Neue Kommentare

Stipe Gojun zu „La Vérité” Hirokazu Kore-eda und der Mythos Familie : Ach, wie gern würde ich heute ins Kino gehen. Ob...
Frank-Peter Hansen zu Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition: Im Spätherbst letzten Jahres anlässlich einer S...
bbk berlin zu Dortmund geht neue Wege bei der Kunst-Förderung: Die Berliner Künstler*innen freut es sehr, dass ...
Markus Semm zu Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition: Sehen Sie: Der Unterschied zw. Heidegger und Cass...
Karin Schneider zu Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition: Ein großartiger Artikel! Stefan Diebitz schafft ...

Hamburger Architektur Sommer 2019


News-Port

Wettbewerbausschreibung: Umgestaltung des Lueger-Denkmals

Drucken
Mittwoch, den 23. Dezember 2009 um 11:09 Uhr
"Open Call" für die Umgestaltung des Lueger-Denkmals in ein Mahnmal gegen Antisemitismus und Rassismus in Österreich.

Inhaltliche Thematik und Ziel
Die Wahlkämpfe in- und außerhalb Österreichs zeigen, wie sehr Antisemitismus von Parteien und sozialen Gruppen bis heute politisch instrumentalisiert wird. Antisemitische Agitation ist meist Teil einer umfassenden rassistischen Rhetorik, die versucht durch „Stammtischargumente“ zu punkten.

Das Denkmal für den ehemaligen Wiener Bürgermeister Karl Lueger (1897-1910) wurde 1926 enthüllt und prägt bis heute den gleichnamigen Platz im Zentrum Wiens. Das Ehrenmal heroisiert dadurch Karl Lueger als Politiker und Bürgermeister. Es verschweigt allerdings, dass er das Amt aufgrund seiner populistischen und antisemitischen Hetze erreicht hat. Adolf Hitler bewunderte ihn später dafür und widmete ihm sogar mehrere Seiten in seinem Buch „Mein Kampf“.

Trotz jahrzehntelanger Diskussionen und zahlreicher Interventionen steht das Denkmal bis heute an prominenter Stelle im ersten Bezirk in Wien. Alle bisherigen Anträge zur Umbenennung des Lueger-Platzes und des Lueger-Rings wurden von der Stadt Wien abgelehnt.
Politiker_Innen, die sich des Antisemitismus bedienen, sollten nicht mehr durch Denkmäler und Straßennamen geehrt werden. Die Tatsache, dass es passiert, soll aber auch nicht verschwiegen werden. Deshalb fordert der Arbeitskreis, dass das Lueger-Denkmal nicht einfach abgerissen, sondern in ein Mahnmal gegen Antisemitismus und Rassismus in Österreich umgestaltet wird.

Eine internationale Jury wird im März 2010 einen Entwurf auswählen. Zentraler Bestandteil des Open Calls wird eine Publikation und eine Ausstellung sein, wo alle eingesandten Entwürfe präsentiert werden. Der Arbeitskreis wird sich für die Umsetzung dieses Entwurfes einsetzen.


Kriterien der Einreichung
Das Mahnmal gegen Antisemitismus und Rassismus in Österreich soll Karl Lueger als historische Person thematisieren. Am Lueger-Platz soll ein Mahnmal entstehen, das sich gegen jede Form von antisemitischer und rassistischer Agitation wendet. Sowohl die historischen Umstände als auch die gegenwärtige Situation können hierbei zum Gegenstand des umgestalteten Lueger Denkmals werden.

Schicken Sie Ihre Beiträge in digitaler Form (300 dpi / Größe A5 / jpeg / nicht größer als 5 MB / oder als pdf) an:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
oder per Post an:
Universität für angewandte Kunst Wien, Klasse Kunst und Kommunikative Praxis, z. H. Univ.-Lekt. Mag. art. Martin Krenn, Oskar Kokoschka-Platz 2, A-1010 Wien, Österreich

Die Einreichung sollte neben dem Entwurf folgende Informationen beinhalten: Einreicher_In (Einzelperson oder Kollektiv); Projekttitel; Adresse; Telefon/Fax; E-Mail; Website; Ansprechpartner_In; Schätzung der Kosten bei Umsetzung; Bitte legen Sie eine Einverständniserklärung bei, sodass die Skizzen und Texte Ihrer Einreichung sowohl auf der Website in der Publikation als auch in der Ausstellung öffentlich gezeigt werden dürfen.

Jury
Aleida Assmann, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, Professorin an der Universität Konstanz
Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien
Eva Blimlinger, Historikerin
Felicitas Heimann-Jelinek, Chef-Kuratorin jüdisches Museum Wien
Johanna Kandl, Künstlerin, Professorin an der Universität für Angewandte Kunst
Lisl Ponger, Künstlerin
Doron Rabinovici, Schriftsteller, Essayist und Historiker
Martin Krenn mit Vertreter_Innen des Arbeitskreises (zusammen eine Stimme)

Quelle: www.luegerplatz.com

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Wettbewerbausschreibung: Umgestaltung des Lue...

Mehr auf KulturPort.De

BuchDruckKunst 2020 – Das Magazin
 BuchDruckKunst 2020 – Das Magazin



Menschen, Bücher, Sensationen: An diesem Wochenende, vom 27. bis 29. März 2020, sollte die renommierte BuchDruckKunst im Museum der Arbeit stattfinden. Ein Hig [ ... ]



Eoin Moore und Anika Wangard – eine Begegnung
 Eoin Moore und Anika Wangard – eine Begegnung



Eigentlich bin ich nicht besonders scharf auf Krimis. Wenn sie allerdings sehr gut sind, relativiert sich das. Wahrscheinlich befinde ich mich tief im Mainstream [ ... ]



„Waves” – Trey Edward Shults’ Opulenz der Emotionen
 „Waves” – Trey Edward Shults’ Opulenz der Emotionen



„Waves” ist ein visuell waghalsiger Kraftakt, überwältigend, mitreißend, voller Zärtlichkeit, trügerischer Hoffnungen und zerborstener Träume. US-Regis [ ... ]



Egon Friedell: Der Schatten der Antike
 Egon Friedell: Der Schatten der Antike



82 Jahre nach dem Freitod Egon Friedells liegt – endlich! – das letzte Kapitel seiner „Kulturgeschichte des Altertums“ vor, und jeder, dem die Gedanken d [ ... ]



Horst Hansen Trio: Live in Japan
 Horst Hansen Trio: Live in Japan



Nix da Japan – Krefeld (クレーフェルト). In solchen pandemischen Zeiten reist man nicht und wenn, dann nur virtuell. Spielerisch, alles ist spielerisch  [ ... ]



Literarische Neuentdeckung aus alter lettischer Zeit: Das Prosapoem „Straumēni“
 Literarische Neuentdeckung aus alter lettischer Zeit: Das Prosapoem „Straumēni“



Was für ein Glücksfall: Ein Antiquariatsfund in Rīga führte 2018 dazu, dass das Prosapoem „Straumēni“ von Edvarts Virza nun auch für deutschsprachige L [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.