Neue Kommentare

Kentin Abalo zu „Assassination Nation” – Leinwandheldinnen in Zeiten von #MeToo : WAS FÜR EIN FOTO!!!
Großartig. Hoffe der...

Sybille zu Das Chinesenviertel auf Hamburg St. Pauli: Danke für den Beitrag. Ich sehe gerade den Film ...
Nikias Geschke zu „The Guilty”. Der beklemmende Minimalismus des Gustav Möller: Das klingt superspannend. Danke für den Tipp. ...
Harry zu „Otto. Die Ausstellung“: OTTO ist großartig. Ich wusste nicht, dass er ei...
Alex zu Film Festival Cologne - Von starken Spielfilmdebüts und schwächelnden Stars: Wer bist du? Halten Sie Ihre Meinung besser, wenn...

CDs KlassikKompass

Heimliche Aufforderung – Christiane Karg singt Richard Strauss

Drucken
Montag, den 10. März 2014 um 10:15 Uhr
Heimliche Aufforderung – Christiane Karg singt Richard Strauss

Viele der großen Sopranistinnen haben sie gesungen: Lieder von Richard Strauss (1864-1949). Elisabeth Schwarzkopf, Barbara Hendricks, Jessye Norman und Evelyn Lear sangen sie und jede Stimmfarbe, jede Klavierbegleitung, jede Interpretation machen diese klanglich und inhaltlich einzigartig. Das liegt an den Interpreten, aber insbesondere am Komponisten, der Zeit seines Lebens an die 220 Lieder schreibt.


Heimliche Aufforderung – Christiane Karg singt Richard Strauss2010 veröffentlicht die aus Mittelfranken stammende Sopranistin Christiane Karg ein Album mit dem Titel „Verwandlung – Lieder eines Jahres“, auf dem sie ihr Talent für Strauss-Lieder bereits aufblitzen lässt. Das neue Album ist mit „Heimliche Aufforderung“ betitelt und einem Lied entlehnt, das Strauss 1894 schrieb und seiner Frau, der Sopranistin Pauline de Ahna widmet. Das Textgedicht stammt aus der Feder von John Henry Mackay (1864-1933).

Christiane Karg verfügt genau über jene Stimme, die Strauss, der in diesem Jahr 150 Jahre alt geworden wäre, besonders gemocht hätte. Ihre Bandbreite reicht vom lyrischen bis hinein in den dramatischen Sopran. Als ob sie mit dem Lied „Zuneigung“, op. 10, Nr. 1 (Text: H. von Gilm zu Rodenegg) die selbige von Strauss gewinnen wolle, spielt sie hier jenes Können aus.
Ganz besonders gelungen ist auch gleich das erste Stück des Albums, faszinierend zart und einfühlsam gesungen: „Das Rosenband“, op. 36, Nr.1. (Text: F.G. Klopstock).
 
„Der Augenblick, in dem die Zeit stillsteht“, heißt es im Booklet als Überschrift – den hat Karg mit den winzigen gesanglichen Zeitverzögerungen für sich entdeckt und „Morgen“, op. 27 Nr.4 (Text: J. H. Mackay) ist dafür ein wunderbares Beispiel.
Zwar gibt es auf der CD einige der Lieder zu hören, die auf fast allen anderen auch ausgewählt sind, aber dennoch hat die „Heimliche Aufforderung“ auch ein Repertoire, das ungewöhnlich weit gefasst ist und in seiner Kombination Komponist, Pianist (Malcom Martineau) und Sängerin über die Zeiten hinweg verbindet.



Richard Strauss „Heimliche Aufforderung“, Christiane Karg (Sopran), Malcom Martineau (Klavier) Felix Klieser (Horn).
Berlin Classics, 0300566BC
Fotonachweis: Berlin Classics/edel

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > Kolumne > CDs KlassikKompass > Heimliche Aufforderung – Christiane Karg si...

Mehr auf KulturPort.De

100 Jahre Lettland: Handschuh-Daumen hoch
 100 Jahre Lettland: Handschuh-Daumen hoch



Eine Handschuh-Aktion passt wie die Faust aufs Auge, wenn die lettische Hauptstadt Riga, der baltische Staat Lettland und der Rest der Welt heute, am 18. Novembe [ ... ]



Peter de Vries – Hut- und Urnenhüllen-Macher
 Peter de Vries – Hut- und Urnenhüllen-Macher



Wie muss man sich eine Person vorstellen, die Freunde und Kollegen als „Naturereignis“ bezeichnen?
In jedem Fall als einen charismatischen Menschen mit üb [ ... ]



Maria Austria. Eine jüdische Fotografin aus Amsterdam in Berlin
 Maria Austria. Eine jüdische Fotografin aus Amsterdam in Berlin



Das Verborgene Museum in Berlin-Charlottenburg präsentiert bis zum 10. März 2019 Fotoarbeiten und Dokumente der niederländischen Fotografin Maria Austria (191 [ ... ]



„Cold War – Der Breitengrad der Liebe” - Oder die Magie einer schwarzen Leinwand
 „Cold War – Der Breitengrad der Liebe” - Oder die Magie einer schwarzen Leinwand



Paweł Pawlikowski hat das schwermütige, visuell atemberaubende Noir-Drama „Cold War” seinen Eltern gewidmet, deren stürmische On- und Off-Beziehung ihn zu [ ... ]



Madeleine Peyroux: Anthem
 Madeleine Peyroux: Anthem



Jazz oder nicht Jazz? – Was Madeleine Peyroux auf ihrem neuen Album präsentiert, ist relaxt und poetisch, warm und subtil, aber auch modern, überraschend luf [ ... ]



68. Pop und Protest
 68. Pop und Protest



APO, Mini, Flower-Power: Mit der glänzend inszenierten Ausstellung „68. Pop und Protest“ verabschiedet sich Sabine Schulze nach zehn Jahren als Direktorin d [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.