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Hamburger Architektur Sommer 2019



Bücher Blog – wissen was zu lesen lohnt

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Ilse Helbich: Kluge Chronistin des Alters – „Im Gehen“ gefundene Gedichte

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(86 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Geschrieben von: Marion Hinz  -  Freitag, den 13. Juli 2018 um 07:36 Uhr
Ilse Helbich: Kluge Chronistin des Alters – „Im Gehen“ gefundene Gedichte

Auch heute noch geschehen beglückende Wunder: Mit 80 Jahren veröffentlichte die 1923 in Wien geborene Ilse Helbich ihren ersten Roman unter dem Titel „Schwalbenschrift“.
Dieses erfolgreiche Debüt eingeschlossen, schrieb sie seitdem sechs Bücher voller Erinnerungen, Erzählungen und Aufzeichnungen. Jetzt ist Ilse Helbich 94 Jahre alt und hat 2017 ihren ersten und – wie sie selbst sagt – zugleich letzten Gedichtband veröffentlicht. „Im Gehen“ heißt das Buch. Und das aus gutem Grund: Viele dieser Gedichte sind im Gehen entstanden, beim Durchschreiten des heimischen Kamptals bei Wien.
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Matthias Senkel: Dunkle Zahlen

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Geschrieben von: Fee Isabelle Lingnau  -  Mittwoch, den 04. Juli 2018 um 07:06 Uhr
Matthias Senkel: Dunkle Zahlen Foto Dietze Matthes & Seitz

Ich finde E-Books ja großartig! Selbst seitenreiche Wälzer lassen die Arme nicht müde werden. Die Beleuchtung ist immer ideal. Und in Fachliteratur findet man zielgerichtet die richtige Stelle. Matthias Senkel aber lehrt mich das analoge Buch lieben.
Bereits durch seinen Erstling „Frühe Vögel“ konnte die Leserin auf mehreren Wegen durch die Seiten kommen. Auf jedem bekam die Handlung eine andere Tönung. Ebenso jetzt bei „Dunkle Zahlen“: Da wäre der klassische Weg einen Roman zu lesen – von vorne nach hinten. Oder man folgt der Sortierung des Inhaltsverzeichnisses. Dieses Inhaltsverzeichnis steht aber mitnichten vor der Geschichte. Weiteres Material zum Lesen des Romans steht zwischen den Kapiteln, etwa ein Abkürzungsschlüssel, ein Witzarchiv, verworfene Motti, ein Kreuzworträtzel.
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Die Juden vom Altrhein

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Geschrieben von: Claus Friede  -  Freitag, den 22. Juni 2018 um 07:58 Uhr
Die Juden vom Altrhein

Biografische Text- und Bilddokumentation von den Anfängen bis zum Holocaust und dem Weiterleben in der Emigration, von Gabriele Hannah, Martina Graf und Hans-Dieter Graf.

Er gehört zu dem ältesten und wichtigsten von Juden besiedelten Landstrich in Deutschland – der Altrhein. Das nördlich von Worms zwischen Rhein und Hügelland gelegene Gebiet, in dem die rheinhessischen Altrheinorte Gimbsheim, Eich und Hamm liegen, war für mehr als 300 Jahre Heimat jüdischer Familien. Als Landjuden waren sie Teil des deutsch-jüdischen Lebens, das in dieser Region 1939 mit dem der Vertreibung des letzten jüdischen Bewohners aus Gimbsheim unwiederbringlich verlorenging.
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Manfred Otto: Stein auf Stein dem Himmel entgegen.

