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Kulturstaatsminister Bernd Neumann: Förderung des Kulturerbes im östlichen Europa stärkt europäischen Einigungsprozess

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Mittwoch, den 16. Dezember 2009 um 14:15 Uhr
Das Bundeskabinett hat heute den vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Staatsminister Bernd Neumann, vorgelegten "Bericht der Bundesregierung über die Maßnahmen zur Förderung der Kulturarbeit gemäß § 96 Bundesvertriebenengesetz (BVFG) in den Jahren 2007 und 2008" beschlossen.
Kulturstaatsminister Bernd Neumann betonte nach der Kabinettsbefassung, dass dem Kulturerbe der Deutschen im östlichen Europa im Zuge des europäischen Einigungsprozesses eine besondere kulturelle und gesellschaftliche Brückenfunktion zukomme: "Die Erinnerung an die gemeinsamen und wechselseitigen kulturellen Wurzeln ist dabei genauso wichtig wie die Zusammenarbeit und der Austausch bei den sensiblen und schmerzhaften Themen der Vergangenheit. Der von meinem Haus vorgelegte Bericht dokumentiert eindrucksvoll anhand zahlreicher Beispiele aus den vergangenen Jahren, dass national wie auch grenzüberschreitend die gemeinschaftliche Pflege des kulturellen Erbes eine hohe Wertschätzung genießt und zunehmend zur Normalität wird. Diese positive Entwicklung, die der Bund in Zusammenarbeit mit den Ländern gestaltet, muss weiterentwickelt und ausgeweitet werden."

Der Bericht zeigt die vielfältigen Förderaktivitäten im Bereich der einschlägigen Museen und Einrichtungen der kulturellen Bildung, an Forschungsinstituten und Projektbereichen zahlreicher Universitäten sowie in Bibliotheken und Archiven auf. Unter dem Motto "Kulturerbe erschließen, um Zukunft zu gestalten" entwickelt er außerdem Leitgedanken zur Aktualität, zum Stellenwert und zu den Herausforderungen dieser Kulturförderung. Der Staatsminister erklärte weiter: "Der Bund wird auch künftig dafür Sorge tragen, dass die Erinnerung an die Kulturgeschichte der Deutschen im östlichen Europa im Geist der Zusammenarbeit und der Versöhnung fortgeschrieben werden kann und zu einem Baustein eines kulturell selbstbewussten Deutschlands und eines gemeinsamen Europas wird."

Bund und Länder haben den gesetzlichen Auftrag, das Kulturgut der historischen deutschen Ost- und Siedlungsgebiete im Bewusstsein der Vertriebenen und Flüchtlinge, des gesamten deutschen Volkes und des Auslandes zu erhalten. Diese kulturpolitische Aufgabe hat der BKM in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt und im Berichtszeitraum zwischen den Jahren 2007 und 2008 mit insgesamt mehr als 28 Millionen Euro gefördert.

Der Bericht ist unter www.kulturstaatsminister.de verfügbar.

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