Werbung

Neue Kommentare

Ulrike Tempel zu Adventsmessen und Handwerkermärkte in Hamburg – Alle Jahre wieder...: Leider sind die Termine veraltet 2017 / 2018...
Irmgard Gottschlich zu 50 Jahre Sammlung Ulla und Heinz Lohmann: Herzliche Gratulation zu diesem Ereignis, nicht n...
Dr. Carola Siepmann zu Flucht ins Ungewisse - Ausstellung im Hamburger Rathaus: Hallo, gern hätte ich die Ausstellung heute ange...
Claus Friede zu „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms : Danke für Ihren Kommentar, Herr Zurch.
We...

Bernd Zurch zu „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms : Vielen Dank. Warum gibt es keine Sternchen mehr? ...

Hamburger Architektur Sommer 2019


News-Port

Deutscher Nachwuchsfilmpreis 2009 vergeben

Drucken
Dienstag, den 24. November 2009 um 13:30 Uhr
Eine schlaflose Nacht lag hinter rund 200 jungen Filmemachern aus Deutschland und aller Welt: Seit Donnerstag haben sie mitgefiebert, denn ihre Filme waren für eine der Auszeichnungen, die Sonntag Vormittag im Rahmen up-and-coming 2009 vergeben wurden, nominiert. Eine ebenfalls schlaflose Nacht absolvierten aber auch die Juroren des 10. Internationalen Film Festivals Hannover. Bis in die frühen Morgenstunden wurde hinter verschlossenen Türen diskutiert, argumentiert und abgewägt, doch dann fiel die Entscheidung.


'Deutscher Nachwuchsfilmpreis 2009'

Der 'Deutsche Nachwuchsfilmpreis 2009' ging an "Kleine Wölfe" von Justin Peach (*1982) aus Mainz, "Glioblastom" von Axel Ranisch (*1983) aus Berlin und "Hybris" von Florian Schnell (*1984) aus Ludwigsburg. Mit dem Publikumspreis wurden die Hannoveranerin Anna Kasten und ihr Film "Regenbogenengel" geehrt. Lobende Erwähnungen gab es für "Rikkomus" von Theo Solnik, "Die Arktis schmilzt" von Pia Genz, "Kopf" von Martin Jehle, "Stiller Frühling" von Nico Sommer und "Urs" von Moritz Mayerhofer. Der 'Deutsche Nachwuchsfilmpreis' wird drei Mal vergeben. Er ist mit jeweils 2.000 Euro dotiert; Preisstifter ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Auszeichnung geht außerdem mit einer Produzentenpatenschaft einher. Die Patenschaften übernehmen Bettina Brokemper, Christian Becker und Hans W. Geißendörfer.

Die ausgezeichneten Filme und Auszüge aus den Begründungen der Jury

"Kleine Wölfe" von Justin Peach aus Mainz
Zusammen mit anderen Kindern lebt der elfjährige Sonu auf den Straßen von Katmandu. Der Alltag in der chaotischen Stadt ist ein routinierter Kampf ums Überleben aber auch eine Suche – wie kleine Jungs nun einmal sind – nach Spaß und Abenteuer.
Das meint die Jury: "Eine Dokumentation auf Augenhöhe! Ein beeindruckender Film über die Straßenkinder Katmandus! Ein junger Filmemacher, der bereit ist für seinen Film alles zu geben... Der Film zeigt die Balance zwischen Armut und Würde, Turbulenz und tiefer Stille und ist zu keinem Zeitpunkt mitleiderhaschend oder voyeuristisch."

"Glioblastom" von Axel Ranisch aus Berlin
Im Leben von Stuntfrau Steffi läuft alles ganz gut, bis sie eines Tages einen Anruf von Mutti bekommt, die ihr mitteilt, dass Vater an einem Gehirntumor leidet. Steffi soll nach Hause kommen, um sich mit Vater zu versöhnen, was ihr nur dank der sprechenden, homosexuellen Tiere des Waldes gelingt...
Das meint die Jury: "In "Glioblastom" geht es um Leben, Tod, Familie und Selbstbestim-mung. Axel Ranisch und Tanja Bubbel haben daraus einen schrägen und äußerst unterhaltsamen Film gemacht (...) Eine Machart wie diese haben wir in Deutschland lange vermisst!"

