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Hamburger Architektur Sommer 2019



Bücher Blog – wissen was zu lesen lohnt

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Thomas Zoglauer: Ethische Konflikte zwischen Leben und Tod. Über entführte Flugzeuge und selbstfahrende Autos.

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Geschrieben von: Stefan Diebitz  -  Donnerstag, den 06. Juni 2019 um 07:13 Uhr
Thomas Zoglauer: Ethische Konflikte zwischen Leben und Tod. ueber entfuehrte Flugzeuge und selbstfahrende Autos.

Manchmal findet sich der Mensch in Situationen wieder, in denen er sich gar nicht richtig verhalten kann – was auch immer er tut, er wird jemanden verletzen oder gar töten. Der Philosoph Thomas Zoglauer diskutiert tragische Konflikte aller Art und kritisiert die Lösungsansätze seiner Kollegen.

Es sind fast immer Gedankenexperimente, mit denen zeitgenössische Philosophen ihre Überlegungen zur Moral illustrieren oder von denen sie ausgehen. Ein solches Gedankenexperiment stellt den Führer einer hügelab rasenden Straßenbahn vor das Dilemma, mit jeder möglichen Aktion einen unbeteiligten Menschen zu töten. Er will den Zug bremsen, aber er kann das nur tun, indem er den Tod eines Unbeteiligten in Kauf nimmt. Wie diskutiert man ein solches Problem? Ist es legitim, den Tod eines Einzelnen gegen den Tod vieler aufzurechnen? Und kann ein solches Szenario eine Grenzsituation wirklich realistisch abbilden? Lässt sich Moral ausrechnen, kann man einige Zahlen zusammenzählen und dann sagen, hier sterben so und so viele Menschen, auf diese Weise einige weniger, also wäre folgendes zu tun?
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„Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen. Ein deutsches Lebensbild“ – Wolfgang Bittner

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Geschrieben von: Harry Popow  -  Dienstag, den 04. Juni 2019 um 07:43 Uhr
Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen. Ein deutsches Lebensbild  Wolfgang Bittner

Mutters Salon
Bei einem fröhlichen Gartenfest mit Kindern, Enkeln und guten Bekannten sitzt Großvater Michel etwas abseits im großen Sessel, ganz Ohr für die lustigen Reden und Witze, leise lächelnd. Auf seinem Schoß ein soeben zu Ende gelesenes Buch, denn er ist nach wie vor eine Leseratte. Der Titel: „Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen“. Gerne würde er, der die letzten Kriegsjahre als Junge – ebenso wie der Autor – noch miterlebt hat, diese Lektüre mal anderen zeigen, aber er will die fröhliche Runde nicht stören. Weiß er doch aus Erfahrung, politische Bücher sind nicht jedermanns Ding. Und wenn, dann nähert man sich ihnen nur mit sehr spitzen Fingern und mit bedeutungsvollem Schweigen. Also sitzt er still und bescheiden, noch tief ins Gelesene versunken.
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Tadeusz Dąbrowski: „Eine Liebe in New York“. Rasante Reise durch eine Amour Fou

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Geschrieben von: Marion Hinz  -  Mittwoch, den 29. Mai 2019 um 07:02 Uhr
Tadeusz Dabrowski Eine Liebe in New York. Rasante Reise durch eine Amour Fou

Tadeusz Dąbrowski ist von Haus aus Lyriker. Bisher hat der polnische Autor sechs Gedichtbände, die in zwanzig Sprachen übersetzt wurden, veröffentlicht. Auf Deutsch erschienen „Schwarzes Quadrat auf schwarzem Grund“ (2010) und „Die Bäume spielen Wald“ (2014).
Jetzt hat der renommierte polnische Autor seinen ersten Roman veröffentlicht: „Eine Liebe in New York“ (Verlag Schöffling & Co.). Übersetzt hat diesen Roman die mehrfach preisgekrönte Übersetzerin Renate Schmidgall. Beides ist ein Glücksfall für die Gegenwartsliteratur.
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Hans Peter Klein: Abitur und Bachelor für alle – wie ein Land seine Zukunft verspielt.

