dem Pavillon, sowie dem Lese- und dem Schlafsaal umgeben ist. In den Tempeln finden sich zahlreichende herausragende Bauten, Objekte, Dokumente und Schreine. Die Bergklöster sind heilige Orte und noch heute lebendige religiöse Zentren, in denen täglich der Glaube praktiziert wird.

Quelle: Deutsche UNESCO-Kommission e.V.

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