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Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis für Isabel Fargo Cole

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Dienstag, den 08. Mai 2018 um 11:24 Uhr
In diesem Jahr geht der Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis an Isabel Fargo Cole für ihre Übersetzung der Erzählung „Alte Abdeckerei“ von Wolfgang Hilbig, die 2017 unter dem englischen Titel „Old Rendering Plant“ erschienen ist. Die Auszeichnung ist mit 10.000 US-Dollar dotiert und wird am 7. Juni im Goethe-Institut New York übergeben.
 
Mit dem Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis wird einmal im Jahr im Juni eine herausragende Literaturübersetzung vom Deutschen ins Englische ausgezeichnet, die im vorangegangenen Jahr in den USA veröffentlicht wurde. 2018 wurde Isabel Fargo Cole für ihre Übersetzung von Wolfgang Hilbigs Erzählung „Alte Abdeckerei (Old Rendering Plant)“ von einer fünfköpfigen Jury für den Preis ausgewählt. Die amerikanische Ausgabe erschien 2017 bei Two Lines. Vergeben wird der Preis am 7. Juni in New York zusammen mit einem Preisgeld von 10.000 US-Dollar.
 
Die Jury des Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreises hebt in ihrer Stellungnahme die besondere Fähigkeit Coles' hervor, die Erzählungen düsterer Kindheitserinnerungen in sinngemäße Gefühlswelten zu übersetzen: „Isabel Fargo Coles herausragende Übertragung begegnet den unzähligen Herausforderungen des Originals mit einem stilistischen Feuerwerk: Alliterationen und Assonanzen, Wortspiele aller Art und einfallsreiche Umschreibungen vermitteln vollendet die lyrischen und sinnlichen Qualitäten des Textes von Wolfgang Hilbig.“
 
Die in Berlin lebende Isabel Fargo Cole ist amerikanische Schriftstellerin und Übersetzerin. Zu ihren neuesten Übersetzungen zählen neben „Old Rendering Plant“ von Wolfgang Hilbig (Two Lines, 2017) „At the Burning Abyss“ von Franz Fühmann (Seagull Books, 2017) und „Gaslight“ von Joachim Kalka (NYRB, 2017). Ihr deutschsprachiger Roman „Die grüne Grenze“ erschien 2017 bei Edition Nautilus und war dieses Jahr auf der Shortlist der Leipziger Buchmesse und für den Klaus-Michael-Kühne-Preis für das beste deutschsprachige Debüt nominiert.
 
Neben dem Helen und Kurt Wolff Preis wird am 7. Juni auch der Gutekunst Prize of the Friends of Goethe New York im Goethe-Institut New York vergeben. Der mit 2.500 US-Dollar dotierte Förderpreis der Friends of Goethe New York wurde 2010 ins Leben gerufen. Er dient dazu, talentierte Nachwuchsübersetzerinnen und -übersetzer deutscher Literatur zu entdecken und sie darin zu unterstützen, Kontakte in die Verlagswelt zu knüpfen. Bewerben können sich für den Gutekunst Preis jedes Jahr Studierende sowie alle Übersetzerinnen und Übersetzer unter 35 Jahren, die bisher weder publiziert haben noch unter Vertrag für eine Buchübersetzung stehen.
 
Quelle: Goethe-Institut

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