Neue Kommentare

yolo 456 zu Die Juden vom Altrhein: man sollte einen artikel erst einmal lesen bevor ...
yolo123 zu Die Juden vom Altrhein: Das jüdische Leben in Deutschland ist vorbei und...
Achenar Myst zu Nils Landgren with Janis Siegel: some other time: Die CD ist ein absoluter Genuss, tolle Auswahl de...
Achim zu Golnar & Mahan – Derakht: Musik, die glücklich macht - Danke !!!...
Frederik Meester zu Weltmusikalisches Crossover – fließende Gefühle. Etta Scollo zum 60. Geburtstag: tanti auguri, etta scollo!!!...

CDs JazzMe

Caroll Vanwelden sings Shakespeare Sonnets 2

Drucken
(207 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Freitag, den 02. Januar 2015 um 14:03 Uhr
Caroll Vanwelden sings Shakespeare Sonnets 2 4.3 out of 5 based on 207 votes.
Caroll Vanwelden sings Shakespeare Sonnets 2

Ihre Stimme passt zum Jazz wie „Romeo und Julia“ zu William Shakespeare. Variabel in Bestimmtheit und leichtfüßiger Gelassenheit in luftpressender Härte und gehauter Zuneigung. Die Dramatik gehört dem musikalischen Moment in seiner textlichen Übersetzung. Sie schafft auch jene heutigen Gefühlswelten zum klingen zu bringen, die Worte allein nicht mehr schaffen.

C Vanwelden Die im belgischen Gent geborene und in Heidelberg lebende Künstlerin hat sich erneut an den englischen Dramatiker und Lyriker gewagt – nach dem Erfolg der ersten „Shakespeare Sonnets“ (Oktober 2012) – quasi eine zu erwartende Reloaded-Zugabe. Mit Shakespeare kam sie erstmalig bei einem Projekt mit einem iranischen Komponisten und Regisseur in Kontakt, der aber klassische Vertonungen fokussierte. Die Idee sich selbst musikalisch mit Shakespeare auseinanderzusetzen gebar sich daraus, denn vom ersten Augenblick an faszinierte die Musikerin die Musikalität der Sonette.

„Shakespeare Poesie ist multidimensional!“, sagt die Sängerin und Pianistin. „Sie wirkt auf mich wie ein Spiegel: man fängt beim Lesen an, sich Fragen über viele Aspekte des Lebens zu stellen. Unwillkürlich komme ich auch zu anderen Sichtweisen... Shakespeares Poesie handelt von unendlicher Liebe zwischen Seelenverwandten, über alle soziale Klassen und Geschlechter hinweg. Oder sie erzählt davon, Schönheit zu bewahren, was ja heutzutage ebenfalls sehr in Mode ist.“ Ihre zuweilen minimalistische kompositorische Art und die Taktwechsel zeugen von einem tiefgreifenden textlichen Verständnis. „Die Texte sind einfach das wichtigste und sollten im Vordergrund stehen. Meine Musik sehe ich wie Farben, die um die Texte fließen und Emotionen verstärken“, erläutert Caroll Vanwelden ihre kompositorische Herangehensweise.

Mit ihrem Quartett gelingt es zwar Caroll Vanwelden viele Klang- und Stimmungsbilder, die bei Shakespeare angelegt sind, in einen eigenen melodischen Rhythmus zu bringen, aber letztlich folgen die Musiker der Devise: Stell Dir vor Du hörst Shakespeare und merkst es nicht. Um dies zu erreichen, klingt es nach guter Vorbereitung und notwenigen Proben, um dann im Aufnahmestudio die Dinge auf den Punkt bringen zu können.
Eine wundervolle Ergänzung des Quartetts ist Rodrigo Villalon. Der Kolumbianer bringt mit seinen Drums und Perkussionsinstrumenten eine ganz eigene vielschichtige Note hinzu. Die bereits auf früheren CDs zu hörenden Kollegen Thomas Siffling (Trompete, Flügelhorn) und Mini Schulz am Bass ergänzen den Körper.


Caroll Vanwelden – Shakespeare Sonnets 2
Caroll Vanwelden, Thomas Siffling, Mini Schulz, Rodrigo Villalon
Label: JAZZNARTS RECORDS
JNA 7014
4260089370937

Caroll Vanwelden Sings Shakespeare Sonnets 2 (trailer)
Caroll Vanwelden Sings Shakespeare Sonnets
Hörprobe


Abbildungsnachweis:
Caroll Vanwelden PR Marion Hölczl
CD-Cover

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > Kolumne > CDs JazzMe > Caroll Vanwelden sings Shakespeare Sonnets 2

Mehr auf KulturPort.De

„The Rider”. Die zärtlich-raue Poesie der Chloé Zhao
 „The Rider”. Die zärtlich-raue Poesie der Chloé Zhao



Im Pine Ridge Reservat von South Dakota lernen Cowboys reiten, bevor sie krabbeln können. Brady Jandreau war gerade fünfzehn Tage alt, als er das erste Mal auf [ ... ]



Die Juden vom Altrhein
 Die Juden vom Altrhein



Biografische Text- und Bilddokumentation von den Anfängen bis zum Holocaust und dem Weiterleben in der Emigration, von Gabriele Hannah, Martina Graf und Hans-Di [ ... ]



„Wenn man Mozart kann, dann kann man alles andere auch.“
 „Wenn man Mozart kann, dann kann man alles andere auch.“



Die sich zum Ende neigende Spielzeit in der Staatsoper Hamburg könnte man leicht unter folgendes Motto stellen: Ehemalige Mitglieder des Hamburger Opernstudios, [ ... ]



Triennale der Photographie: „WILL – The Livesaving Machines“ von Reiner Riedler in der Galerie Hengevoss-Dürkop
 Triennale der Photographie: „WILL – The Livesaving Machines“ von Reiner Riedler in der Galerie Hengevoss-Dürkop



Hochästhetisch, artifiziell, und immer etwas irritierend. Die Serie „Will – The Livesaving Machines“ des Wiener Fotografen Reiner Riedler in der Galerie H [ ... ]



Eurasians Unity. Das Debüt-Album
 Eurasians Unity. Das Debüt-Album



5 Sprachen, 7 Länder, 8 Musiker und Musikerinnen

Sie kommen aus Deutschland, der Ukraine, Bulgarien, Aserbaidschan, Usbekistan, Polen und aus dem Iran und be [ ... ]



„Hereditary – Das Vermächtnis”. Horror als Gesamtkunstwerk
 „Hereditary – Das Vermächtnis”. Horror als Gesamtkunstwerk



Während Krisenzeiten lechzt das Kino-Publikum nach Schauder und Schrecken besonderer Art, der US-amerikanische Regisseur Ari Aster ist ein Meister darin.
Sein [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.