"Hybris" von Florian Schnell aus Ludwigsburg
In einer Welt voller Krüppel raubt ein Bettler dem anderen seine Beinprothese. Ein Stilmix irgendwo zwischen Rotoskopie, Pixilation, Realfilm, Animation und Comic.
Das meint die Jury: "Eine wegweisende Collage moderner Stilmittel! Der Film erschafft in zwei Minuten eine eigene neue aufregende Welt. Wir sind sehr gespannt was wir von Florian Schnell in den nächsten Jahren sehen werden! Dieser Preis soll ihn dabei unterstützen!"

'International Young Film Makers Award'

Mit dem 'International Young Film Makers Award' wurden Kwok Zune (*1985) aus China für "A Day In A Life", Mahdi Jafari (*1982) für "Baba Ab Dad" (Father Gave Water) aus dem Iran und Ursula Ulmi (*1981) für "Die Kinder im Mond" geehrt. Den Publikumspreis bekam Miina Alajärvi aus Finnland für "The Electrician". Eine lobende Erwähnung gab es für "Zanav" von Veronica Kedar (*1984) aus Israel. Erstmals geht auch der 'International Young Film Makers Award' mit einer Produzentenpatenschaft einher: Lars von Triers Zentropa wird die Preisträger bei der Entwicklung eines neuen Drehbuchs unterstützen; die Organisation übernimmt Zentropa Norwegen.

Die ausgezeichneten Filme und Auszüge aus den Begründungen der Jury

"A Day In A Life" von Kwok Zune aus China
Zwischen Dokumentar- und Spielfilm erzählt Kwok Zune die Geschichte einer alte Frau, die mit ihren Habseligkeiten durch Hongkong zieht.
Das meint die Jury: "Dieser Film thematisiert die Einsamkeit der älteren Generation auf wunderschöne, einfühlsame Weise und erzählt von einer starken, allen Widrigkeiten zum Trotz ungebrochenen Persönlichkeit."

"Baba Ab Dad" (Father Gave Water) von Mahdi Jafari aus dem Iran
Symbolisch erzählt der Kurzspielfilm "Bab a Ab Dad" die Geschichte eines kleinen Jungen, der zu spät in die Schule kommt und sein Schreibzeug vergessen hat...
Das meint die Jury: "In nur drei Minuten macht der Film das Gefühl des Allein-Seins aber auch der Anteilnahme, die Kinder füreinander empfinden, erlebbar."

"Die Kinder im Mond" von Ursula Ulmi aus der Schweiz
Eine Gruppe Kinder schläft friedlich im Innern des Mondes – eines Nachts jedoch erwachen sie... Animationsfilm
Das meint die Jury: "Dieses bezaubernde Märchen hat uns alle begeistert. Ob Sound und Musik, Kreativität und Storyline: diese Produktion in jeder Hinsicht inspirierend!"

'Schülerfilm-Preis des BDK'
Der im Rahmen von up-and-coming 2009 zum zweiten Mal vom BDK e.V. Fachverband für Kunstpädagogik und mit 1.000 Euro dotierte 'Schülerfilm-Preis des BDK' geht an vier Teilnehmerinnen einer Dokumentarfilmwerkstatt der Willy-Brandt-Gesamtschule aus Köln und ihren Film "Danny Crash".

