Neue Kommentare

Herby Neubacher zu Es läuft und läuft und läuft: 15 Jahre „Heiße Ecke“ im Schmidt's Tivoli: Rund 42000 Kondome, 25 000 Würstchen, 16800 Wasc...
Patrick Dissinger zu „Foxtrot”. Samuel Moaz und das Konzept des Zufalls: Ein exzellenter, sehr kluger Film. Danke für den...
erlenmeier zu Historische Tankstellen – auf Spurensuche in Hamburg : Ich arbeite seit vielen Jahren beim Forum geschic...
Bartholomay zu Berliner Mauer 57. Jahrestag: Gedenkfeier ? Um von ihren Taten gegen die ehemal...
Herby Neubacher zu Eindringlicher Holocaust-Roman von Affinity Konar: „Mischling“ – keine leichte, aber lohnende Lektüre: Das hat uns jetzt eigentlich noch gefehlt - Erinn...

CDs JazzMe

Andi Kissenbeck’s Club Boogaloo: Monsoon Dance

Drucken
(188 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Montag, den 16. März 2015 um 14:46 Uhr
Andi Kissenbeck’s Club Boogaloo: Monsoon Dance 4.4 out of 5 based on 188 votes.
Andi Kissenbeck’s Club Boogaloo

Das Fachblatt „Jazzthetik“ schwärmte: Der Organist „Andi Kissenbeck swingt wie die Hölle“. Korrekt! Auf dem neuen Club-Boogaloo-Album “Monsoon Dance” finden sich jede Menge Songs die sofort in die Beine gehen. Hier ist der Name Programm: Während der Boogaloo-Ära Ende der sechziger Jahre waren viele Jazztempel auch Tanztempel.

Klar, Jimmy Smith klingt anders, Lonny Smith auch und Brother Jack McDuff sowieso. Aber der Keyboarder Kissenbeck hat diese Tastenheiligen mit der Muttermilch eingesogen – und das hört man. Er kann seine Hammond B3 brüllen lassen wie einen Tiger aber auch zum Schnurren bringen wie ein Kätzchen. Über einigen Stücken liegt ein leichter Modern-Jazz-Touch, andere Songs wirken Hard-Bop-inspiriert, aber auch populäre Genres, vom Rhythm’n’Blues bis zum Soul, standen Pate.

Monsoon DanceKissenbecks Club Boogaloo gehört zu den raren Highlights der aktuellen deutschen Jazzszene. Der Saxophonist Peter Weniger arbeitete schon mit Stars wie Billy Cobham und Maceo Parker – ein gediegener Könner, der im Lyrischen wie im Opulenten zu Hause ist. Immer wieder faszinierende Akzente setzt Gitarrist Torsten Goods, der mit manchmal perlenden und manchmal aneckenden Läufen seine tadellose Akkordarbeit perfekt ergänzt. Am Schlagzeug überzeugt der funktional agierende und trotzdem variantenreiche Tobias Backhaus.
Natürlich gehen Uptempo-Stücke wie “Monsoon Dance” oder “Berns Turns” live ab wie Schmidt’s Katze. Aber auch kleine lyrische Miniaturen von “Blessed Bliss” bis “Wrex’n Fry” entwickeln sich zu unter die Haut gehenden Kabinettstückchen. Oder: Sogar ein hundsgewöhnlicher Blues wie “New York State Of Mind” versprüht durch Torsten Goods perfekt schlampigen Gesang eine glanzvolle Aura.

“Gute Laune auf denkbar hohem Niveau!”, lobte das “Jazz-Podium”. Also: Für alle Jazzfans, denen Bewegung wichtiger als Kontemplation ist: ein wunderbares Album – und live sind die Jungs sowieso ein absolutes Muss.

Andi Kissenbeck’s Club Boogaloo: Monsoon Dance
Andi Kissenbeck’s Club Boogaloo (v.r.): Peter Weniger (sax), Torsten Goods (git/voc), Tobias Backhaus (dr), Andi Kissenbeck (org).
Enja Records
EAN 063757962526

Video


JazzMe - In Kooperation mit Christoph Forsthoff, Sabine Meinert, Sven Sorgenfrey und Willy Theobald. Weitere CD-Kritiken, Interviews und Informationen aus der Welt des Jazz unter AboutJazz.


Abbildungsnachweis: Andi Kissenbeck’s Club Boogaloo PR
CD-Cover

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > Kolumne > CDs JazzMe > Andi Kissenbeck’s Club Boogaloo: Monsoon Da...

Mehr auf KulturPort.De

„Carte Blache“ in der Galerie Hengevoss-Dürkop
 „Carte Blache“ in der Galerie Hengevoss-Dürkop



Wann bekommt man schon mal eine Carte Blache – zumal von einer Galeristin? Doch Kerstin Hengevoss-Dürkop hatte volles Vertrauen zu dem belgischen Künstler Va [ ... ]



Die Stunde der Matrosen – Kiel und die deutsche Revolution 1918
 Die Stunde der Matrosen – Kiel und die deutsche Revolution 1918



Zehn Tage dauerte der Aufstand. Gemeint ist der Matrosenaufstand in Kiel. Der Aufstand brach Ende Oktober 1918 auf den Schiffen der Hochseeflotte vor Wilhelmshav [ ... ]



Es läuft und läuft und läuft: 15 Jahre „Heiße Ecke“ im Schmidt's Tivoli
 Es läuft und läuft und läuft: 15 Jahre „Heiße Ecke“ im Schmidt's Tivoli



Von solchen Zahlen kann man nicht einmal träumen. Rund 42000 Kondome, 25 000 Würstchen, 16800 Waschmaschinenladungen und 12600 Bierdosen wurden in sage und sch [ ... ]



Ludwig und Benyamin Nuss: Songs & Ballads
 Ludwig und Benyamin Nuss: Songs & Ballads



Zwei Instrumente, zwei Musiker – Vater und Sohn – ein Duo-Debüt-Album mit Liedern und Balladen. Zwei die sich verstehen und sich offensichtlich mit musikali [ ... ]



„Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm”. Dialektik für Genießer
 „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm”. Dialektik für Genießer



In „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm” schildert Regisseur Joachim A. Lang die Querelen um jenes nie gedrehte Leinwand-Epos, während er es zugleich [ ... ]



Lana Cenčić: Sama
 Lana Cenčić: Sama



Ein Soloalbum, dass vom ersten Song an besticht. Die Kroatin Lana Cenčić, mit Wohnsitz in New York und beeindruckender Stimme nennt ihre neue Platte „Sama“ [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.