Werbung

Neue Kommentare

Claus Friede zu „Der Leuchtturm” – Robert Eggers und die Metaphorik des Wahnsinns: Nein, nur eine kurze Pause......
Kalle mit der Kelle zu „Der Leuchtturm” – Robert Eggers und die Metaphorik des Wahnsinns: Seit November nichts Neues. Ist der Film-Blog ges...
Geli zu Impressionismus – Meisterwerke aus der Sammlung Ordrupgaard: Mal eine nette Eigenwerbung zur Abwechslung... gl...
Rudi Arendt zu Impressionismus – Meisterwerke aus der Sammlung Ordrupgaard: Reflexion der Landschaft - aktuelle impressionist...
Ulrike Tempel zu Adventsmessen und Handwerkermärkte in Hamburg – Alle Jahre wieder...: Leider sind die Termine veraltet 2017 / 2018...

Hamburger Architektur Sommer 2019


News-Port

Rückenwind für Verbindung von Musik und bildender Kunst auf der Leipziger Notenspur

Drucken
Montag, den 23. November 2009 um 11:33 Uhr
Die Teilnehmer einer Werkstatt am Sonnabend, 21. November, im Museum der bildenden Künste Leipzig (MdbK) haben sich mit klarer Mehrheit dafür ausgesprochen, den Beethoven-Klinger-Saal zum zentralen Erinnerungsort für die engen Beziehungen Beethovens zu Leipzig zu entwickeln und dort regelmäßig Beethovens Musik erklingen zu lassen.

Die historischen Gebäude der Leipziger Musikverlage, in denen Beethoven wichtige Werke verlegt hat, sind ebenso nicht mehr erhalten wie die Leipziger Uraufführungsstätten. Die Leipziger Notenspur-Initiative hatte deshalb am Sonnabend zu einer Werkstatt ins Leipziger Museum der bildenden Künste eingeladen.

Durch die Leipziger Notenspur wird die herausragende Leipziger Musiktradition mit ihren Erinnerungsorten verbunden und im Stadtraum erlebbar gemacht. Bei der Werkstatt in Kooperation mit dem MdbK, der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ (HMT) und Gewandhausmusikern wurden die Besucher gebeten, zwei Fragen zu beantworten: Vertieft die Musik Beethovens im Beethoven-Klinger-Raum den künstlerischen Eindruck? Welche Musik passt am besten zur Skulptur von Max Klinger und zur besonderen, durch einen hohen Nachhall geprägten Raumakustik?

Die Werkstatt mündete in ein klares Votum: Mehr als 90% der Teilnehmer sprechen sich in der Besucherumfrage dafür aus, an diesem Erinnerungsort regelmäßig Musik von Beethoven erklingen zu lassen.

Auch für die zweite Frage hat die Besucherumfrage wichtige Ergebnisse zu Tage gefördert.
Livemusik ist in ihrer Wirkung zwar nicht zu ersetzen, wie Musiker der HMT mit Beethovens Bläsersextett op.71 deutlich machten. Aber auch Musik von der Tonanlage erschließt vertiefende Eindrücke, wie sie allein durch Erläuterungen zu Beethoven und seiner Musik nicht möglich sind.

Den Werkstattteilnehmern wurde ein breiter Fächer von Musikstücken Beethovens angeboten. Das aussagekräftige Material aus der Umfrage unter den potenziellen Nutzern gibt in eine klare Richtung für die Musikauswahl an: Besonders geeignet sind Stücke mit getragenen Tempi ohne starke Lautstärkekontraste. Unter diesem Blickwinkel wird eine ganze Palette von Musik unterschiedlichen Charakters als besonders geeignet angesehen: von feierlich über andächtig bis zu klagend und zerrissen, von sinfonischer Musik bis zu Kammermusik. Favorit ist der 2. Satz des 5. Klavierkonzertes, das 1811 im Leipziger Gewandhaus uraufgeführt wurde. Danach folgen dicht aufeinander in der „Spitzengruppe“ die langsamen Sätze aus dem Streichquartett op.131, aus der 7. Sinfonie und dem sog. Geistertrio op.70.

Diese Stücke passen zum einen sehr gut zur Raumakustik mit ihrem großen Nachhall und erhalten durch die beinahe sakrale Klangatmosphäre eine geheimnisvolle Note.

Zum anderen betrachten sie Beethoven nicht nur aus dem Blickwinkel Klingers, sondern eröffnen durch die Musik eine andere Sicht auf Beethoven. Sie ermöglichen durch den spannenden musikalischen Kontrapunkt ein vertieftes Gespräch zu und mit Beethoven.

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Rückenwind für Verbindung von Musik und bil...

Mehr auf KulturPort.De

Welten: Akureyri
 Welten: Akureyri



Akureyri ist eine Stadt im äußersten Norden Islands. In dem idyllisch, an einem Fjord gelegenen Zwanzigtausend-Seelen-Ort sind mehrere Kulturzentren, dort lebe [ ... ]



Buddenbrook-Debütpreis 2019: „Otto“, ein tragisch-komischer Roman von Dana von Suffrin
 Buddenbrook-Debütpreis 2019: „Otto“, ein tragisch-komischer Roman von Dana von Suffrin



Die Gewinnerin des Debütpreises des Buddenbrookhauses und des Lions Clubs Lübeck-Hanse für 2019 steht fest: Dana von Suffrin erhielt den mit 2.000 Euro dotier [ ... ]



Aspekte Festival 2020 – Die Programmatik
 Aspekte Festival 2020 – Die Programmatik



Woraus besteht die Musik unserer Zeit, was macht sie aus? Und überhaupt: Ist es die, die wir hören, ist es die, die komponiert wird oder die, die zeitgenössis [ ... ]



Über die Mathematik des Wassers
 Über die Mathematik des Wassers



Pascal Dusapin, 1955 in Nancy geboren, ist einer der wichtigsten Impulsgeber der Gegenwartsmusik.
Im Gespräch zum 5. Philharmonischen Konzert des Philharmonis [ ... ]



Paolo Pellegrin. Un’Antologia
 Paolo Pellegrin. Un’Antologia



„Fotografie ist wie schreiben für mich“, sagt Paolo Pellegrin. „Es ist eine Stimme.“
Diese „Stimme“ ist extrem berührend, mitunter fast unerträg [ ... ]



Silvan Joray Trio: cluster
 Silvan Joray Trio: cluster



Als Student der Gitarristen Wolfgang Muthspiel und Lionel Loueke hat sich Silvan Joray zwei Schwergewichte als Musiker und Lehrer ausgesucht. Seinen Bachelor hat [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.