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Hamburger Architektur Sommer 2019



Kolumne – Meinung und Widerspruch

Meinung

Trennung auf Wunsch - Jürgen Fitschen verließ Schloss Gottorf

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann  -  Donnerstag, den 19. Januar 2012 um 16:55 Uhr
Trennung auf Wunsch - Jürgen Fitschen verlässt Schloss Gottorf

Die Pressemeldung war mehr als dürftig: „Die Wege von Dr. Jürgen Fitschen und dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte haben sich getrennt“, ließ Peter Harry Carstensen, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident und Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf am 23. November 2011 mitteilen – mit dem Zusatz, dass dies „auf Wunsch von Dr. Fitschen“ geschah.

Seitdem scheinen die Mauern auf der Schleswiger Museumsinsel noch dicker geworden zu sein, als sie ohnehin schon waren. Kein Kommentar, nirgendwo. Im Auflösungsvertrag wurde offenbar Stillschweigen vereinbart und das wiederrum legt nahe, dass Fitschens „fluchtartiger Abgang“ nach knapp zwei (von vertraglich auf fünf befristeten) Jahren doch nicht ganz so freiwillig war, wie allseits beteuert. Dafür spricht zum Beispiel, dass es seitens Fitschens keinerlei Vorwarnung gab.
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Die Hamburger Clubstiftung – die Selbsthilfe der etwas anderen Art

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Geschrieben von: Heiko Langanke  -  Donnerstag, den 10. November 2011 um 13:39 Uhr
Die Hamburger Clubstiftung – die Selbsthilfe der etwas anderen Art

Live-Musik-Clubs – jeder kennt sie, hat sie besucht und gar einen Teil seiner Jugend in ihnen verbracht, sich die Nacht und die Musik um die Ohren geschlagen und später manch Legende um sie gesponnen.
Musik in Clubs, egal ob Metal, Punk, Rock, Reggae, Jazz oder Folk, sind heute Teil einer jeden Sozialisation und Hörkultur zugleich. Sie mögen klein, schmuddelig, stickig, zu laut und vielleicht auch zu eng sein, aber genau das ist auch zugleich das Pendant zur großen, platznehmenden Hochkultur. In Clubs tobt sich im wahrsten Sinne des Wortes der Nachwuchs aus, experimentiert, setzt den Trend von Morgen und befriedigt ein Lebensgefühl, das sich aus Rock´n´Roll, Neugierde, Toleranz und Spontaneität speist. Unter anderen hat Autor Christoph Twickel diesen Spirit in seinem Buch „Läden, Schuppen und Kaschemmen“ eindrucksvoll dokumentiert.
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Theater und Kunst im Shopping-Alltag

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Geschrieben von: Carolin Peiseler  -  Montag, den 07. November 2011 um 00:15 Uhr
Theater und Kunst im Shopping-Alltag _ HSH-Bank Shopping Passage

Wir befinden uns Ende 2011 nach Zeitrechnung. Ganz Hamburg scheint am verkaufsoffenen Sonntag nur der Wunsch nach Shopping zu bewegen. Ganz Hamburg? Nein!
Ein von unbeugsamen Kulturschaffenden bevölkerter Info-Stand in der HSH Nordbank Shopping Passage hört nicht auf, für Theater und Kunst zu werben und versucht wacker, aus den Konsumenten von heute die Kulturinteressierten von morgen zu machen. Alexandra Ucke und Audrey Rina Sachse stehen seit 13.00 Uhr im Erdgeschoss der Einkaufspassage an ihrem Tischchen mit Prospekten der Hamburger Kammerspiele. Zur „Halbzeit“, so gegen 15.30 Uhr, haben sie ihrer Schätzung nach etwa 50 Personen in ein Gespräch verwickeln können. Immerhin! Auf Nachfrage zu den Stücken, die derzeit auf dem Spielplan stehen (z.B. „Das kunstseidene Mädchen“ bis 22. November 2011 und „Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm“ bis 24. Januar 2012) kommt auf den Punkt die Kurzfassung der Story gefolgt von dem Flyer mit den weiteren Informationen. Das macht neugierig auf mehr!
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Inkompetenz, Mutlosigkeit, Kungeleien

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann  -  Dienstag, den 18. Oktober 2011 um 10:03 Uhr
Inkompetenz, Mutlosigkeit, Kungeleien - Stiftung Historische Museen Hamburg

