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Konferenz „Sharing is Caring“ lotet Modelle und Chancen des digitalen Teilens aus

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Montag, den 10. April 2017 um 12:59 Uhr
Die Digitalisierung hat starke Auswirkungen darauf, wie kulturelles Erbe in der Öffentlichkeit wahrgenommen, erinnert und genutzt wird. Teilen wir digitalisierte Kulturschätze im Internet und wenn ja, wie? Wem gestatten wir diese zu nutzen, um neue kreative Inhalte und Ideen zu entwickeln und Wissen zu mehren? Diese Fragen stellen sich für alle Kultur- und Gedächtnisinstitutionen.

Die Überlegungen zur freien Nutzung des digitalisierten Kulturerbes gehen jedoch über die gegenwärtigen Debatten zu Urheber- und Nutzungsrechten hinaus. Die Digitalisierung bietet große Chancen, viele Bevölkerungsgruppen am Kulturerbe teilhaben zu lassen und durch die Auseinandersetzung mit Objekten das Verständnis für die eigene Identität und andere Kulturräume zu fördern. Auf der Konferenz „Sharing is Caring – Hamburg Extension“ am 20. und 21. April 2017 diskutieren internationale Experten aus Europa, Neuseeland und den USA über neue Modelle der Verbreitung und Verwendung von Kulturerbe und über die damit verbundenen Potenziale und Herausforderungen. Das Motto der Tagung „Building Connectivity through Cultural Heritage“ verbindet Vorträge und Workshops zu Forschung und Praxis aus Kultur, Politik, Zivilgesellschaft, IT- und Kreativwirtschaft. „Sharing is Caring“ wird seit 2011 vom Statens Museum for Kunst in Kopenhagen (SMK) organisiert.

Die erste Tagung außerhalb Dänemarks findet in Hamburg statt, wo das Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) als erstes Kunstmuseum in Deutschland seit 2015 eine freie digitale Nachnutzung seiner nicht mehr urheberrechtlich geschütz-ten Bestände erlaubt. Ausgerichtet wird die Tagung in deutscher und englischer Sprache vom Institut für Kulturanthropologie der Universität Hamburg und dem MKG. Programm, Anmeldung und Tickets zu 55 Euro unter https://sharecare.nu/hamburg-2017/, #sharecarex
 
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Seit über 10 Jahren werden in den Hamburger Museumsstiftungen Kunstwerke systematisch in Datenbanken erfasst, gescannt und mit wissenschaftlichen Informationen versehen. Diese Arbeiten haben zu einer enormen Fülle an Daten geführt, die bislang zum weit überwiegenden Teil nur den Museen selbst zu Gute kommen. Im Rahmen der gesamtstädtischen open-data-Strategie fördert die Behörde für Kultur und Medien zahlreiche Projekte, mit denen dieses Gut der Öffentlichkeit digital zugänglich gemacht werden soll. Der offene Umgang mit den Daten durch eine kreative Öffentlichkeit kann dabei zu spannenden Dialogen mit den Kultureinrichtungen führen und deren Blickwinkel erweitern. Solche Kulturdaten sollten nach Möglichkeit öffentlich verfügbar sein.“
 
Prof. Dr. Sabine Schulze, Direktorin des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg: „Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg wurde 1877 eröffnet, um zu neuen kreativen Schöpfungen zu inspirieren und um Wissen weiterzugeben. Die freie Weitergabe von Daten und Mediendateien der digitalisierten Sammlungsobjekte erweitert unseren Gründungsauftrag nun in den digitalen Raum. Wir freuen uns ganz besonders, dass durch die Tagung ‚Sharing is Caring – Hamburg Extension‘ aufgezeigt wird, welche Potenziale die freie und uneingeschränkte Nachnutzbarmachung unseres gemeinsamen kulturellen Erbes für kreative Prozesse, Lernen und Innovation bieten kann.“
 
