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Regisseur Fatih Akin wehrt sich gegen Stigmatisierung

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Montag, den 28. Dezember 2009 um 14:04 Uhr
Regisseur Fatih Akin will nach "Soul Kitchen" erst einmal keine Komödie mehr drehen. "Weil das so schwer ist, werde ich das nicht ständig machen. Ich glaube, alle zehn Jahre", sagte Akin dem "Weser-Kurier". Der Regisseur will sich jetzt wieder auf ernstere Stoffe konzentrieren.

Die Begründung: "Es ist nicht leicht, Menschen zum Lachen zu bringen, vor allem nicht international. Mit Schmerzen ist das viel einfacher. Wenn du eine Mutter zeigst, deren Kind stirbt, dann kennt jeder diesen Schmerz, da musst du nicht viel mehr erzählen. Aber was bringt Leute verschiedener Kulturen zum Lachen? Da einen gemeinsamen Nenner zu finden, ist viel schwieriger." Genauso schwierig, wie das Stigma des Migrations-Regisseurs los zu werden. "Durch Gegen die Wand und Auf der anderen Seite bin ich stigmatisiert", so Akin weiter. "Ich könnte einen Film über Außerirdische machen, über Leute vom Mars, die auf der Erde landen. Alle würden sagen, okay, es geht wieder um Migration." Dabei sei das "innerlich" nicht sein Thema: "Mich interessieren Sachen wie Liebe und Verrat, Tod und Teufel, so was halt."

Quelle: Weser-Kurier

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