Werbung

Neue Kommentare

Claus Friede zu „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms : Danke für Ihren Kommentar, Herr Zurch.
We...

Bernd Zurch zu „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms : Vielen Dank. Warum gibt es keine Sternchen mehr? ...
Martin Zopick zu „Nocturnal Animals” – Rachethriller als bittere Selbsterkenntnis : Der zweite Film von Tom Ford und der ist gar nich...
Michaela zu „Midsommar”. Die sonnendurchfluteten Abgründe des Ari Aster: Einer der magnetisierendsten Filme, die ich seit ...

Hamburger Architektur Sommer 2019


News-Port

Bilanz 2009 des Filmmuseums Potsdam

Drucken
Montag, den 28. Dezember 2009 um 22:39 Uhr
Mehr als 80 Tausend Besucher kamen 2009 in den Marstall, das bedeutet eine Steigerung um 15 %, gegenüber dem Vorjahr, die guten Besucherzahlen im Kino und vor allem der sehr erfolgreichen Sandmann-Ausstellung zu verdanken sind. Auch die Familienausstellungen „Hexe Lilli geht zum Film“ und „Glück für alle“, zu den ostdeutschen Filmen der 1950er Jahre, zogen aufmerksame und aktive Besucher an, die in einem Museum nicht nur schauen, sondern auch etwas erfahren möchten. Das überregionale Medienecho kann man sich besser kaum wünschen, sogar im chinesischen und französischen Fernsehen kam die Familienausstellung „Sandmann auf Reisen“ vor. An der Aktion „Das längste Sandmannbild der Welt“ mit dem der Marstall für drei Wochen innen und außen geschmückt wurde, beteiligten sich 10.000 Fans aus Australien, Albanien und ganz Europa.

Projekte für Gruppen, nicht nur für Schüler, sondern für Menschen jedes Alters, die sich einen Film anschauen, die permanente Ausstellung zu Film- und Zeitgeschichte besuchen und anschließend mit Zeitzeugen oder einem Geschichtskenner diskutieren, finden immer mehr Interessenten. Themenangebote wie „Propaganda im Film“ oder „Jugend in den 50er Jahren“ machen Zusammenhänge zwischen Ideologie, Film- und Alltagsgeschichte in der DDR deutlich. 2009 wurden ca. 400 betreute Angebote gebucht, darunter Führungen, auch in englischer Sprache, Workshops für Schüler- und Kita-Gruppen oder Kindergeburtstage. Familien und Gruppen aus Schulen, Kitas und Horten nutzten die Familienausstellungen „Hexe Lilli“ und „Sandmann“ zum aktiven Mitmachen und Gestalten.

Das Themenspektrum der hochgelobten und tief lotenden Film- und Veranstaltungsprogramme des Filmmuseums ist weitgefächert. Vom Gastspiel des Zanzibar International Film Festival bis zu Reihen zur Wendezeit vor 20 Jahren: hier zeigt sich der Ort Kino in allen Dimensionen. Illustere Gäste wie Roman Polanski am Jahresanfang und Jörg Schüttauf am Jahresende verliehen dem Museum darüber hinaus stundenweise ihr Charisma.

Die Welte-Kinoorgel hatte 80. Geburtstag und neben regelmäßigen Stummfilmkonzerten gibt es eine neue Publikation zu ihrer Geschichte. Bei einem Berliner Verlag erschien das vom Museum herausgegebene Buch „Der ungeteilte Himmel“ mit Schauspielererinnerungen. Und zum Jahresende erscheint eine lexikalische Grundlagenarbeit zum Nachschlagen „Film in der DDR. Daten, Fakten, Strukturen“, ein 579-Seitenwerk von Günther Jordan.

Die Sammlungen sind reicher geworden. Aus dem Studio Babelsberg kamen zukünftige Ausstellungsstücke zu aktuellen Filmen wie „Operation Walküre“, „Der Vorleser“ und „The Ghost“. Regisseure wie Helmut Dziuba und Hermann Zschoche oder die Kameramänner Peter Brand und Hans-Eberhard Leupold vertrauten dem Museum ihre Arbeitsunterlagen an. Für Asta Nielsen, den ersten Filmstar Babelsbergs und Europas war 1911/12 das Babelsberger Glasatelier in Windeseile errichtet worden. Der Nachlass ihres Nachlassverwalters machte auch die Bestände zu dieser einst gefeierten Mimin reicher. Foyer-Ausstellungen bieten der Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich von den Erwerbungen selbst ein Bild zu machen: So standen in diesem Jahr u.a. die Fotografen Manfred Thomas und Roland Gräf im Fokus.

Weil das Land Brandenburg Personal abbauen muss, arbeiten auch im Filmmuseum Potsdam immer weniger Menschen. Aus diesem Grunde sieht sich das Museum gezwungen, ab 1. Januar 2010 montags ein Schließtag einzuführen.

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Bilanz 2009 des Filmmuseums Potsdam

Mehr auf KulturPort.De

Add art – zum 7. Mal Einblicke in die vielfältige unternehmerische Beschäftigung mit Kunst
 Add art – zum 7. Mal Einblicke in die vielfältige unternehmerische Beschäftigung mit Kunst



Hamburgs Unternehmen können sich der Öffentlichkeit als Kunstförderer vorstellen, die Öffentlichkeit hat die einmalige Chance, Sammlungen kennenzulernen, zu  [ ... ]



Katrin Bethge: Lichtdurchflutet
 Katrin Bethge: Lichtdurchflutet



Seit Ende der 1990er Jahre inszeniert die in Hamburg lebende Künstlerin Katrin Bethge mit Licht – Innen- und Außenräume.
Seit dem Wochenende und noch bis z [ ... ]



„The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms
 „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms



Vorbei der fiebrige Glamour und die trügerische Romantisierung von „Goodfellas”, Verbrechen ist in „The Irishman” ein eher eintönig sorgenvolles Metier [ ... ]



Still in the Woods: Flying Waves
 Still in the Woods: Flying Waves



Schon in einer vorangegangenen KulturPort.De-Besprechung zum ersten Album (Rootless Tree) von „Still in the Woods“ kam das bemerkenswerte Potential der Band  [ ... ]



„Halloween“-Opern-Slam im Opernloft Altona
 „Halloween“-Opern-Slam im Opernloft Altona



Ein ungewöhnlich schönes Ambiente, ganz erstaunliche Stimmen und ein Spaßfaktor, wie er in der klassischen Musik wohl einmalig ist: Der „Halloween“-Sänge [ ... ]



Gottes Wort oder Menschenwerk? Zwei Bücher über die Geschichte der Bibel
 Gottes Wort oder Menschenwerk? Zwei Bücher über die Geschichte der Bibel



Die Bibel, sagt Arno Schmidt, sei „ein unordentliches Buch mit 50.000 Textvarianten“. Auch wenn diese Zahl groß klingt – damit hat er gewiss noch heftig u [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.