Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 729 Gäste online

Neue Kommentare

Hans-Joachim Schneider zu Meine 18. Lange Nacht der Museen in Hamburg: Herrrlisch, würde der Rheinländer in mir sagen....
Wajda Art zu „A Beautiful Day”. Joaquin Phoenix- Racheengel oder Erlöser?: Wir suchen nach Enthusiasten der Kinematographie ...
Manfred Köck zu Im Wunderland der Wünsche. Laila Biali: schade, dass sie nicht mit ihren stammmusikern un...
Helmuth Barth zu Thomas Gainsborough – die moderne Landschaft: Vorausschicken möchte ich, dass ich neben Bilder...
Anna Grillet zu „Call Me by Your Name”. Die Sinnlichkeit des Luca Guadagnino: Leider nein, kann die bitterböse ästhetisch bri...

CDs KlassikKompass

Carl Philipp Emanuel Bach: Harpsichord Concertos

Drucken
(0 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Donnerstag, den 20. März 2014 um 12:25 Uhr
Carl Philipp Emanuel Bach Harpsichord Concertos

„Im Schatten großer Bäume wächst man nicht“, sagt ein deutsches Sprichwort. Ausnahmen bestätigen jede Regel, insbesondere wenn es um Johann Sebastian Bach und seine Söhne geht.
KulturPort.De hat sich in den letzten Wochen ausgiebig mit Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) und seinen Werken beschäftigt. Er feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum, er wäre 300 Jahre alt geworden.
 
Carl Philipp Emanuel Bach Harpsichord ConcertosBei weitem noch nicht so alt ist das Ensemble ‚Musica Amphion’, das 1993 durch den niederländischen Cembalo- und Bockflöten-Spezialist und Dirigent Pieter-Jan Belder gegründet wurde. Unterstützt von Rémy Baudet und Sayuri Yamagata (Violine), Staas Swierstra (Viola), Albert Brüggen (Cello) und Margaret Urquhurt (Violone, einem Gambeninstrument) ist den Musikern ein Meisterstück an Ausdrücken unterschiedlicher emotionaler Zustände gelungen. Erwähnenswert ist die feine hörbare Übertragung der Bach’schen Improvisationsfreude und Experimentierlust. Unwiderstehliche Tempi-Wechsel machen das g-Moll-Konzert für Cembalo, Streicher und basso continuo (Wq6) zu einem annähernd berauschenden Erlebnis. Komponiert während der Berliner Zeit Bachs, 1740. Neben den ruhigen harmonischen Elementen im 2. Satz (Largo) findet der Hörer bei CPE Bach auch immer schroffe, saltatorische und scharfe Rhythmen wie im 3. Satz (Allegro di Molto). Nach einem lebhaften Soloeinstieg, beruhigt CPE Bach hier mit dem zweiten dazukommenden Instrument schlagartig die Szenerie. Die Empfindsamkeit bleibt jedoch durchgängig erhalten.

Die Musiker müssen sich, so eine der Forderungen CPE Bachs, mit ganzer Seele ausdrücken und entfalten wollen. Das gelingt in dieser Aufnahme in vollem Umfang und es ist darüber hinaus das aufeinander Eingespielt-Sein des Ensembles spürbar. Die Bandbreiten der Gefühlsregungen übertragen sich auf den Hörer - was will man mehr?
 
Der Kammermusiksaal des Deutschlandfunks in Köln diente dem Ensemble im September 2013 als Aufnahme- und Klangraum. Umso verwunderlicher ist, dass das Begleitheft lediglich in englischer Sprache daherkommt und eine Punktgröße der Serifenschrift offeriert, die selbst junge Musikliebhaber Lupen hervorkramen lässt.
 
 
CARL PHILIPP EMANUEL BACH
Harpsichord Concertos
Pieter-Jan Belder (Cembalo)
Musica Amphion
Brilliant Classics
1094849 BRC
1CD 94849 5028421948492
 
Concerto in G Wq3
Concerto in G minor Wq6
Concerto in E Wq14
64:30 Min.
Zum Reinhören in sechs Minuten


Abbildungsnachweis:
Header: Musica Amphion. © Stichting Musica Amphion, Arnhem/NL.
CD-Cover

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Kolumne > CDs KlassikKompass > Carl Philipp Emanuel Bach: Harpsichord Concer...

Mehr auf KulturPort.De

Aspekte Festival 2018 – frozen gesture
 Aspekte Festival 2018 – frozen gesture



Welche kulturellen Spartenschubladen haben wir im Kopf? Wo ist der urbane, kulturelle Humus zu finden? Wieviel Bereitschaft zeigt Publikum für Entwicklungsphase [ ... ]



Meine 18. Lange Nacht der Museen in Hamburg
 Meine 18. Lange Nacht der Museen in Hamburg



...beginne ich, indem ich mit meinem Navi streite. Das tut so, als wüsste es nicht von der traurigen Tatsache, dass es in dieser Stadt mehr Baustellen als Kultu [ ... ]



Yvonne von Schweinitz: Syrien – Fragmente einer Reise. Fragmente einer Zeit
 Yvonne von Schweinitz: Syrien – Fragmente einer Reise. Fragmente einer Zeit



Wie nähert man sich in einer Fotoausstellung einem Land, deren Menschen tagtäglich durch Gewalt sterben, auf der Flucht, im Exil, traumatisiert sind, deren mat [ ... ]



„A Beautiful Day”. Joaquin Phoenix- Racheengel oder Erlöser?
 „A Beautiful Day”. Joaquin Phoenix- Racheengel oder Erlöser?



Lynne Ramsay inszeniert ihre virtuosen Thriller-Impressionen als Exkursion in die Abgründe der Seele.
Ein Auftragskiller ist Joe (Joaquin Phoenix) nicht, er t [ ... ]



Günter Grass-Haus Lübeck: George Bernard Shaw und die Fotografie
 Günter Grass-Haus Lübeck: George Bernard Shaw und die Fotografie



George Bernard Shaw (1856-1950) ist vor allem bekannt für sein dramatisches Werk, das über 50 Theaterstücke umfasst. Doch der Künstler hat sich zeitlebens in [ ... ]



Im Wunderland der Wünsche. Laila Biali
 Im Wunderland der Wünsche. Laila Biali



Wie konnte sich eine 16jährige Kanadierin, die Opernarien singt und klassische Pianistin werden will, zu einer über jeden „No street credibility“-Verdacht  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.