Neue Kommentare

Karin Schneider zu Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition: Ein großartiger Artikel! Stefan Diebitz schafft ...
S.Scheunemann-Eichner ,Silke zu Mühlenpfordt – Neue Zeitkunst. Reformarchitektur und Hochschullehre: Eine wunderbare Einführung zu der Ausstellung im...
Roman Brock zu „Intrige”. Roman Polański und das Recht auf Genie: Ein interessanter Standpunkt zum Thema Polanski ...
Sebastian Lande zu Vittorio Hösle: Globale Fliehkräfte. Eine geschichtsphilosophische Kartierung der Gegenwart. : Es gehört zum Begriff der Demokratie, dass besti...
Dr. Antje-Britt Mählmann zu Frischer Wind aus dem Norden – Naturmotive in der Helsinki School: Guten Abend,
kuratiert wurde die Ausstellu...

Hamburger Architektur Sommer 2019


News-Port

Tom Waits: Bob Dylan ist meine "Vaterfigur"

Drucken
Donnerstag, den 10. Dezember 2009 um 11:17 Uhr
Tom Waits, 60, zieht eine klare Grenze zwischen seiner Arbeit und seinem Leben. Seine öffentliche Rolle als exzentrischer Trunkenbold, die er lange Jahre gepflegt hat, existiert nicht mehr: "Ich bin seit 16 Jahren nüchtern", sagte der amerikanische Sänger und Schauspieler dem ZEITmagazin. "Ich führe ein anderes Leben." Sein Doppelleben vergleicht er mit dem eines Klempners: "Wenn du Klempner bist, dann ist das Klempnern das, was du tust - nicht das, was du bist. Es ist nicht alles. Selbst wenn du der beste Klempner der Stadt bist, rund um die Uhr arbeitest und ständig die tollsten neuen Klempnertricks erfindest - das Potenzial deiner Persönlichkeit ist nicht darauf beschränkt."

Um seine Songs zu schreiben, müsse er nicht unbedingt ein abenteuerliches Leben führen: "Jemand, der tatsächlich unter einer Brücke lebt, ist nicht unbedingt imstande, einen Song darüber zu schreiben", sagte Waits. Er könne sich aber nicht nur in jemanden hineinversetzen, der unter einer Brücke lebt: "Ich verstehe sogar, was Mord ist. Dafür muss ich nicht unbedingt jemanden umbringen." Waits staunt darüber, wie sehr andere Stars ihr Privatleben publik machen: "Manche gehen in Talkshows und weinen da. Ich sehe mir das an und denke: Warum macht ihr das bloß? Viele denken natürlich, wenn ich nicht hingehe, gibt es mich gar nicht mehr. Die sagen: Willst du denn nichts verkaufen? Aber es ist genug Platz für alle. Manchmal kann man auch alleine still in der Ecke stehen, und die Leute kommen trotzdem zu einem."

Bob Dylan ist für Tom Waits ein großes Vorbild: "Er ist für mich mehr als ein Mentor, er ist eine Vaterfigur, obwohl er nicht mal alt genug ist, um mein Vater zu sein. Als Musiker braucht man so jemanden. Mein eigener Vater ist abgehauen, als ich zehn war. Ich glaube, wenn so was passiert, geht man raus in die Welt und sucht nach dem Vater. Für mich war das Dylan. Ich bin mit seinen Songs aufgewachsen, sie haben mich dazu gebracht, selbst Songs zu schreiben."

Ende November ist Tom Waits' Live-CD Glitter & Doom erschienen. Ab Januar ist er in deutschen Kinos im neuen Film Das Kabinett des Dr. Parnassus von Terry Gilliam zu sehen - er spielt darin den Teufel.

Quelle: DIE ZEIT

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Tom Waits: Bob Dylan ist meine "Vaterfig...

Mehr auf KulturPort.De

„Willkommen! Bienvenue! Welcome!“ – Cabaret
 „Willkommen! Bienvenue! Welcome!“ – Cabaret



Hansa Theater ade, am Steindamm steht jetzt der Berliner Kit Kat Club.
Vergangenes Wochenende feierte das Erfolgsmusical „Cabaret“ in Deutschlands älteste [ ... ]



Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition
 Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition



In einer ziemlich rabiaten Kritik demontiert Frank-Peter Hansen den berühmtesten deutschen Philosophen des 20. Jahrhunderts.

Die letzten Jahre müssen schwer [ ... ]



„Bombshell”- Leinwandheldinnen in Zeiten von #MeToo
 „Bombshell”- Leinwandheldinnen in Zeiten von #MeToo



In „Bombshell - Das Ende des Schweigens” rekonstruiert Regisseur Jay Roach den Missbrauchsskandal beim rechtskonservativen US-Sender Fox News. Ein brisantes  [ ... ]



Johannes und Hanna Jäger. Ein Künstlerpaar auf Reisen
 Johannes und Hanna Jäger. Ein Künstlerpaar auf Reisen



Seinen neunzigsten Geburtstag feiert noch im Februar Johannes Jäger, langjähriger Kunstlehrer am Lübecker Johanneum und dazu ein renommierter Maler. Anlässli [ ... ]



„Goya, Fragonard, Tiepolo – die Freiheit der Malerei“
 „Goya, Fragonard, Tiepolo – die Freiheit der Malerei“



„Herzlich willkommen in der Hamburger Kunsthalle in unserer Ausstellung „Goya, Fragonard, Tiepolo – die Freiheit der Malerei“. Mit diesen Worten beginnt  [ ... ]



Annika Treutler – „Viktor Ullmann: Klavierkonzert, Op. 25 und Klaviersonaten Nr. 3 & 7"
 Annika Treutler – „Viktor Ullmann: Klavierkonzert, Op. 25 und Klaviersonaten Nr. 3 & 7



Man wüsste gern, wie diese Musik geklungen hat. „Huttens letzte Tage“ zum Beispiel, eine lyrische Symphonie für Tenor, Bariton und Orchester, op. 12. Vikto [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.