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Hamburger Architektur Sommer 2019

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Mehr als 80 Tausend Besucher kamen 2009 in den Marstall, das bedeutet eine Steigerung um 15 %, gegenüber dem Vorjahr, die guten Besucherzahlen im Kino und vor allem der sehr erfolgreichen Sandmann-Ausstellung zu verdanken sind. Auch die Familienausstellungen „Hexe Lilli geht zum Film“ und „Glück für alle“, zu den ostdeutschen Filmen der 1950er Jahre, zogen aufmerksame und aktive Besucher an, die in einem Museum nicht nur schauen, sondern auch etwas erfahren möchten. Das überregionale Medienecho kann man sich besser kaum wünschen, sogar im chinesischen und französischen Fernsehen kam die Familienausstellung „Sandmann auf Reisen“ vor. An der Aktion „Das längste Sandmannbild der Welt“ mit dem der Marstall für drei Wochen innen und außen geschmückt wurde, beteiligten sich 10.000 Fans aus Australien, Albanien und ganz Europa.

Projekte für Gruppen, nicht nur für Schüler, sondern für Menschen jedes Alters, die sich einen Film anschauen, die permanente Ausstellung zu Film- und Zeitgeschichte besuchen und anschließend mit Zeitzeugen oder einem Geschichtskenner diskutieren, finden immer mehr Interessenten. Themenangebote wie „Propaganda im Film“ oder „Jugend in den 50er Jahren“ machen Zusammenhänge zwischen Ideologie, Film- und Alltagsgeschichte in der DDR deutlich. 2009 wurden ca. 400 betreute Angebote gebucht, darunter Führungen, auch in englischer Sprache, Workshops für Schüler- und Kita-Gruppen oder Kindergeburtstage. Familien und Gruppen aus Schulen, Kitas und Horten nutzten die Familienausstellungen „Hexe Lilli“ und „Sandmann“ zum aktiven Mitmachen und Gestalten.

Das Themenspektrum der hochgelobten und tief lotenden Film- und Veranstaltungsprogramme des Filmmuseums ist weitgefächert. Vom Gastspiel des Zanzibar International Film Festival bis zu Reihen zur Wendezeit vor 20 Jahren: hier zeigt sich der Ort Kino in allen Dimensionen. Illustere Gäste wie Roman Polanski am Jahresanfang und Jörg Schüttauf am Jahresende verliehen dem Museum darüber hinaus stundenweise ihr Charisma.

Die Welte-Kinoorgel hatte 80. Geburtstag und neben regelmäßigen Stummfilmkonzerten gibt es eine neue Publikation zu ihrer Geschichte. Bei einem Berliner Verlag erschien das vom Museum herausgegebene Buch „Der ungeteilte Himmel“ mit Schauspielererinnerungen. Und zum Jahresende erscheint eine lexikalische Grundlagenarbeit zum Nachschlagen „Film in der DDR. Daten, Fakten, Strukturen“, ein 579-Seitenwerk von Günther Jordan.

Die Sammlungen sind reicher geworden. Aus dem Studio Babelsberg kamen zukünftige Ausstellungsstücke zu aktuellen Filmen wie „Operation Walküre“, „Der Vorleser“ und „The Ghost“. Regisseure wie Helmut Dziuba und Hermann Zschoche oder die Kameramänner Peter Brand und Hans-Eberhard Leupold vertrauten dem Museum ihre Arbeitsunterlagen an. Für Asta Nielsen, den ersten Filmstar Babelsbergs und Europas war 1911/12 das Babelsberger Glasatelier in Windeseile errichtet worden. Der Nachlass ihres Nachlassverwalters machte auch die Bestände zu dieser einst gefeierten Mimin reicher. Foyer-Ausstellungen bieten der Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich von den Erwerbungen selbst ein Bild zu machen: So standen in diesem Jahr u.a. die Fotografen Manfred Thomas und Roland Gräf im Fokus.

Weil das Land Brandenburg Personal abbauen muss, arbeiten auch im Filmmuseum Potsdam immer weniger Menschen. Aus diesem Grunde sieht sich das Museum gezwungen, ab 1. Januar 2010 montags ein Schließtag einzuführen.

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