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Geschrieben von: Harry Popow  -  Donnerstag, den 14. Juni 2018 um 07:34 Uhr
Manfred Otto

Ein DDR-Arbeiter gibt zu Protokoll: Mit Presslufthammer und Maurerkelle
Manfred Otto: Stein auf Stein dem Himmel entgegen. Aus dem Arbeitsleben eines Schornsteinmaurers / Zwischen Aufstieg & Abstieg / Zwischen Aufbruch & Abbruch

Kaum zu glauben: Ein Mann erbaute 70 Schornsteine, reparierte 45 und riss 12 voller Schmerz nach der Wende 1989 wieder ab, genannt die Abbruchzeit. Von 1959 bis 1990 schuftete er im Schweiße seines Angesichts an 324 Baustellen in der DDR. Legte 527.020 laufende Meter im sogenannten „Steigegang“ zurück. War stolz auf seinen Beitrag, volkswirtschaftlich wichtige Betriebe mit in Gang zu halten. Und stellt nüchtern und ohne Gehabe am Schluss seiner arbeitsreichen Zeit, die keine Arbeitslosigkeit kannte, fest: „Ich habe mein ganzes Leben hart gearbeitet und mich nie um die große Politik gekümmert. Erst heute juckt es mich bisweilen, mich doch noch einzumischen.“ Er kann zum Beispiel nicht verstehen, weshalb es die 600 Bundestagsabgeordneten, die sich selbst so großzügig ihre eigenen Diäten erhöhen, in 30 Jahren nicht geschafft haben, eine gerechte Lohn- und Rentengleichheit für Ost- und Westdeutsche durchzusetzen.
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Die poetischen Welten des Jürgen Nendza: „Das Tageslicht hockt über uns“

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Geschrieben von: Marion Hinz  -  Donnerstag, den 07. Juni 2018 um 07:31 Uhr
Die poetische Welten des Jürgen Nendza: „Das Tageslicht hockt über uns“

Der in Aachen lebende Lyriker Jürgen Nendza wird mit dem Christian-Wagner-Preis 2018 für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Überreicht wird der Preis am 17. November im baden-württembergischen Leonberg. Das ist eine frohe Botschaft auch für seine Leser.
Die acht Lyrikbände des mehrfach ausgezeichneten Dichters sind seit 1992 in verschiedenen Verlagen erschienen, die letzten drei Bände im „poetenladen“. Nendzas „sprachsensiblen und formal strengen Gedichte, die Wahrnehmung, Geschichte und Landschaft synchronisieren, sind vorbildliche Lektionen in poetischer Genauigkeit", begründet die Jury u.a. ihre gute Wahl. Und laut Literaturkritiker Michael Braun zählt Jürgen Nendzas Buch „picknick“ zu den zehn empfehlenswertesten Gedichtbänden deutschsprachiger Lyrik 2018.
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Der wahre Reichtum – „Wir Sonnenkinder – Authentische Lebensbilder“

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Geschrieben von: Lotti M.  -  Freitag, den 18. Mai 2018 um 07:58 Uhr
Der wahre Reichtum – „Wir Sonnenkinder – Authentische Lebensbilder“

Vor mir liegt der Lebensbericht – der Autor Harry Popow nennt ihn „authentische Lebensbilder“ eines Zeitgenossen, der vom wahren Leben in der DDR berichtet. Er geht gegen die undifferenzierten Verzerrungen und Anfeindungen des Lebens im DDR-Staat – als erster Arbeiter-und-Bauern-Staat nach dem Krieg entstanden – durch konservative und „postnationalsozialistische“ Kreise an.
Er stellt sein Anliegen am Leben des Einzelnen, seiner eigenen Familie, dar, wobei dieses Bedürfnis das Zeitgeschehen vom Ende des 2. Weltkrieges bis zur immer bedrohlicher werdenden Gegenwart einschließt.
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Dorothy Parker: „Denn mein Herz ist frisch gebrochen“ – Zwischen Sehnsucht und Satire

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Geschrieben von: Marion Hinz  -  Montag, den 14. Mai 2018 um 07:35 Uhr
Dorothy Parker: „Denn mein Herz ist frisch gebrochen“ – Zwischen Sehnsucht und Satire

