Werbung

Neue Kommentare

Claus Friede zu „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms : Danke für Ihren Kommentar, Herr Zurch.
We...

Bernd Zurch zu „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms : Vielen Dank. Warum gibt es keine Sternchen mehr? ...
Martin Zopick zu „Nocturnal Animals” – Rachethriller als bittere Selbsterkenntnis : Der zweite Film von Tom Ford und der ist gar nich...
Michaela zu „Midsommar”. Die sonnendurchfluteten Abgründe des Ari Aster: Einer der magnetisierendsten Filme, die ich seit ...

Hamburger Architektur Sommer 2019


News-Port

Zivildienstreform bringt massive Einschnitte für kulturelles Engagement

Drucken
Sonntag, den 14. März 2010 um 11:09 Uhr
Die Bundesregierung plant, die Förderung des Freiwilligen Sozialen Jah­res (FSJ) für anerkannte Kriegsdienstverweigerer aus Mitteln des Bundesamts für Zivildienst (BAZ) zu strei­chen. Diese Mittel haben maßgeblich den Ausbau des FSJ Kultur auf heute über 1.100 Plätze bundesweit finanziert. Zwar formulierten CDU und FDP in der Koa­litionsverein­ba­rung die Absicht, die Angebote im FSJ Kultur ausweiten zu wollen, die bekannt gewordenen Pläne des Bundesjugendministeriums (BMFSFJ) bedrohen jedoch den Freiwilligendienst, der in diesem Jahr in seinen zehnten Jahrgang startet, in seiner Existenz. Die Mitgliederversammlung der Bundesver­ei­ni­gung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) e.V., bundeszentraler Träger im FSJ Kultur, fordert die Bundesregierung auf, das FSJ Kultur zu sichern und Fördermittel bereitzustellen.

Das FSJ Kultur bietet in föderaler Struktur beispielsweise derzeit für Sachsen-Anhalt über 60 Plätze bei vierfacher Bewerberzahl. Die Finanzierung eines FSJ Kultur-Platzes erfolgt wesentlich über die Eigenbe­tei­li­gung der Einsatzstellen, dem Sozial- und Kultursministerium des Landes sowie über Fördermittel des BMFSFJ. Aktuell steht der jährlichen Förderung in Höhe von 77.037 Euro der knapp 16 Freiwilligen, die ein FSJ Kultur anstelle des Zivildiensts absolvieren, eine durch den Kinder- und Jugendplan des BMFSFJ getragene Förderung von rund 43.253 Euro für 50 Freiwillige gegenüber. Etwa 46 Stellen finanzieren wir als Träger bereits aus Drittmitteln. Nur durch die BAZ-Förderung war es möglich, eine nachhaltige Freiwilligendienst-Infrastruktur aufzubauen sowie pädagogische Qualität, Einsatzstellenspektrum und Platzangebot im FSJ Kultur zu erweitern.

Zwar ist beabsichtigt, die Fördermittel von insgesamt 30 Millionen Euro aus dem BAZ in den Etat der Jugendfreiwilligendienste zu überstellen, doch sollen damit mehr Plätze bei allen FSJ Trägern mit einer monatlich viel geringeren Pauschale für die pädagogische Begleitung gefördert werden. Eine vergleichbare Förderstruktur wie im sozialen Bereichs, in dem erbrachte Leistung über Pflegesätze etc. abgerechnet werden kann, wird der Spezifik des kulturellen Felds als nicht refinanziertem Einsatzbereich nicht gerecht. Das FSJ Kultur benötigt eine monatliche Förderpauschale pro Platz von 200 Euro, um das Angebot bedarfsgerecht erhalten und ausbauen zu können. Andernfalls droht ein massiver Einschnitt in das Platzangebot und die Trägerlandschaft.

Die Träger im FSJ Kultur planen jetzt für den Jahrgang 2010/2011. Bewerbungsschluss für Jugend­liche und Einsatzstellen ist der 31. März 2010. Verlässliche Planungssicherheit muss schnellstmöglich herbeigeführt werden, um Bewerbern_innen die Perspektive auf ein FSJ Kultur geben zu können, attraktive Einsatzstellen zu halten und Trägern eine Planungsgrundlage für den kommenden Jahrgang zu geben.

Quelle: Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e. V.; Fachbereich Jugendbildung/FSJ-Kultur

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Zivildienstreform bringt massive Einschnitte ...

Mehr auf KulturPort.De

„The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms
 „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms



Vorbei der fiebrige Glamour und die trügerische Romantisierung von „Good Fellas”, Verbrechen ist in „The Irishman” ein eher eintönig sorgenvolles Metie [ ... ]



Still in the Woods: Flying Waves
 Still in the Woods: Flying Waves



Schon in einer vorangegangenen KulturPort.De-Besprechung zum ersten Album (Rootless Tree) von „Still in the Woods“ kam das bemerkenswerte Potential der Band  [ ... ]



„Halloween“-Opern-Slam im Opernloft Altona
 „Halloween“-Opern-Slam im Opernloft Altona



Ein ungewöhnlich schönes Ambiente, ganz erstaunliche Stimmen und ein Spaßfaktor, wie er in der klassischen Musik wohl einmalig ist: Der „Halloween“-Sänge [ ... ]



Gottes Wort oder Menschenwerk? Zwei Bücher über die Geschichte der Bibel
 Gottes Wort oder Menschenwerk? Zwei Bücher über die Geschichte der Bibel



Die Bibel, sagt Arno Schmidt, sei „ein unordentliches Buch mit 50.000 Textvarianten“. Auch wenn diese Zahl groß klingt – damit hat er gewiss noch heftig u [ ... ]



Die jungen Jahre der Alten Meister – Baselitz, Richter, Polke, Kiefer
 Die jungen Jahre der Alten Meister – Baselitz, Richter, Polke, Kiefer



Es war die Zeit, in der die Malerei totgesagt war. Jeder, der sich zur Avantgarde zählte, suchte den Ausstieg aus dem Bild. Jeder? Nein. Vier junge Maler dachte [ ... ]



Christian Frentzen: First Encounter
 Christian Frentzen: First Encounter



Hat Modern Jazz noch eine Zukunft? Oder ist seine Wiederbelebung ein Griff in die Mottenkiste? Nein: Der Kölner Pianist Christian Frentzen zeigt auf seinem Deb [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.