Neue Kommentare

Peter Schmidt zu Hamburger Autorenvereinigung: Erinnern und Gedenken – zum 27. Januar 2014: Stadthaus- Gedenkstätte? Da fragt man sich heute...
Lothar Hamann zu „Cold War – Der Breitengrad der Liebe” - Oder die Magie einer schwarzen Leinwand: GEWINNER DES EUROPÄISCHEN FILMPREISES 2018!...
Rafael Gunnarsson zu „Climax”. Die unwiderstehlichen Abgründe des Gaspar Noé: Zeit, Bild und KulturPort sind sich alle einig? D...
Cornelie Müller-Gödecke zu 100 Jahre Lettland: Handschuh-Daumen hoch: Danke für diesen Artikel!
Und Danke für...

Herby Neubacher zu Peter de Vries – Hut- und Urnenhüllen-Macher: Mal auf die Website des Hutmachers geguckt? 500 E...

CDs JazzMe

Gregory Porter: Nat King Cole & Me

Drucken
(183 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Dienstag, den 28. November 2017 um 09:12 Uhr
Gregory Porter: Nat King Cole & Me 4.7 out of 5 based on 183 votes.
Gregory Porter: Nat King Cole & Me

Gregory Porter schenkt seinen Fans eine musikalische Freude für die Adventszeit. Der Mann aus Kalifornien singt Nat King Coles größte Hits. Ein schönes Vorweihnachts-Album, das Stress und Unlust durchaus mindern kann. Wer genau hinhört, erspürt den persönlichen Bezug, den Porter mit diesem Album in seine Vergangenheit und zu Nat King Cole schafft.

Emotional ist das alles, wenn „Mona Lisa“ durch den Raum klingt, “Smile” oder „Ballerina“ oder einer der anderen Titel, ganz im Stil des Altmeisters. Dann spürt man, dass Porter schon früh eine besondere Beziehung zu dessen Musik gefunden hat. Wer ein bisschen in der Biografie stöbert, findet sogar ein Musical mit Cole-Songs, das Porter schon früh schrieb, um sich dem eigenen Vater zu nähern. Die Faszination für Coles Musik blieb aus dieser Zeit.

Gregory Porter: Nat King Cole & Me COVERFamiliäre Nähe verbindet der Sänger bis heute mit dieser Musik. Das spürt man auf dem Album. Das fasziniert. Zudem hört man, wie wohl bereits der junge Porter versuchte, den Star zu imitieren, seinen Schmelz zu erspüren, seinen stimmlichen Glanz und seine Wärme zu imitieren. Und wie sehr er auch jetzt daran festhält.
Für Arrangement und Begleitung setzt Porter erneut auf Vince Mendoza, dazu eine kleine, feine Band – und das London Studio Orchestra. Das schafft mit Opulenz eine etwas andere Atmosphäre als Nat King Coles fast intime, ursprüngliche Präsentation der Titel. Es füllt Klang und Intensität auf Portersches Niveau auf.


Beigemengt ist all dem eine einzige Eigenkomposition: „When Love was King“ – laut Porter ein von Cole beeinflusster Titel aus dem Jahr 2013. Ein Bonus quasi.
Gut. Doch so wohltuend das alles in unserer hektischen Zeit ist, so schmeichelnd sich die bekannten Melodien ins Ohr winden – mir ist da der Gregory Porter ein bisschen verloren gegangen. Inspiration und Legende hin oder her (und ich verehre Nat King Cole wirklich sehr): Mit ein bisschen mehr eigener Interpretation wäre Porter bei mir noch besser angekommen. Für alle, die nicht so viel kritteln wie ich: Mit diesem Album kommen auf jeden Fall Christmas feelings…

Gregory Porter: Nat King Cole & Me

Label: Decca Records/Blue Note/Universal Music
CD
EAN: 602557914818

Hörprobe
YouTube-Video
Gregory Porter – Smile


JazzMe – In Kooperation mit Christoph Forsthoff, Sabine Meinert, Sven Sorgenfrey und Willy Theobald. Weitere CD-Kritiken, Interviews und Informationen aus der Welt des Jazz unter www.aboutjazz.de.


Abbildungsnachweis:
Headerfoto: www.gregoryporter.com
CD-Cover

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > Kolumne > CDs JazzMe > Gregory Porter: Nat King Cole & Me

Mehr auf KulturPort.De

Eva Besnyö – Photographin. Budapest, Berlin, Amsterdam
 Eva Besnyö – Photographin. Budapest, Berlin, Amsterdam



„Als vielleicht geschichtlich bedeutendste, sicher professionellste ungarische Fotografin, die in der Weimarer Republik sowohl durch Moholys „Neues Sehen“  [ ... ]



Bernd Meiners – Fotografie und Film
 Bernd Meiners – Fotografie und Film



Wenn man sich die biographischen Daten des Kameramanns und Fotografen Bernd Meiners anschaut, so erhält man schnell ein recht klares und präzises Bild der Pers [ ... ]



Saskia Henning von Lange: „Hier beginnt der Wald“ – ein Roman so mehrdeutig wie das Leben
 Saskia Henning von Lange: „Hier beginnt der Wald“ – ein Roman so mehrdeutig wie das Leben



„Hier sitzt er und würde doch lieber woanders sitzen“, so beginnt das dritte Buch der 42jährigen Autorin Saskia Henning von Lange. Der Mann befindet sich h [ ... ]



„Capernaum – Stadt der Hoffnung”. Nadine Labaki und die Wiederentdeckung der Kompromisslosigkeit
 „Capernaum – Stadt der Hoffnung”. Nadine Labaki und die Wiederentdeckung der Kompromisslosigkeit



Beirut. Das Alter von Zain (Zain al Rafeea) wird auf zwölf Jahre geschätzt, genau weiß es keiner. Der schmächtige magere Junge sieht viel jünger aus, aber d [ ... ]



„Margiana – Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan“
 „Margiana – Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan“



„Margiana“ – hört sich an wie der Titel eines neuen Fantasyfilms. Dabei ist es eine so gut wie unbekannte Zivilisation in Zentralasien 2300-1700 v. Chr.,  [ ... ]



Michael Wolf: Life in Cities
 Michael Wolf: Life in Cities



Kunst oder Dokumentation? Diese Frage erübrigt sich angesichts der fantastischen Fotografien und Installationen von Michael Wolf. Erstmals in Deutschland zeigen [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.