Neue Kommentare

Ada Rompf zu „The Rider”. Die zärtlich-raue Poesie der Chloé Zhao : Besser kann man meinen Lieblingsfilm dieses Früh...
yolo 456 zu Die Juden vom Altrhein: man sollte einen artikel erst einmal lesen bevor ...
yolo123 zu Die Juden vom Altrhein: Das jüdische Leben in Deutschland ist vorbei und...
Achenar Myst zu Nils Landgren with Janis Siegel: some other time: Die CD ist ein absoluter Genuss, tolle Auswahl de...
Achim zu Golnar & Mahan – Derakht: Musik, die glücklich macht - Danke !!!...

News-Port

Vorbildliche Sanierungen vom Denkmalschutzamt gefördert

Drucken
Dienstag, den 03. April 2018 um 12:20 Uhr
Denkmalsanierung sichert Kulturerbe. Bedeutende bauliche Zeugnisse werden so der Nachwelt erhalten. Denkmalsanierung erzeugt Mehrwert, kann aber auch mit Mehrkosten verbunden sein. Jedes Jahr unterstützt das Denkmalschutzamt beispielhafte Projekte mit denkmalpflegerischem Mehraufwand. Im ersten Quartal 2018 konnten für erfolgreich abgeschlossene Maßnahmen Zuwendungen von insgesamt 230.000 Euro ausgezahlt werden. Unter den geförderten Objekten waren die Paul-Gerhard-Kirche Altona, das ehemalige Altenheim am Holstenkamp und das Gemeindehaus der Tabita Kirchengemeinde in Ottensen.
 
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Unser Ziel ist es, im partnerschaftlichen Miteinander mit den Eigentümern, Denkmäler als lebendige Zeugnisse der Vergangenheit zu erhalten. Im Rahmen der laufenden Projektförderung des Denkmalschutzamtes konnten besonders solche Objekte gefördert werden, die prägend für den Stadtteil sind und deren denkmalgerechte Sanierung mit besonderem Mehraufwand verbunden ist.“   
 
Die Zuwendungen vom Denkmalschutzamt für vorbildliche, denkmalgerechte Sanierungen mit erheblichem denkmalpflegerischem Mehraufwand werden nach Abschluss der Maßnahmen, Verwendungsnachweis und denkmalfachlicher Abnahme ausgezahlt. Im ersten Quartal 2018 waren dies bereits 230.000 Euro. 
 
Davon erhielt die evangelisch-lutherische Paul-Gerhardt-Kirche Altona 84.000 Euro für die denkmalgerechte Fassadensanierung und die Überarbeitung der Kupferdächer. Die Maßnahmen umfassten unter anderem Betoninstandsetzungen am Turm, Werkstein- und Verblendsanierung sowie Putzausbesserungen an Turm und Kirchenschiff, ferner Sanierungen der Dächer einschließlich Regenrinnen und Fallrohren, der Außentreppen und des Glockenstuhls. Die Läuteanlage erhielt neue Motoren samt Steuerung. Die Kirche und das Gemeindezentrum entstanden 1955-1956 nach Plänen von Otto Andersen in einer platzbildenden Lage. Der schlichte Stahlbetonbau ist mit Handstrichziegeln ausgefacht. Farbige Fensterbänder direkt unter dem breiten Kragdach belichten das feierliche Kircheninnere. Rundfenster und schlanke Doppelstützen betonen das Halbrund des straßenseitigen Chors. Die Denkmalsanierung wurde zusätzlich von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Stiftung Denkmalpflege Hamburg gefördert. Die Restaurierung des Kircheninnenraums ist als nächste Maßnahme geplant.  
 
Eine Zuwendung über rund 38.000 Euro erhielten die Eigentümer einer Wohnung im ehemaligen städtischen Altenheim am Holstenkamp für den Einbau einer Wand-Strahlenheizung. Die Maßnahme stand im Zusammenhang mit dem Forschungsprojekt Co2olBricks. Das Projekt hat über umfangreiche Messungen eine empirische Basis für Alternativen zum Wärmedämmverbundsystem an stadtbildprägenden Backsteinbauten geliefert. Um am Holstenkamp das Bild der lebendigen Backsteinfassade zu erhalten, wurde eine innenliegende Wärmedämmung angebracht. Das Denkmalschutzamt und die Technische Universität Dresden führten hier Vergleichsmessungen durch. Am System der neuen Innenwandheizung sowie in einer weiteren Wohnung des denkmalgeschützten Ensembles – ebenfalls ausgestattet mit innenliegender Dämmung, aber mit herkömmlicher Konvektionsheizung – wurden Messreihen zu Wärmekennwerten und Wandfeuchten aufgenommen. Das Ensemble besteht aus sechs eingeschossigen Langhäusern, einem zweigeschossigen Torhaus mit zwei flankierenden Pavillons und einem ebenfalls zweigeschossigen Wirtschaftsgebäude, gruppiert um einen zentralen Hof. Es war 1922/23 nach Plänen der Hochbauverwaltung Altona als erster Bauabschnitt eines größer geplanten Altenheims errichtet worden. Nach Leerstand wurde es in den letzten Jahren von einer Baugemeinschaft in Wohnungen umgewandelt. Die Erhaltung des Denkmalensembles liegt einschließlich der Wege und Grünanlagen aus architektur- und sozialhistorischen Gründen im öffentlichen Interesse.
 
