Neue Kommentare

Ada Rompf zu „The Rider”. Die zärtlich-raue Poesie der Chloé Zhao : Besser kann man meinen Lieblingsfilm dieses Früh...
yolo 456 zu Die Juden vom Altrhein: man sollte einen artikel erst einmal lesen bevor ...
yolo123 zu Die Juden vom Altrhein: Das jüdische Leben in Deutschland ist vorbei und...
Achenar Myst zu Nils Landgren with Janis Siegel: some other time: Die CD ist ein absoluter Genuss, tolle Auswahl de...
Achim zu Golnar & Mahan – Derakht: Musik, die glücklich macht - Danke !!!...

CDs KlassikKompass

Carl Philipp Emanuel Bach: Harpsichord Concertos

Drucken
(0 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Donnerstag, den 20. März 2014 um 12:25 Uhr
Carl Philipp Emanuel Bach Harpsichord Concertos

„Im Schatten großer Bäume wächst man nicht“, sagt ein deutsches Sprichwort. Ausnahmen bestätigen jede Regel, insbesondere wenn es um Johann Sebastian Bach und seine Söhne geht.
KulturPort.De hat sich in den letzten Wochen ausgiebig mit Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) und seinen Werken beschäftigt. Er feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum, er wäre 300 Jahre alt geworden.
 
Carl Philipp Emanuel Bach Harpsichord ConcertosBei weitem noch nicht so alt ist das Ensemble ‚Musica Amphion’, das 1993 durch den niederländischen Cembalo- und Bockflöten-Spezialist und Dirigent Pieter-Jan Belder gegründet wurde. Unterstützt von Rémy Baudet und Sayuri Yamagata (Violine), Staas Swierstra (Viola), Albert Brüggen (Cello) und Margaret Urquhurt (Violone, einem Gambeninstrument) ist den Musikern ein Meisterstück an Ausdrücken unterschiedlicher emotionaler Zustände gelungen. Erwähnenswert ist die feine hörbare Übertragung der Bach’schen Improvisationsfreude und Experimentierlust. Unwiderstehliche Tempi-Wechsel machen das g-Moll-Konzert für Cembalo, Streicher und basso continuo (Wq6) zu einem annähernd berauschenden Erlebnis. Komponiert während der Berliner Zeit Bachs, 1740. Neben den ruhigen harmonischen Elementen im 2. Satz (Largo) findet der Hörer bei CPE Bach auch immer schroffe, saltatorische und scharfe Rhythmen wie im 3. Satz (Allegro di Molto). Nach einem lebhaften Soloeinstieg, beruhigt CPE Bach hier mit dem zweiten dazukommenden Instrument schlagartig die Szenerie. Die Empfindsamkeit bleibt jedoch durchgängig erhalten.

Die Musiker müssen sich, so eine der Forderungen CPE Bachs, mit ganzer Seele ausdrücken und entfalten wollen. Das gelingt in dieser Aufnahme in vollem Umfang und es ist darüber hinaus das aufeinander Eingespielt-Sein des Ensembles spürbar. Die Bandbreiten der Gefühlsregungen übertragen sich auf den Hörer - was will man mehr?
 
Der Kammermusiksaal des Deutschlandfunks in Köln diente dem Ensemble im September 2013 als Aufnahme- und Klangraum. Umso verwunderlicher ist, dass das Begleitheft lediglich in englischer Sprache daherkommt und eine Punktgröße der Serifenschrift offeriert, die selbst junge Musikliebhaber Lupen hervorkramen lässt.
 
 
CARL PHILIPP EMANUEL BACH
Harpsichord Concertos
Pieter-Jan Belder (Cembalo)
Musica Amphion
Brilliant Classics
1094849 BRC
1CD 94849 5028421948492
 
Concerto in G Wq3
Concerto in G minor Wq6
Concerto in E Wq14
64:30 Min.
Zum Reinhören in sechs Minuten


Abbildungsnachweis:
Header: Musica Amphion. © Stichting Musica Amphion, Arnhem/NL.
CD-Cover

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > Kolumne > CDs KlassikKompass > Carl Philipp Emanuel Bach: Harpsichord Concer...

Mehr auf KulturPort.De

Ilse Helbich: Kluge Chronistin des Alters – „Im Gehen“ gefundene Gedichte
 Ilse Helbich: Kluge Chronistin des Alters – „Im Gehen“ gefundene Gedichte



Auch heute noch geschehen beglückende Wunder: Mit 80 Jahren veröffentlichte die 1923 in Wien geborene Ilse Helbich ihren ersten Roman unter dem Titel „Schwal [ ... ]



Thierry van Werveke: Schauspieler, Rockstar, Troublemaker, Thierry National
 Thierry van Werveke: Schauspieler, Rockstar, Troublemaker, Thierry National



Thierry! – allein sein Vorname löst in Luxemburg schon entzücken aus und wird mit der Addition von „National“ zum Kult. In Deutschland und Österreich fr [ ... ]



„Foxtrot”. Samuel Moaz und das Konzept des Zufalls
 „Foxtrot”. Samuel Moaz und das Konzept des Zufalls



Samuel Moaz kreiert mit dem Antikriegsdrama „Foxtrot” einen atemberaubenden ästhetischen Kosmos: zornig, visuell kühn, emotional hochexplosiv, oft grausam, [ ... ]



Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte: „Der Vorname“
 Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte: „Der Vorname“



Das Stück brillant, die Schauspieler große Klasse, die Inszenierung rundum gelungen und der kleine Saal der Komödie Winterhuder Fährhaus restlos ausverkauft. [ ... ]



Vergessen und wiederentdeckt: „Ludwig Meidner – Im Nacken das Sternemeer“
 Vergessen und wiederentdeckt: „Ludwig Meidner – Im Nacken das Sternemeer“



Der Titel der Ausstellung „Im Nacken das Sternemeer“ verweist auf das Buch mit Texten von Ludwig Meidner, das 1918 in Leipzig erschien. Meidner (1884-1966),  [ ... ]



Trio Elf & Marco Lobo – und die „Música Popular Brasileira“
 Trio Elf & Marco Lobo – und die „Música Popular Brasileira“



Die brasilianische Liedkunst – die dort den Status von Popmusik hat – nennt sich pragmatisch „Música Popular Brasileira“. Den Musikern des Trio Elf, Wal [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.