Wir kennen Dorothy Parkers (1893-1967) großartige Kurzgeschichten in deutscher Übersetzung seit Ende der 1980er-Jahre. Jetzt können wir die berühmt-berüchtigte Dame, die der New Yorker High Society der damaligen Zeit regelmäßig die Leviten las, zum Glück endlich auch als Lyrikerin kennenlernen – Dank der deutschen Übersetzung ihrer zu Lebzeiten erschienenen Gedichte durch Ulrich Blumenbach, erschienen im Dörlemann-Verlag.
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„Keitumer Gespräche“ – Das magische Puzzle

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Geschrieben von: Thomas Janssen  -  Montag, den 30. April 2018 um 07:06 Uhr
„Keitumer Gespräche“ – Das magische Puzzle - Gisela Augstein

Gisela Stelly Augstein hat eine Erzählung über die Familiengeschichte des Spiegel-Verlegers Rudolf Augstein publiziert.

Im antiken Mythos bekommt der Sänger Orpheus, Urbild aller Künstler, von den Göttern die Erlaubnis, seine tote Geliebte Euridice aus dem Hades zu holen – wenn er sie auf dem Weg in die Oberwelt nicht anschaut. Das aber tut der Sänger: Er dreht sich um, blickt in die, wie es in Monteverdis Oper „L'Orfeo“ heißt, in die „süßesten Lichter“ ihrer Augen - und die Geliebte wird wieder zum Schatten. Klaus Theweleit hat diesen Blick des Künstlers in seinem „Buch der Könige“ gelesen als Absicht, die – gestorbene - Frau zum Medium der Kunst zu machen.
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Poetische Erkundung der Welt: Nico Bleutge: „Nachts leuchten die Schiffe“

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Geschrieben von: Marion Hinz  -  Montag, den 16. April 2018 um 06:13 Uhr
Poetische Erkundung der Welt: Nico Bleutge: Nachts leuchten die Schiffe

In seinem vierten Gedichtband „nachts leuchten die schiffe" beschäftigt sich Nico Bleutge mit unserer realen Welt in sieben Zyklen. Wie ein Jongleur wirft der Lyriker gefundene Wörter in die Luft, fängt sie auf, formt und fügt sie neu. So entsteht ein phantastisches, wahrhaftiges Gedicht, das eingereiht in einen Zyklus, Teil eines klangvollen, rhythmischen, facetten- und farbenreichen Sprachgemäldes wird.
Diese Sprachbilder bezeugen die feine Beobachtungsgabe des mehrfach preisgekrönten Lyrikers, und seine Sprachfunde erregen unsere Aufmerksamkeit.
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Michael Meyen: „Breaking News: Die Welt im Ausnahmezustand – Wie uns die Medien regieren"

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Geschrieben von: Harry Popow  -  Dienstag, den 27. März 2018 um 09:30 Uhr
Michael Meyen: „Breaking News: Die Welt im Ausnahmezustand - Wie uns die Medien regieren

Im Zerrspiegel
Jeder schaut wohl morgens in einen Spiegel im Badezimmer, ob alles okay ist. Jeden Abend schaut man ins Fernsehen und will wissen, ob die Welt noch okay ist. Die einen finden alles normal, die anderen schalten bald wieder empört ab, weil sie sich verarscht vorkommen. Oberfläche statt Inhalte. „Nur nicht langweilen“, so lautet ein allabendlich gesendeter Slogan im rbb. So kommt das Fernsehen – und nicht nur dieses Medium – den banalsten und oft weitgehend unbedarften Hörern und Lesern entgegen. Nee, da verzichtet man halt ganz auf die Veräppelung. Was ist los mit den Medien? Tiefer gedacht: Was ist los mit der Welt? Welche Informationen bekommen wir, das Volk? Wollen wir überhaupt mehr wissen? Der Autor Michael Meyen will in seinem Buch „Breaking News: Die Welt im Ausnahmezustand“ darüber aufklären. Und tatsächlich. Herr XY, würde er bereits die ersten Seiten lesen, hätte Grund zur Freude: „Ja, so ist es!“
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Ray Celestin: „Höllenjazz in New Orleans“

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Geschrieben von: Marion Hinz  -  Montag, den 26. Februar 2018 um 09:05 Uhr
Ray Celestin: „Höllenjazz in New Orleans“

