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Das Mahler Chamber Orchestra (MCO) kehrt Ende Januar zur Mozartwoche Salzburg zurück, wo es zwischen 2005 und 2007 orchestra in residence war. Schwerpunkt des Festivals ist auch im Jahr 2010 neben dem Schaffen von Wolfgang Amadeus Mozart die zeitgenössische Musik. Mit György Kurtág wurde einer der wichtigsten Komponisten unserer Zeit eingeladen, Programme zu gestalten, in denen seine Musik der von Mozart begegnet.
 
Im Konzert des MCO am 28. Januar erklingen Mozarts Klavierkonzert Nr. 21, Kurtágs ... quasi una fantasia ... und Beethovens „Eroica“-Sinfonie. Im Anschluss an die Mozartwoche geht das Ensemble mit Daniel Harding und Lars Vogt mit einem leicht abgeänderten Programm auf Italien-Tournee und spielt in Udine (30.1.), Mantua (31.1.), Neapel (1.2.) und Cagliari (2.2.).

Der Abend im großen Saal des Mozarteums beginnt mit dem Klavierkonzert in C Dur, KV 467, einem der beliebtesten Konzerte Mozarts überhaupt. Dieses 1785 in nur vier Wochen geschriebene Werk ist deutlich sinfonischer als seine Vorgänger, Soloinstrument und Orchester treten hier in einen intensiven musikalischen Dialog, anstatt sich als zwei kontrastierende Elemente gegenüber zu stehen.

György Kurtág experimentiert in … quasi una fantasia … aus dem Jahr 1988 ebenfalls mit der Idee von musikalischer Kommunikation, indem er ein Klavier in der Bühnenmitte in einen Dialog mit im Raum verteilten Instrumenten treten lässt. Das Werk ist eine der beliebtesten und am häufigsten gespielten Kompositionen von György Kurtág.

Im Gegensatz dazu gilt Beethovens dritte Sinfonie in Es-Dur mit dem Beinamen „Eroica“ als Sinnbild des Individualismus in der Musik. Der Legende nach wollte Beethoven sie ursprünglich für Napoléon schreiben, nachdem ihm aber die Taten des französischen Kaisers immer mehr missfielen, machte er die Widmung rückgängig und ersetzte sie durch das allgemeinere „Eroica“.

Der Solist für das Klavierkonzert von Mozart ist Lars Vogt, der artist in residence der Mozartwoche. Er hat bereits mehrfach mit dem MCO und Daniel Harding erfolgreich zusammengearbeitet.

Marino Formenti, der Solist in … quasi una fantasia …, ist bekannt als Interpret zeitgenössischer Musik. Er arbeitet seit vielen Jahren eng mit Komponisten wie György Kurtág, Helmut Lachenmann und Salvatore Sciarrino zusammen. Mit diesem Konzert gibt er sein Debüt beim MCO.

Das MCO wird im Mai und Juni 2010 erneut in Österreich zu hören sein: das Ensemble führt im Rahmen der Wiener Festwochen beide Opern von Alban Berg auf. Im Theater an der Wien spielt das MCO jeweils drei Vorstellungen von Wozzeck (15., 17. und 19. Mai) und Lulu (11., 14. und 18. Juni). Außerdem gibt das MCO im Wiener Konzerthaus am 15. Juni ein Sinfoniekonzert unter der Leitung von Andrew Manze, Solisten sind Janine Jansen und Julian Rachlin. Auf dem Programm stehen erneut Werke von Wolfgang Amadeus Mozart.

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