Was sich in und um die Stiftung Historische Museen Hamburg derzeit abspielt, ist so grotesk, dass man es kaum glauben mag.
Der Reihe nach: Im November 2010 erhielt Stiftungs-Vorstand Kirsten Baumann von der Kulturbehörde den Auftrag, ein Konzept zur Weiterentwicklung des Museumsverbundes (Altonaer Museum, Museum für hamburgische Geschichte, Museum der Arbeit, Helms-Museum Harburg) auszuarbeiten. Am 20. September 2011 wurde es im Kulturausschuss der Bürgerschaft mit Vertretern aller Parteien diskutiert und von Kultursenatorin Barbara Kisseler ausdrücklich gelobt und bekräftigt.
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Meine 11. Lange Nacht der Museen in Hamburg

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Geschrieben von: Claus Friede  -  Sonntag, den 17. April 2011 um 23:00 Uhr
Meine 11. Lange Nacht der Museen in Hamburg

Viel habe ich mir vorgenommen – wie immer zu viel. Und schließlich komme ich aus einem ein Quadratkilometer großen Umfeld gar nicht hinaus.
Meine Stationen, sechs an der Zahl, sind kurzweilig, spannend, faszinierend und die Lange Nacht verfliegt auf wundersame und wunderbare Weise.
Es ist sonnig, der Samstagabend angenehm mild und die Innenstadt ist voller Menschen. Zwischen Fußballfans aus Hamburg (dunkelblau) und Hannover (grün/rot) immer wieder ein Pulk von Menschen mit kleinen Heften (hellblau) in den Händen. Magisch angezogen scheinen die Kulturlemminge gen Deichtorhallen zuzustreben. Ich bewege mich in Gegenrichtung und komme mir vor wie ein Gegen-den-Strom-Marschierer.
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Zum Verschwinden von Ai Weiwei

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann  -  Freitag, den 15. April 2011 um 15:23 Uhr
Zum Verschwinden von Ai Weiwei

„Too big to die“ heißt es in Finanzkreisen oft, wenn ein Weltkonzern oder eine Großbank Gefahr laufen, Pleite zu machen und von der Bildfläche zu verschwinden: Zu groß, um zu sterben.
Unwillkürlich kam mir dieser Satz in den Sinn, als Ai Weiwei vor zwei Wochen verschwand. Man hatte vorher ja die leise Hoffnung, dass es bei ihm, dem international geehrten Popstar der Gegenwartskunst und unerschrockenen Regimekritiker tatsächlich so wäre: Dass dieser bedeutende Künstler, der zur documenta 12 eintausend und einen Chinesen nach Kassel holte und dabei nicht Müde wurde, Verstöße gegen Menschenrechte, wirtschaftliche Ausbeutung, Umweltverschmutzung, Behörden-Schlamperei und -Korruption in seiner Heimat zu kritisieren, nicht einfach ausgeschaltet werden kann.
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Warum es in Hamburg keine Künstlerfamilien gibt

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Geschrieben von: Claus Friede  -  Mittwoch, den 29. Dezember 2010 um 22:24 Uhr
alt

Schon seit langem beschäftigt mich die Frage, warum es in Hamburg keine oder, selbst bei großzügiger Betrachtung, nur extrem wenige Künstlerfamilien gibt, die es über Generationen in der Hansestadt gehalten hat oder ausgehalten haben.
Dafür gibt es viele Gründe: Jeder Nicht-Hamburger und all die vielen, die als "Reingeschmeckte" in der Stadt leben, kommen irgendwann einmal an diesen speziellen Punkt, die noch immer bestehenden Dünkel, die die Herkunft betreffen.
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Musikpreis HANS - der Branchenverstärker

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Geschrieben von: Dagmar Seifert  -  Donnerstag, den 18. November 2010 um 02:27 Uhr
Musikpreis HANS - der Branchenverstärker

Zum zweiten Mal wurde er verliehen: der Musikpreis HANS, Kind der IHM (Interessengemeinschaft Hamburger Musikwirtschaft).
Am 17. November war der große Abend, wieder im guten alten Gruenspan auf St. Pauli. Dieses Jahr gab es schon acht Kategorien, denen man einen Preis verpasste, 2009 nur vier.
Veranstalter Uriz von Oertzen erklärte den Namen der Auszeichnung: „Klingt doch wie Hanseat oder Hans Albers, das passt zu Hamburg.“
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Postmoderne – selbstverschuldete Unmündigkeit

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Geschrieben von: Pavel Vitalis  -  Donnerstag, den 11. November 2010 um 22:27 Uhr
Macht die Religion dumm? Ist die islamische Religion gewalttätig? Dies sind häufig gestellte Fragen in unserer Zeit.
Gleich vorweg: Keine Religion macht die Menschen dumm. Die Religionen lassen sich jedoch für verschiedene Zwecke instrumentalisieren. Der Islam ist durch seine Struktur z. B. für eine Radikalisierung sehr anfällig.
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Die Frankfurter Buchmesse und das Buch als Kulturgut

