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"Die deutsche Sprache in der Welt - Eine Hommage"

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Samstag, den 27. Februar 2010 um 15:21 Uhr
Auch in Polen ist der Trend zu Englisch sichtbar. Das ist Realität. Wer wollte das leugnen. Und auch wir fördern Mehrsprachigkeit. Wir wollen, dass mehr deutsche Jugendliche Polnisch lernen, also genau anders herum. Mehrsprachigkeit ist der Schlüssel zu einer europäischen Identität, die die gewachsene Vielfalt unseres Kontinents achtet. Deutsch als Sprache im Herzen. Deutsch als Sprache im Herzen Europas. Sie ist ein wichtiger Teil unserer europäischen Identität. Und ich möchte Ihnen ein ganz aktuelles kleines Beispiel nennen, woran wir auch die politische Bedeutung unserer schönen Sprache erkennen können. Ich habe mich heute Nachmittag mit einem Amtskollegen aus Skopje getroffen - mit Antonio Milososki. Mit ihm verantwortet ein ausgesprochener Freund Deutschlands die Außenpolitik Mazedoniens. Er ist nicht nur ein Freund, sondern auch ein Kenner unseres Landes. Er kam als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes nach Deutschland. Natürlich haben wir heute Deutsch miteinander gesprochen, es wären auch andere Sprachen möglich gewesen und Dolmetscher haben wir auch.

Sie sehen, Deutsch und das deutsche Bildungssystem, das ist eben kein Karrierehindernis und das wollen wir vielen jungen Menschen auch in der Welt zeigen. Das Beispiel meines Amtskollegen zeigt, dass Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik Menschen dauerhaft an Deutschland binden kann. Diese Bindung beginnt mit der Sprache. Deutsch ermöglicht individuelle Chancen. Es öffnet den Weg zu einem der besten Ausbildungssysteme der Welt und stärkt natürlich auch den Wissenschaftsstandort Deutschland. Deutsch eröffnet die Möglichkeit auf eine wissenschaftliche Karriere in mehr als 350 Hochschulen, die zum Teil, wie wir alle wissen, Weltruf genießen. Die deutsche Sprache ist der Schlüssel zur deutschen Literatur, zur Musik, Philosophie und Wissenschaft, zum Reichtum großer europäischer Kulturtraditionen und natürlich auch zur größten Volkswirtschaft Europas. Aus allen diesen Gründen lernen über 14 Millionen Menschen Deutsch. Keine andere Sprache ist in Europa für mehr Menschen Muttersprache als unsere Heimatsprache. Wir wollen noch mehr Menschen und gerade junge Menschen für Deutsch begeistern, nicht aus einem Dünkel heraus oder aus Chauvinismus, sondern weil es zur Vielfalt dazugehört. Das gilt vor allem für die schnell wachsenden Volkswirtschaften in Asien. Besonders in Indien ist das Potential und das Interesse an Deutsch und an einem Studium in Deutschland enorm.

Konkret: Mit der Initiative "Schulen - Partner der Zukunft" haben wir das bisher größte Sprachförderprojekt mit einem weltweiten Netz von fast 1.500 Partnerschulen aufgelegt. Das sind Schulen, die in ihren Ländern für Qualität stehen und sehr begehrt sind. Deswegen freue ich mich sehr, dass ich mit Ihnen heute Abend diese Idee, diese Kampagne "Deutsch - Sprache der Ideen" beginnen kann. "Deutsch - Sprache der Ideen" ist der Titel der gemeinsamen Kampagne des Auswärtigen Amtes und seiner Partner. Das Goethe-Institut, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, der Pädagogische Austauschdienst, das Institut für Auslandsbeziehungen und die Deutsche Welle, sie alle sind hier im Raum vertreten. Sie alle begrüße ich herzlich und bedanke mich für ihre Anwesenheit. Das Kampagnenjahr bietet weltweit Sprachkurse und Bildungsmessen, die Partnerschulinitiative, Universitätspartnerschaften und auch Stipendien. Ich danke allen, die zu dieser Kampagne beigetragen haben. Danken möchte ich auch den Berliner Festspielen für die Gestaltung des heutigen Abends.

Als Gäste begrüße ich Stipendiaten und Alumni des DAAD, stellvertretend für die 35.000 DAAD-Stipendiaten jährlich. Seien Sie sehr herzlich alle willkommen. Und ich möchte schließen mit einem Zitat aus Jutta Limbachs schönem Buch "Hat Deutsch eine Zukunft?". Sie schreibt dort und ich zitiere wörtlich: "In vielen Zungen zu reden, verspricht intellektuellen Gewinn. Hätten wir auf Erden nur eine Sprache, wir hätten uns bald nichts mehr zu erzählen". Ich freue mich mit Ihnen auf einen schönen Abend.

Quelle: Auswärtiges Amt

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