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Der Senat hat dem Schriftsteller und Publizisten Klaus Harpprecht den Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg 2009 zugesprochen.

Er folgte damit dem Vorschlag des fünfköpfigen Preisrichterkollegiums. In der Jurybegründung heißt es unter anderem: „Klaus Harpprecht gehört seit der Gründung der Bundesrepublik zu dem halben Dutzend politischer Journalisten, die die Publizistik des Landes geistig und schreiberisch geprägt haben. Seine Weltläufigkeit und sein internationales Ansehen sind im deutschen Journalismus fast ohne Vergleich. 1995 legte Harpprecht zudem eine monumentale Biographie Thomas Manns vor, die durch stofflichen Reichtum und die Vielfalt innerer Bezüge besticht, nicht zuletzt durch eine sprachlich-stilistische Eleganz, die ein besonderes Kennzeichen dieses Autors ist und sich bis in sein neuntes Lebensjahrzehnt bewährt. Harpprecht ist in seinem langen literarisch-publizistischen Wirken eine erstaunliche Synthese von Kultur und Politik, Macht und Geist, Journalismus und Literatur gelungen.“

Das Stipendium des Lessing-Preises 2009 erhält der 1971 in Hamburg geborene Schriftsteller Jan Wagner. In der Begründung des Kollegiums heißt es dazu: „Jan Wagner gehört zu den begabtesten jüngeren Lyrikern in Deutschland. Seine Gedichte leben von einer ungewöhnlichen Sprachkunst, die sich gleichermaßen an ausgefallenen wie an alltäglichen, scheinbar banalen Motiven entfaltet und die einen starken Sog auf den Leser ausübt. Wagner arbeitet mit professioneller Ernsthaftigkeit und beherrscht souverän die Formen der Lyrik. Er zeigt dabei große Sensibilität und tiefen Humanismus.“

Der Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg ist einer der ältesten und renommiertesten deutschen Kulturpreise. Er wurde im Jahr 1929 vom Hamburger Senat anlässlich des 200. Geburtstages von Gotthold Ephraim Lessing gestiftet und wird alle vier Jahre verliehen. Mit dem Preis werden Autoren und Gelehrte geehrt, „deren Werke und Wirken unter dem hohen Anspruch, den der Namensgeber des Preises setzt, eine entsprechende Auszeichnung verdienen“. Die Preisträger sollen sich im Sinne Lessings den Maximen der Aufklärung verpflichtet fühlen und sie in ihrer geistigen Arbeit zum Ausdruck bringen. Die Stipendiaten sollen in ihrer Arbeit eine besondere Beziehung zu Hamburg haben.

Preisträger waren unter anderem Hans Henny Jahnn, Hannah Arendt, Peter Weiss, Walter Jens, Max Horkheimer, Jean Améry, Alexander Kluge, Raymond Klibansky, Jan Philipp Reemtsma, Botho Strauss und Karl Schlögel.

Prof. Dr. Karin v. Welck, Senatorin für Kultur, Sport und Medien, wird den Preis und das Stipendium in einer Feierstunde am Sonntag, dem 7. Februar 2010, um 11 Uhr, im Thalia-Theater überreichen. Diese Veranstaltung wird zugleich Abschluss der Lessingtage 2010 des Thalia-Theaters sein.

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