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Geschrieben von: Dagmar Reichardt  -  Dienstag, den 05. Oktober 2010 um 23:57 Uhr
Die Frankfurter Buchmesse und das Buch als Kulturgut

Die Frankfurter Buchmesse öffnet vom 6. bis 10. Oktober 2010 wieder ihre Tore – dieses Jahr mit dem Ehrengast Argentinien. Für das interessierte Publikum geht es vor allem um Orientierungshilfe, um in der Flut neuer Titel nicht zu ertrinken.
Wohingegen sich die Fachleute längst nicht mehr nur über die Neuerscheinungen informieren, sondern schon seit Jahren gespannt auf die technischen Schnäppchen und ultimativen Errungenschaften im elektronischen Literaturbetrieb blicken: Welches sind die diesjährigen Messe-Projekte – Stichwort „Flying Sparks“, „Frankfurt Hot Spots“ oder „StoryDrive“ – und wie funktionieren sie? Welche neuen Kreativpotenziale erschließt sich der „Crowdsourcing-Wettbewerb“? Was bietet die letzte Generation des „All-New Kindle“-Readers und welche Titel erscheinen in Deutschland transmedial, als Film, Hörbuch oder deutsches E-Book?
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Wir, das Team des Kinderbuchhauses Hamburg

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Geschrieben von: Dagmar Gaussmann-Läpple  -  Dienstag, den 28. September 2010 um 23:52 Uhr
Wir, das Team des Kinderbuchhauses Hamburg

Seit fünf Jahren sind wir mit wachsendem Erfolg unserer Arbeit zu Gast im Altonaer Museum. Nun hat der neue Senat beschlossen, dieses traditionsreiche Haus ohne Prüfung von Alternativen zum 1.1.2011 zu schließen.
Es gibt zahlreiche Gründe, um diese Schließung zu  verurteilen. Wir, das Team des Kinderbuchhauses, möchten unser Unverständnis für diese zerstörerische Art von Kulturpolitik zum Ausdruck bringen. Die Schließung eines ganzen Museums, die Auflösung einer gewachsenen Sammlung zerstört einen großen Teil des Gedächtnisses unserer Stadt und gibt ein verhängnisvolles Zeichen für die Wertschätzung der Kultur in Hamburg.
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Kulturpolitik in Hamburg: Altonaer Museum, nein - Polizei-Orchester, ja

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann  -  Freitag, den 24. September 2010 um 11:23 Uhr
Wir sind das Altonaer Museum

Das Altonaer Museum wird geschlossen, aber das Polizei-Orchester bleibt. Was für eine eklatante Fehlentscheidung!

Und dazu das unsägliche Prozedere: Kultursenator Reinhard Stuth fand vor der Senats-Pressekonferenz nicht die Zeit, Direktor Torkild Hinrichsen vom Aus seines Hauses zu informieren. Er meldete sich erst danach telefonisch. Einen schlechteren Führungsstil kann man sich kaum vorstellen.
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Nun also Schirmer...

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann  -  Mittwoch, den 15. September 2010 um 14:00 Uhr
Friedrich Schirmers überstürzter Rücktritt Deutsches Schauspielhaus in Hamburg

Nun also Schirmer. Der dritte Rücktritt in kürzester Zeit.
Frank Baumbauer mutmaßte eine „Hamburger Krankheit“ und dieser Gedanke ist nicht abwegig. Doch wie bei jeder Krankheit hat es keinen Zweck auf die Opfer einzuprügeln.
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The Beatles - Es war vor 50 Jahren...

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Geschrieben von: Jürgen Rau  -  Mittwoch, den 18. August 2010 um 17:11 Uhr
Indra - August 1960. Die Beatles betreten die Bühne der Indra! Von links nach rechts: John Lennon, George Harrison, Pete Best, Paul McCartney und Stuart Sutcliffe

Die Stadt Hamburg und ihre Medien haben kläglich versagt, um auf ihren unglaublichen Anteil an der an der noch unglaublicheren Geschichte der nach wie vor größten und besten Band der Welt hinzuweisen!
Gestern war es auf den Tag genau 50 Jahre her, dass die Beatles ihren ersten Auftritt in einem kleinen Club auf dem Hamburger Kiez spielten. Gemerkt hat dieses Ereignis an diesem historische Datum wahrlich gestern fast keiner.
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