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23. Journalistentag - Arbeit so billig wie Dreck

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Montag, den 14. Dezember 2009 um 11:43 Uhr
Das Gebot der Stunde, für all diejenigen, denen ein demokratisches Rundfunksystem am Herzen liegt, ist die Veränderung des ZDF-Staatsvertrages. Das konstatiert Prof. Dr. Dieter Dörr in seiner Kolumne in "M Menschen Machen Medien" 12 / 2009. Der ausgewiesene Rechtsexperte plädiert für einen "unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk und für Qualitätsjournalismus". Die Zusammensetzung des ZDF-Verwaltungsrates sei "mit dem Grundsatz der Staatsferne nicht vereinbar". Der einzige Erfolg versprechende Weg, diesen unhaltbaren Zustand zu beenden, sei eine Normenkontrollverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht.

Die "Causa Nikolaus Brender", Anlass für Dörrs klare Argumentation, traf den 23. Journalistentag von ver.di Ende November in Berlin in besonderer Weise. Der ZDF-Chefredakteur hatte wegen der Querelen um seine Person kurzfristig abgesagt. Die politische Einflussnahme auf die Besetzung des ZDF-Chefredakteurs passte indes zum Thema der Veranstaltung: "Vom Wert unserer Arbeit". "Ölfleckartig" breite sich der Niedriglohnsektor aus, auch im Medienbereich, und befördere die Unterbietungskonkurrenz. "Arbeit wird so billig wie Dreck", prangerte der letzte Vorsitzende der IG Medien Detlef Hensche an. M spiegelt in ihrer letzten Ausgabe des Jahres 2009 die interessanten Vorträge und die lebhafte Diskussion der 150 aus der gesamten Bundesrepublik angereisten Medienschaffenden. Im Mittelpunkt stand das Ringen um einen qualitativ hohen und unabhängigen Journalismus. Ihn gelte es, gegen "monopolisierte Einfalt", bei immer schlechteren Arbeitsbedingungen und mieser Bezahlung zu verteidigen. Eine vorgestellte Kampagne aus dem Norden macht Mut, sich gegen Zusammenlegungen von Redaktionen, Tarifflucht und Personalabbau aktiv zu widersetzen.

Einsparungen scheinbar ohne Ende in den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen füllen auch in der aktuellen M einige Seiten. Auf hartem Schrumpfkurs sind nach wie vor WAZ, DuMont Schauberg und Gruner+Jahr. Burda nutzt die "Gunst der Stunde" auf dem Wege der Verlagszersplitterung, einen unbequemen Betriebsrat raus zu kegeln.

Quelle: M Menschen Machen Medien

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