Der Film: Danny ist der coolste Hiphopper der Schule, aufgeblasen, rechthaberisch, immer mit frauenfeindlichen Sprüchen auf den Lippen. Doch hinter der Fassade gibt es auch einen anderen Danny. Eine Woche haben vier Schülerinnen der Willy-Brandt-Gesamtschule (Köln) Danny in seinem Leben begleitet und nach dem "versteckten Leben" in der Wirklichkeit gesucht....

up-and-coming 2009 – eine erste Bilanz: Bis zum 1. August waren junge Filmemacher aus aller Welt aufgerufen, ihre Arbeiten für das 10. Internationale Film Festival Hannover einzureichen. Mit insgesamt 2.950 Bewerbungen aus 60 Ländern verzeichnete up-and-coming 2009 erneut einen Einreichungsrekord. 105 deutsche Filme und weitere 106 aus 35 Ländern nahmen die erste Hürde: Sie wurden für den 'Deutschen Nachwuchsfilmpreis' oder den 'International Young Film Makers Award' nominiert und konkurrierten in den letzten drei Tagen um die Gunst des Publikums und der Jury. Außergewöhnlich war bei up-and-coming 2009 sowohl die Zahl der eingereichten Filme als auch die der anwesenden Filmemacher: Rund 300 Nachwuchsfilmer nahmen am Festival in Hannover teil; einige von ihnen sind dafür um die halbe Welt gereist. Eine größere Beteiligung habe es in der über 25jährigen Geschichte des Festivals noch nicht gegeben, so Festivalleiter Burkhard Inhülsen. Das 10. Internationale Film Festival Hannover erfreute sich eines enormen Interesses: Mehrere Tausend Zuschauer waren in den letzten Tagen ins CinemaxX Nikolaistraße gekommen; fast alle Vorstellungen waren ausverkauft, so auch die Preisverleihung im großen Kinosaal 7.

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Deutscher Nachwuchsfilmpreis 2009 vergeben

Mehr auf KulturPort.De

Impressionismus – Meisterwerke aus der Sammlung Ordrupgaard
 Impressionismus – Meisterwerke aus der Sammlung Ordrupgaard



Zum zweiten Mal zeigt die Hamburger Kunsthalle Meisterwerke aus dem dänischen Museum Ordrupgaard. Erst im Frühjahr war „Im Licht des Nordens“ zu Gast. Nun  [ ... ]



Kunstbetriebe3 – Skulptur verändert.
 Kunstbetriebe3 – Skulptur verändert.



11 Künstlerinnen und Künstler – 11 Betriebe: Künstler und Betriebe der Region Lübeck zusammenzubringen, ist das Vorhaben der „KunstBetriebe“, das in di [ ... ]



„Das unverlierbare Leben“ von Marion Tauschwitz – Unvergessliche Erinnerungen an Hilde Domin
 „Das unverlierbare Leben“ von Marion Tauschwitz – Unvergessliche Erinnerungen an Hilde Domin



„Hilde Domins Dichtung ist Spiegelbild ihres Lebens. Werk und Leben sind eng miteinander verknüpft. Das eine ohne das andere nicht denkbar“, schreibt Marion [ ... ]



Les Passions de l'Ame: Variety – The Art of Variation
 Les Passions de l'Ame: Variety – The Art of Variation



Johann Heinrich Schmelzer (1623-1680), Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704) und Johann Joseph Fux (um 1660-1741) gehören nicht zu den österreichischen Kompon [ ... ]



„Der Leuchtturm” – Robert Eggers und die Metaphorik des Wahnsinns
 „Der Leuchtturm” – Robert Eggers und die Metaphorik des Wahnsinns



Der US-amerikanische Regisseur Robert Eggers inszeniert seinen Film „Der Leuchtturm” ästhetisch virtuos als expressionistische finstere Horror-Mär zwischen [ ... ]



Add art – zum 7. Mal Einblicke in die vielfältige unternehmerische Beschäftigung mit Kunst
 Add art – zum 7. Mal Einblicke in die vielfältige unternehmerische Beschäftigung mit Kunst



Hamburgs Unternehmen können sich der Öffentlichkeit als Kunstförderer vorstellen, die Öffentlichkeit hat die einmalige Chance, Sammlungen kennenzulernen, zu  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.