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„Wir brauchen eine Erinnerungskultur und eine Verantwortungsgemeinschaft“

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Donnerstag, den 24. Mai 2018 um 07:58 Uhr
„Heute ist es wichtiger denn je, dass wir unsere Erinnerungskultur wachhalten. Diese Synagoge ist ein Ort des Erinnerns und zugleich ein Ort, in dem ein vielfältiges, modernes jüdisches Leben stattfindet. Ich empfinde es in aller Demut als ein großes Glück, dass Menschen jüdischen und christlichen Glaubens in der Lübecker Synagoge wieder gemeinsam Schawuot - ein hohes jüdisches Fest - feiern“, sagte heute (23. Mai) Kulturministerin Karin Prien in Lübeck. Schawuot wird am 50. Tag nach dem Pessach-Fest gefeiert; das christliche Pfingstfest beruht auf dieser Tradition wie das christliche Osterfest auf dem jüdischen Pessach-Fest. Es sei ein Wunder, dass die Festgesellschaft 73 Jahre nach dem Ende der Shoah als Freunde zusammenkämen, sagte die Ministerin: „Dafür bin ich dankbar.“
 
Prien betonte, die Gesellschaft müsse heute eine starke Verantwortungsgemeinschaft sein; im „Großen“ - in der internationalen Politik, und im „Kleinen“ - im gesellschaftlichen Zusammenleben auf allen Ebenen in Deutschland und in Schleswig-Holstein. „Unser Zusammenleben muss von Verständnis füreinander und Verantwortung geprägt sein. Nicht von Ressentiments und nicht von Vergessen“, sagte Prien. Die Lübecker Synagoge erinnere an die Pogromnacht am 9. November 1938 - sie jährt sich in diesem Jahr zum 80. Mal. Auch an den 25. März 1994 erinnere man sich, an den Brandanschlag auf die Lübecker Synagoge. Dass seitdem das Haus bewacht werden müsse, empfinde sie als beschämend, sagte die Kulturministerin. Denn die Wachen machten deutlich, dass Sicherheit und Freiheit auch heute, auch in Lübeck, eines besonderen Schutzes bedürfen.
 
Mit Sorge beobachte sie, dass in Deutschland wieder mehr Menschen antisemitische An- und Übergriffe erlebten. Dafür dürfe es keine Akzeptanz geben: „Wir werden das mit allen uns im demokratischen Rechtstaat zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen.“ Die stärksten Mittel seien Bildung und Prävention - für beides setze sie sich als Bildungsministerin mit ganzer Kraft ein. Die Gesellschaft müsse Haltung zeigen, die Demokratie sei stark und wehrhaft, und sie sei das Fundament für Freiheit und Sicherheit. 
 
„Diese Landesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, jüdisches Leben in Schleswig-Holstein noch mehr als bisher sichtbar zu machen. Die jüdische Kultur ist ein Schatz, den wir hüten müssen - und der größer wird, je mehr wir ihn miteinander teilen“, sagte Ministerin Prien. Sie versicherte der Festgesellschaft in Lübeck im Namen der Landesregierung, „dass wir Sie, wo immer wir können, unterstützen werden.“ Daher freue es sie besonders, dass die Landesregierung den erneuerten Vertrag mit den jüdischen Landesverbänden auf ihren Vorschlag hin beschlossen habe: „Er wird dazu beitragen, dass jüdisches Leben in Schleswig-Holstein in seiner Vielfalt noch sichtbarer wird. Und ich danke Ihnen für die überaus fruchtbringenden Gespräche.“

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein

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