Zuwendungen in Höhen von 18.000 Euro konnte das Denkmalschutzamt außerdem an die evangelisch-lutherischeTabita-Kirchengemeinde Ottensen-Othmarschen auszahlen. Im Rahmen einer umfangreicheren Sanierung des Gemeindehauses einschließlich Dachgeschossausbau wurde die neue Dacheindeckung aus Denkmalschutzmitteln gefördert. Dadurch konnten die bisherigen Beton-Dachsteine durch eine hochwertige Naturschieferdeckung ersetzt werden, die ursprünglich das Dach prägte. Auch durch die nach restauratorischem Befund gewählte, neue Fassadenfarbe konnte das Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert wieder stärker dem bauzeitlichen Erscheinungsbild angenähert werden. Darüber hinaus wurden die kleinen Giebelfenster nach historischem Vorbild restauriert, defekte Mauersteine ersetzt und Fugen mit Mörtel nach ursprünglicher Rezeptur ausgebessert. Wie die gegenüberliegende Kreuzkirche Ottensen wurde das Gemeindehaus von Fernando Lorenzen entworfen und bildet gemeinsam mit der Kirche und den beiden Nachbargebäuden ein Denkmalensemble.
 
Zusätzlich zur Vergabe von Zuwendungen aus Denkmalschutzmitteln der Behörde für Kultur und Medien nach detaillierter Einzelfallprüfung haben alle Denkmaleigentümer Anspruch auf Steuervergünstigungen. Bei Denkmälern von nationaler Bedeutung berät das Denkmalschutzamt Eigentümer oder Verfügungsberechtigte auch gern hinsichtlich der Beantragung von Denkmalfördermitteln des Bundes.
 
Bei allen Fragen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Denkmalschutzamts ansprechbar unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  sowie zu den Sprechzeiten der Telefonhotline des Denkmalschutzamts unter  040 / 428 24 - 718.

Quelle: Behörde für Kultur und Medien Hamburg

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Vorbildliche Sanierungen vom Denkmalschutzamt...

Mehr auf KulturPort.De

Elisabeth Weinek: „Was Sie sah“ – Andalusien, Marokko, Iran
 Elisabeth Weinek: „Was Sie sah“ – Andalusien, Marokko, Iran



Passend zur Festspielzeit werden in der Margarethenkapelle von St. Peter, eine der ältesten Kirchen Salzburgs, Fotografien gezeigt, die sich als „interkulture [ ... ]



Ilse Helbich: Kluge Chronistin des Alters – „Im Gehen“ gefundene Gedichte
 Ilse Helbich: Kluge Chronistin des Alters – „Im Gehen“ gefundene Gedichte



Auch heute noch geschehen beglückende Wunder: Mit 80 Jahren veröffentlichte die 1923 in Wien geborene Ilse Helbich ihren ersten Roman unter dem Titel „Schwal [ ... ]



Thierry van Werveke: Schauspieler, Rockstar, Troublemaker, Thierry National
 Thierry van Werveke: Schauspieler, Rockstar, Troublemaker, Thierry National



Thierry! – allein sein Vorname löst in Luxemburg schon entzücken aus und wird mit der Addition von „National“ zum Kult. In Deutschland und Österreich fr [ ... ]



„Foxtrot”. Samuel Moaz und das Konzept des Zufalls
 „Foxtrot”. Samuel Moaz und das Konzept des Zufalls



Samuel Moaz kreiert mit dem Antikriegsdrama „Foxtrot” einen atemberaubenden ästhetischen Kosmos: zornig, visuell kühn, emotional hochexplosiv, oft grausam, [ ... ]



Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte: „Der Vorname“
 Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte: „Der Vorname“



Das Stück brillant, die Schauspieler große Klasse, die Inszenierung rundum gelungen und der kleine Saal der Komödie Winterhuder Fährhaus restlos ausverkauft. [ ... ]



Vergessen und wiederentdeckt: „Ludwig Meidner – Im Nacken das Sternemeer“
 Vergessen und wiederentdeckt: „Ludwig Meidner – Im Nacken das Sternemeer“



Der Titel der Ausstellung „Im Nacken das Sternemeer“ verweist auf das Buch mit Texten von Ludwig Meidner, das 1918 in Leipzig erschien. Meidner (1884-1966),  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.