Prof. Dr. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg: „Für eine Universität der Nachhaltigkeit wie die Universität Hamburg erfüllt sich ihr Leitbild u. a. in dem Auftrag der wissenschaftlichen Bewahrung des kulturellen Erbes. Das geschieht durch die Erhaltung, Deutung und Erforschung historischer Zeugnisse. Um deren Zustand nicht zu schaden, digitalisiert die Universität historische Texte, Kunstwerke und andere Objekte in großem Stil im Rahmen ihrer ‚digital humanities‘. Wie und in welchem Umfang diese Digitalisate der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können und sollen, sind entscheidende Fragen.“
In den Vorträgen und Workshops geht es u.a. um Fragen zu Open Access, der kreativen und kommerziellen Nachnutzung und Lizensierung von digitalisiertem Kulturerbe, Datenkompetenzen und digitaler Teilhabe.
Die Hamburger Konferenz „Sharing is Caring – Hamburg Extension“ wird gefördert durch Wikimedia Deutschland e.V.
und Hamburg Kreativ Gesellschaft.
 
Programm „Sharing is Caring – Hamburg Extension“:
 
Thursday April 20th , Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG)
 
16:30 Pre-conference Exhibition Visits/Tours (start Foyer MKG)
Art Nouveau at the MKG (guided tour) | iBeacon Tour (only German) | Game Masters (self-guided)
 
18:00-20:00 Opening Reception
Sabine Schulze, Director of Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Carsten Brosda, Minister of Culture and Media, Freie und Hansestadt Hamburg
Merete Sanderhoff, Curator/Senior Advisor at SMK/Initiator, Sharing is Caring: How Starting Small Can Change the (Museum) World
Gertraud Koch, Professor of Cultural Anthropology, University of Hamburg/Antje Schmidt, Head of Digital Cataloguing, MKG: Sharing is Caring – Hamburg Extension
3D Show with “The Other Nefertiti” by Nora Al-Badri and Jan Nikolai Nelles
 
Friday April 21th, University of Hamburg
08:30-09:00 Registration
09:00-09.15 Welcome Address (Gertraud Koch, Antje Schmidt)
09:15-10:15 Keynotes - Simon Tanner, Professor of Digital Cultural Heritage at King’s College London: OpenGLAM – the Cultural, Social and Academic Importance of Sharing  |  Andrea Wallace, Postgraduate Researcher, PhD Candidate, University of Glasgow: Policies and Practices in Sharing Culture: Do It for the Users
10:15-10:45 Coffee Break
10:45-12:15 Workshop Session 1 (4 parallel workshops, see below)
12:15-13:15 Lunch
13:15-14:45 Workshop Session 2 (4 parallel workshops, see below)
14:45-15:15 Coffee Break
15:15-16:30 Panel Discussion
16:30-16:45 Closing Ceremony & Wrap Up
 
Workshop session 1: CC Change Your Mind: Ellen Euler, Deputy Manager of Finances, Law, and Communication, German Digital Library/Barbara Fischer, Curator for Cultural Partnerships, Wikimedia Germany  |  Reuse of Cultural Heritage: A Challenging Topic: Nora Al-Badri, Jan Nikolai Nelles, Artists, Berlin/Sarah Powell, Rights specialist at Auckland War Memorial Museum  |  Building Bridges between Cultural Institutions and Tech Communities: A Collaborative Handbook: Helene Hahn, Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. /Philipp Geisler, Project Manager Coding da Vinci Nord 2016  |  How to Make the Most Out of It: Reuse and Content Production for Learning: Douglas McCarthy, Art & Photography Collections Manager, Europeana/Friederike Fankhänel, Education of Art and Design at MKG
 
Workshop session 2: Step by Step: Ways Towards Open Access: Karin Glasemann, Digital Coordinator, Nationalmuseum Sweden/Antje Theise, Rare Book Librarian, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg  |  Economies of Sharing Digitized Cultural Heritage: Georg Hohmann, Head of Digitization, Deutsches Museum, Munich/Gertraud Koch, Professor of Cultural Anthropology, University of Hamburg/Mareike Schumacher, eFoto project, University of Hamburg  |  Sharing through Interaction. Socializing Media for Cultural Heritage Work: Mar Dixon, Cultural and Social Entrepreneur, UK  |  Sharing and Creating Knowledge: Crowdsourcing at the ETH Library in Zurich: Nicole Graf, Head of the Image Archive of the ETH library in Zurich
 
Quelle: Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
 
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