Neue Kommentare

Rafael Gunnarsson zu „Climax”. Die unwiderstehlichen Abgründe des Gaspar Noé: Zeit, Bild und KulturPort sind sich alle einig? D...
Cornelie Müller-Gödecke zu 100 Jahre Lettland: Handschuh-Daumen hoch: Danke für diesen Artikel!
Und Danke für...

Herby Neubacher zu Peter de Vries – Hut- und Urnenhüllen-Macher: Mal auf die Website des Hutmachers geguckt? 500 E...
Hedi Schulitz zu Thomas Mann Preis 2018 für Mircea Cărtărescu: Was für ein wirklich gut geschriebener Artikel! ...
Martinš zu 100 Jahre Lettland: Handschuh-Daumen hoch: Vielen Dank furr den tollen Artikels. das ist fue...

News-Port

Hamburg: Platzbenennung am Barmbeker Bahnhof zu Ehren von Ralph Giordano

Drucken
Dienstag, den 14. November 2017 um 16:28 Uhr
Am Dienstag, den 14. November 2017, haben Dr. Carsten Brosda, Senator der Behörde für Kultur und Medien, und der stellvertretende Leiter des Bezirksamtes Tom Oelrichs zu Ehren des Journalisten, Publizisten, Schriftstellers und Regisseurs Ralph Giordano den in unmittelbarer Nähe zum Barmbeker Bahnhof gelegenen neuen Platz vor den Gebäuden Fuhlsbüttler Straße 92-106 in  Piazzetta-Ralph-Giordano benannt.
 
Die Benennung dieses Platzes in Piazzetta-Ralph-Giordano geht zurück auf eine Initiative des Regionalausschusses Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg vom Sommer 2016, die von Bezirk und Senat aufgegriffen wurde und in die heutige Benennung mündete.
 
Der Journalist, Publizist, Schriftsteller und Regisseur Ralph Giordano wurde am 20.03.1923 in Hamburg geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend in Barmbek. Seine Familie hatte italienische und jüdische Wurzeln und war während des Nationalsozialismus vielfältiger Demütigung, Verfolgung und Misshandlung ausgesetzt. Der stark autobiographisch geprägte Roman „Die Bertinis“ erzählt die Geschichte einer Jugend im Nationalsozialismus und machte ihn national und international bekannt. Sein berufliches Leben lang stellte er sich in den Dienst des aufklärenden Worts. Mit seinem Tod im Jahr 2014 verlor Deutschland einen seiner streitbarsten Geister und erklärten Kämpfer für Gerechtigkeit.
 
Senator Dr. Carsten Brosda erklärte: „Ralph Giordano war ein leidenschaftlicher Journalist, Romanautor und Filmemacher. Von den Nationalsozialisten fast in den Tod getrieben setzte er sich zeitlebens vehement für unsere demokratische Gesellschaft ein. Der 1923 in Barmbek geborene Ralph Giordano hat bis zum Sommer 1934 nur wenige 100 Meter von diesem lange Zeit von der Bevölkerung liebevoll Piazzetta Barmbek genannten Ort gelebt. Giordano hat diesem Stadtteil, diesem Ort als Kulisse seines Romans ‚Die Bertinis‘ ein kleines Denkmal gesetzt. Es ist uns eine Ehre, mit der Piazzetta-Ralph-Giordano im Herzen Barmbeks einen Ort zu schaffen, der künftig an diesen großen Demokraten und Hamburger erinnern wird.“  
 
Auch der stellvertretende Bezirksamtsleiter Tom Oelrichs zeigte sich zufrieden: „Wenn die Fuhlsbüttler Straße, ´die Fuhle´ wie sie liebevoll in Barmbek genannt wird, so etwas wie das Herz des Stadtteils ist, dann schlägt es ab heute und in Zukunft dank der neuen Piazzetta auch mit einer kleinen italienischen Note, was ihr ebenso gut zu Gesicht stehen wird wie ihr Name, der einen der berühmtesten Söhne des Stadtteils ehrt.“
 
Die Umgestaltung der Platzfläche, stellt den letzten Bauabschnitt der Erneuerung der Fuhlsbüttler Straße dar, die im nördlich angrenzenden Bereich Anfang 2017 fertiggestellt worden ist. In der Realisierung der Piazzetta wurden die wesentlichen Gestaltungselemente übernommen und damit dem Gesamtquartier ein einheitliches Erscheinungsbild  verliehen, das zu einer deutlichen Aufwertung des gesamten Quartierszentrums beiträgt.
 