New Orleans, 1919: Der mysteriöse „Axeman-Mörder“ versetzt die Stadt in Angst und Schrecken. Seine Waffe ist eine Axt, sein Markenzeichen sind Tarot-Spielkarten, die er bei den ermordeten Opfern hinterlässt. Diesen sogenannten Axeman hat es tatsächlich gegeben: inmitten der Stadt des Blues, in der Wiege des Jazz, in der Stadt der Schwarzen, die unter der Macht der Weißen leben und leiden.
Um die realen, nie aufgeklärten Morde des Axeman spinnt Ray Celestin gekonnt seinen Roman aus Fakten und Fiktion. Einer der Protagonisten ist die Jazzlegende Louis Armstrong kurz vor Beginn seiner großen Karriere, die ihn zum bekanntesten Jazzmusiker aller Zeiten machte. Schon deshalb ist dieser Roman ein Muss für alle Jazzfans. Doch nicht nur deshalb trägt der Roman den Titel „Höllenjazz in New Orleans“.
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Lukas Bärfuss: „Hagard“ – Keine Lebenshilfe für Aussteiger

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Geschrieben von: Marion Hinz  -  Freitag, den 26. Januar 2018 um 09:07 Uhr
Lukas Bärfuss Hagard-Cover

Mit dem Roman „Hagard“ hat der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss eine perfekte Punktlandung gemacht. Das Buch war für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017 nominiert. Die Lobeshymnen der Literaturkritik sind vielfältig und vielschichtig und scheinen kein Ende nehmen zu wollen: „Ein literarisches Erlebnis.“„Ein Meisterstück.“ „Ein Erzähler als Zauberkünstler.“ „Ein Buch auf der Höhe seiner Zeit“, heißt es hier wie dort.
Kein Wunder also, dass Lukas Bärfuss mit „Hagard“ ein vielversprechender Kandidat ist für den Preis der „LiteraTourNord“. Das Lübecker Publikum konnte bei einer Lesung des Autors im Buddenbrookhaus erleben, welchen Sog diese Geschichte entwickelt, in der ein Mann scheinbar sinnlos einer Frau hinterherjagt und dabei sein bürgerliches Leben über den Haufen wirft.
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Die Diktatur des Geldes – Finanz Tsunami

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Geschrieben von: Harry Popow  -  Montag, den 15. Januar 2018 um 09:03 Uhr
Die Diktatur des Geldes – Finanz Tsunami Foto Claus Friede

Ernst Wolff: „Finanz Tsunami. Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht“
Es ist wie es einmal war und heute noch ist: Ein Ausspruch von Henry Ford, des Gründers der Ford Motor Company vor über hundert Jahren, hat auch im Jahre 2018 nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat: „Es ist gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn sonst hätten wir vermutlich noch vor morgen früh eine Revolution.“

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Mariana Leky: „Was man von hier aus sehen kann“ – ein Roman über Liebe und Tod

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Geschrieben von: Marion Hinz  -  Mittwoch, den 10. Januar 2018 um 08:54 Uhr
Mariana Leky Foto: Marion Hinz

„Was man von hier aus sehen kann“ ist das „Lieblingsbuch der Unabhängigen 2017“ – gewählt von Buchhändlerinnen und Buchhändlern aus ganz Deutschland. Natürlich spricht das für sich und für dieses Buch.
Erzählt wird in diesem zärtlichen, klugen, humorvollen und märchenhaften Roman von einem Dorf im Westerwald mit skurrilen Bewohnern. Sie leben in einer Gegend, „in der die Übergänge fehlen“. Eine Gegend, in der jedes Mal, wenn Selma von einem Okapi träumt, kurz darauf jemand stirbt. Lübecker Leser konnten im Rahmen der „LiteraTourNord 2017“ Mariana Leky als sympathisch-lebhafte Autorin dieses Romans bei einer Lesung im Buddenbrookhaus mit Auszügen aus dem Buch live erleben.
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