Neue Kommentare

Stipe Gojun zu „La Vérité” Hirokazu Kore-eda und der Mythos Familie : Ach, wie gern würde ich heute ins Kino gehen. Ob...
Frank-Peter Hansen zu Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition: Im Spätherbst letzten Jahres anlässlich einer S...
bbk berlin zu Dortmund geht neue Wege bei der Kunst-Förderung: Die Berliner Künstler*innen freut es sehr, dass ...
Markus Semm zu Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition: Sehen Sie: Der Unterschied zw. Heidegger und Cass...
Karin Schneider zu Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition: Ein großartiger Artikel! Stefan Diebitz schafft ...

Hamburger Architektur Sommer 2019


News-Port

Daniel Richter fürchtet um die Zukunft deutscher Kunst

Drucken
Montag, den 30. November 2009 um 10:08 Uhr
Daniel Richter, der aktuell gefragteste deutsche Maler, kritisiert die Schaffensbedingungen für Nachwuchskünstler in Deutschland. Der 46-Jährige, der sich als Kunstprofessor und Laudator beim Kunstpreis „Zeitsicht“ mit jungen Talenten beschäftigt, sagt: „Kunst ist mehr, als nur Produkte anzufertigen.

Für Künstler geht es darum, Ideen zu entwickeln und sich Freiraum zu schaffen, ohne immer nur an die Verwertung zu denken. Und da sieht es gar nicht mehr so gut aus in Deutschland.“ Jungen Künstlern fehlten der Platz und die Zeit zum Experimentieren. Richter verleiht den „Zeitsicht“-Kunstpreis des Management-Instituts hauserconsulting am 5. Dezember in Augsburg an die Malerin Ellen Gronemeyer.

Zuletzt hatte er bei Hausbesetzungen im Hamburger Gängeviertel für Aufsehen gesorgt, als er die Demonstranten – unter ihnen viele Künstler und Kreative – öffentlich unterstützt hatte. Die Besetzer hatten mit der Aktion kritisiert, dass in Hamburg und anderen Städten immer öfter preiswerter Wohnraum luxussaniert und damit unbezahlbar würde. Darunter litten vor allem Nachwuchskünstler, die ihre Atelierräume nicht mehr bezahlen könnten.

„Ökonomische und künstlerische Interessen gehen nicht zwangsläufig Hand in Hand“, bedauert Richter. „Das ist an ganz vielen Orten zu sehen: Selbst in einer kunstfreundlichen Stadt wie Berlin sind Eigentümer- und städtischen Interessen immer öfter konträr zu denen von Kunst.“

Trotz seines Erfolgs in den vergangenen Jahren (für seine Bilder zahlen Sammler oft sechsstellige Summen) zählt Richter sich selbst auch noch zu den junger Künstlern: „In der Kunst ist man als älterer Mensch jünger als in allen anderen Gesellschaftsbereichen – vergleichen Sie es mal mit Fußballern oder Schauspielern. Nur als Künstler zählt man in den 40ern noch nicht zu den Alten. Das liegt am Wesen der Kunst, die länger braucht, um Aufmerksamkeit zu erhalten und beim Betrachter anzukommen.“

Richters Zitate stammen aus einem Interview, das er hauserconsulting im Vorfeld der Verleihung des Kunstpreises „Zeitsicht“ gab.

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Daniel Richter fürchtet um die Zukunft deuts...

Mehr auf KulturPort.De

The Henry Girls: Shout, Sister Shout
 The Henry Girls: Shout, Sister Shout



Sie sind Irish, sie sind Geschwister, sie sind gut!
In dem Dreihundert-Seelen-Nest Malin (Irish: Málainn), in der Grafschaft Donegal, ganz im äußersten Norde [ ... ]



Meine kleine Schwester im Herzen, Regy Clasen. Ein persönlicher Nachruf von Purple Schulz
 Meine kleine Schwester im Herzen, Regy Clasen. Ein persönlicher Nachruf von Purple Schulz



Meine kleine Schwester im Herzen, Regy Clasen, hat am vergangenen Samstag ihre Flügel ausgebreitet und ist davongeflogen wie das Rotkehlchen vor ihrem Fenster,  [ ... ]



Anime: Psycho Pass – Sinners of the System
 Anime: Psycho Pass – Sinners of the System



Ein spannender Cyperpunk-Thriller, angesiedelt im 21ten Jahrhundert und gepaart mit actiongeladener Science-Fiction erzählt von drei verschiedenen Fällen rund  [ ... ]



Die letzten zehn Tage im Leben einer Ikone: „Ach, Virginia“. Ein Roman über Virginia Woolf
 Die letzten zehn Tage im Leben einer Ikone: „Ach, Virginia“. Ein Roman über Virginia Woolf



Virginia Woolf (1882-1941) ist eine Ikone der literarischen Moderne. Wie kaum eine andere Frau ihrer Zeit steht sie für das Ringen um Eigenständigkeit und Raum [ ... ]



BuchDruckKunst 2020 – Das Magazin
 BuchDruckKunst 2020 – Das Magazin



Menschen, Bücher, Sensationen: An diesem Wochenende, vom 27. bis 29. März 2020, sollte die renommierte BuchDruckKunst im Museum der Arbeit stattfinden. Ein Hig [ ... ]



Eoin Moore und Anika Wangard – eine Begegnung
 Eoin Moore und Anika Wangard – eine Begegnung



Eigentlich bin ich nicht besonders scharf auf Krimis. Wenn sie allerdings sehr gut sind, relativiert sich das. Wahrscheinlich befinde ich mich tief im Mainstream [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.