Mit der Fertigstellung der Piazzetta-Ralph-Giordano als wesentlicher Teil des zentralen Einkaufsbereichs der Fuhlsbüttler Straße ist ein großer Meilenstein in der Gebietsentwicklung des Sanierungsgebietes Barmbek-Nord S1, Fuhlsbüttler Straße erreicht. Pünktlich Ende November kann die Piazzetta wie auch die Jahre zuvor für den Betrieb eines Weihnachtsmarktes bereitgestellt werden.
 
Anfang 2018 erfolgen die Restarbeiten, so zum Beispiel die Installation großer Holzdecks als Sitzelemente, die unter den Bäumen zum Verweilen einladen. Zusätzlich wird die Piazzetta mit 14 beidseitig nutzbaren Fahrradabstellbügel, 12 Schrägparkplätzen, davon ein Behindertenstellplatz, sowie eine Stadtradstation mit 24 Fahrrädern ausgestattet.
 
Die Finanzierung der Maßnahme erfolgte aus Mitteln des Rahmenprogramms Integrierte Stadtentwicklung und Privatmitteln.

Quelle: Bezirksamt Hamburg-Nord

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Hamburg: Platzbenennung am Barmbeker Bahnhof ...

Mehr auf KulturPort.De

Jasper Frederik: Beautiful
 Jasper Frederik: Beautiful



Er ist ein Mysterium – keinerlei Angaben wer sich hinter dem Pseudonym Jasper Frederik verbirgt. Nur so viel lässt sich, trotz intensiver Recherche herausfind [ ... ]



Weihnachtszeit – Messezeit
 Weihnachtszeit – Messezeit



Was, schon wieder Weihnachten? Jedes Jahr das gleiche Erstaunen, der innere Kalender will mit dem äußeren einfach nicht zusammenpassen. Doch wenn mit einem Sch [ ... ]



„Climax”. Die unwiderstehlichen Abgründe des Gaspar Noé
 „Climax”. Die unwiderstehlichen Abgründe des Gaspar Noé



Höchste tänzerische Disziplin explodiert unvermittelt in einem mitreißenden anarchistischen Rausch aus Begierde, Schmerz, Geltungssucht, Gewalt, Trance, schwi [ ... ]



„Erste Dinge – Rückblick für Ausblick“
 „Erste Dinge – Rückblick für Ausblick“



Alles auf Anfang: Eineinhalb Jahre nach ihrem Amtsantritt als Direktorin des Hamburger Völkerkundemuseums hat Barbara Plankensteiner wichtige Bausteine der ange [ ... ]



Die Lyrikwelt von W.S. Merwin: „Nach den Libellen“ und „Im Schatten des Sirius“
 Die Lyrikwelt von W.S. Merwin: „Nach den Libellen“ und „Im Schatten des Sirius“



Zu Recht wird Merwin als „einer der größten Dichter unserer Zeit“ bezeichnet („Los Angeles Review of Books“). Das gilt nicht nur, aber vor allem für d [ ... ]



„The House That Jack Built”. Richtung Hölle mit Lars von Trier und Glenn Gould
 „The House That Jack Built”. Richtung Hölle mit Lars von Trier und Glenn Gould



Der virtuose Provokateur Lars von Trier inszeniert sein suggestives düsteres Serienkiller-Porträt als boshaft-philosophisches Zwiegespräch zwischen Obszönit [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.