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1,6 Millionen Euro für die Soziokultur in Niedersachsen

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Freitag, den 23. Februar 2018 um 12:07 Uhr
Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) stellt der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS) im ersten Halbjahr 2018 insgesamt rund 865.000 Euro für die Förderung von 62 Projekten und Vereinen aus dem Bereich der Soziokultur zur Verfügung. Rund 750.000 Euro investiert das Land in Ausbau, Modernisierung und Sanierung soziokultureller Einrichtungen.

„Die soziokulturellen Einrichtungen leisten Herausragendes für die Kultur in Niedersachsen. Sie sind wichtige Orte, an denen Gemeinschaft und Identität geschaffen und gepflegt werden“, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Projektförderung: Partizipation stärken
Insgesamt 24 soziokulturelle Projekte, die spartenübergreifend unterschiedliche Bevölkerungsgruppen einbinden, erhalten Landesmittel in Höhe von rund 370.000 Euro, um das gemeinsame Lebensumfeld zu gestalten. Ein Beispiel hierfür ist das Projekt „Herzschmerz“ vom Tanzenden Theater in Wolfsburg, ein Musik-Tanz-Theater für Mädchen und Frauen von zwölf bis 80 Jahren. Mit dem Projekt „Was ihr wollt“ in Elze bei Hildesheim bietet der Verein Radio Tonkuhle Jugendlichen eine Plattform, um ihre Vorstellungen und Wünsche an Kultur mit Musik, Bildender Kunst und Theater zu erforschen und auf einem Festival zu veröffentlichen.

Mit rund 261.000 Euro fördert das Land 15 Projekte, die sich neuer künstlerischer Formate bedienen oder Experimente wagen, wie zum Beispiel die Kunstschule KunstWerk in Hannover. Sie lädt die Bevölkerung zu einem Schwarm-Kunst-Projekt ein: 250 Portemonnaies werden in der Stadt ausgelegt – wer sie findet, ist eingeladen, das „beachtensWERTE“ in ihrer Nähe zu fotografieren und per WhatsApp an den Verein zu senden. So entsteht ein neuer, gemeinsamer Blick auf das, was Stadtgesellschaft ausmacht. Das Projekt „Otfrieds Garten“ vom Verein KAZ in Göttingen will mit künstlerischen Methoden und partizipativen Formaten gemeinsam mit dem Fachbereich Stadtplanung der Stadt Göttingen die Visionen, Wünsche und Utopien der Stadtbewohner auf ihrem Marktplatz sammeln, konkretisieren und sichtbar machen.
Gerd Dallmann, Geschäftsführer der LAGS: „Viele der geförderten Projekte sind Interventionen im öffentlichen Raum. Sie befragen das Zusammenleben mit künstlerischen Mitteln und machen die unterschiedlichen Perspektiven verschiedener Bevölkerungsgruppen sicht- und damit diskutierbar."

Strukturförderung: Vereine im Umbruch begleiten
Eine sich wandelnde Gesellschaft geht mit wachsenden Aufgaben auch im Bereich der Soziokultur einher. Allein mit ehrenamtlichem Einsatz und Projektmitteln sind diese für viele Vereine nicht zu stemmen. In solchen Fällen gewährt das Land eine Strukturförderung über drei Jahre. In der ersten Förderrunde 2018 können 23 Vereine von einer Förderung von insgesamt rund 235.000 Euro profitieren. Das Cameo Kollektiv in Hannover beispielsweise wird mit „Upgration“ einen interkulturellen Coworking Space schaffen, der als Treffpunkt für interkulturellen Austausch und Kreativbüro für Veranstaltungen, Workshops und Vernetzung genutzt werden kann.

Im ländlichen Raum übernehmen kleine soziokulturelle Vereine häufig die kulturelle Grundversorgung einer Region. Sie organisieren Veranstaltungen, sorgen für einen lebendigen kulturellen Austausch in den Dörfern und tragen zur Vernetzung zwischen den unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren im Kulturbereich bei. Ziel der Strukturförderung in ländlichen Räumen ist es, das ehrenamtliche Engagement der Vereine zu stärken, den Generationenwechsel erfolgreich zu bewerkstelligen und die Vereine in die Lage zu versetzen, weitere Fördermittel für Projekte bzw. Vorhaben zu akquirieren. Hierbei werden sie von den Beraterinnen und Beratern der LAGS professionell unterstützt.

„Die Strukturförderung ist ein wichtiges Instrument, um kleinen, meist ehrenamtlich getragenen Vereinen zu guten, funktionierenden Strukturen zu verhelfen und dem ehrenamtlichen Engagement Schlüsselpersonen an die Seite zu stellen. So ermöglicht das Land Niedersachen lebendige Kultur gerade auch in ländlichen Räumen“, sagt Marion Schorrlepp, Mitglied des Beirats und Vorstandsmitglied der LAGS.

Gefördert wird in diesem Zusammenhang unter anderem die Lewer Däle in Liebenburg im Vorharz, ein Verein, dessen Angebot von den Bewohnerinnen und Bewohnern der Gemeinde gestaltet wird. Weitere Beispiele sind der Verein Land & Kunst in Asendorf, der ein kulturelles Bildungs- und Veranstaltungsangebot auch für die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen und die Region entwickelt sowie die Seefelder Mühle am Jadebusen, die den Generationswechsel im Verein und die Koordination der über 60 Ehrenamtlichen mit Mitteln der Strukturförderung begleitet, um den Verein in die Zukunft zu führen.

Investitionen ermöglichen
Zusätzlich investiert das Land rund 750.000 Euro in Ausbau, Modernisierung und Sanierung soziokultureller Zentren und stärkt sie damit nachhaltig. Insgesamt werden 24 Einrichtungen unterstützt, die der Landesbeirat Soziokultur zur Förderung empfohlen hat.
So können zum Beispiel in der Lagerhalle in Osnabrück dringend notwendige Renovierungen und Maßnahmen zur Energieeinsparung umgesetzt werden. Die Abraxas Kunstschule und Jugendkreativ-Werkstatt in Westerstede kann mithilfe der Mittel einen Aktionsraum für Soziokultur einrichten und damit zusätzliche soziokulturelle Angebote im ländlichen Raum schaffen.

Weitere Förderung der Soziokultur im Jahr 2018
Um die Förderung aus Mitteln der Soziokultur können sich soziokulturelle Vereine und Zentren bewerben. Der Stichtag für die zweite Antragsrunde für Projekt- und Strukturförderung ist der 30. April 2018. Für die Förderung von Investitionen können bis zum 15. Oktober 2018 Anträge beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gestellt werden.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

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