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Geschrieben von: Stefan Diebitz  -  Montag, den 27. Mai 2019 um 06:55 Uhr
Hans Peter Klein Abitur und Bachelor fuer alle – wie ein Land seine Zukunft verspielt

Politiker lieben große Worte, und ein großes Wort in diesen Tagen lautet „Bildung“. In eine „Bildungsrepublik“ wollen wir aufbrechen, so verspricht die Politik. Und sie verspricht es seit langem. Aber nicht alle glauben an diese bildungsbeflissene Rhetorik. Einer der Zweifler ist Hans Peter Klein, der eine Reihe gut begründeter Einwände in seiner sehr lesenswerten Polemik formuliert.
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Melchior Palágyi: Der Gegensatz von Geist und Leben

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Geschrieben von: Stefan Diebitz  -  Mittwoch, den 22. Mai 2019 um 07:36 Uhr
Melchior Palágyi Der Gegensatz von Geist und Leben

Nicht viele Philosophen sind so gründlich vergessen wie der Ungar Melchior Palágyi (1859-1924). Wirklich berühmt war er nie, aber doch geschätzt von so hochkarätigen Autoren wie Ludwig Klages oder Arnold Gehlen.
Heute sind die Originalausgaben seiner Bücher kaum noch antiquarisch erhältlich, und so muss die von Herausgeber Heiko Heublein getroffene Werkauswahl ein eminent verdienstvolles Unterfangen sein.
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Versuch über den Schwindel

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Geschrieben von: Stefan Diebitz  -  Montag, den 13. Mai 2019 um 08:23 Uhr
Versuch über den Schwindel

Schwindel ein Thema der Philosophie? Und dann auch noch im ausgehenden 18. Jahrhundert? Marcus Herz, ein heute nur noch Spezialisten bekannter Autor der Goethezeit, schrieb eine Monographie über ein Problem, das wohl jeder kennt. Jetzt gibt es eine empfehlenswerte Edition in der Philosophischen Bibliothek des Felix-Meiner-Verlages.
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In Europa sind wir ein großer Faktor für die Lebensbedingungen und Wege von Menschen in der ganzen Welt.

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Geschrieben von: Fee Isabelle Lingnau  -  Freitag, den 03. Mai 2019 um 07:05 Uhr
Illustration von Dan Williams aus Khaled Hosseini Am Abend vor dem Meer

Das unterscheidet Menschen von anderen Lebewesen: Das Wissen um den eigenen Tod. Nachdenken zu können über Vergangenheit und Zukunft. Selbst zu entscheiden, wie man leben will. Und Kunst – sie schaffen und rezipieren zu können.
Mit diesen Kernen des Menschseins muss man sich auseinandersetzten, liest man „Am Abend vor dem Meer“ von Khaled Hosseini und „Menschenrechte und Menschenpflichten. Schlüsselbegriffe für eine humane Gesellschaft“ von Aleida Assmann. Beide im Kontext zu lesen lohnt sich.
Als Leserin in Deutschland kommt man zudem nicht um die Frage umhin, wie wir in Deutschland, in Europa heute leben – mit welchen Auswirkungen und Bedingungen. In Europa sind wir ein großer Faktor für die Lebensbedingungen und Wege von Menschen in der ganzen Welt.
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Die Wittgenstein-Dekomposition

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Geschrieben von: Stefan Diebitz  -  Dienstag, den 30. April 2019 um 07:58 Uhr
Die Wittgenstein-Dekomposition

Philosophie gilt als etwas furchtbar Schwieriges – so schwierig, dass es für die Mehrzahl der Leser oder vielmehr potenziellen Leser abschreckend ist. „Das verstehe ich doch nicht!“, so lautet die gängige Ausrede, vor einem Lehrer, der einem ein Referat aufdrücken will, vor sich selbst, wenn man das Buch wieder weglegt, oder vor dem frustrierten Autor, dessen Werk man nun doch nicht kaufen möchte.
Wesentlichen Anteil an diesem Ruf der Philosophie als einer allzu schwierigen Sache hat ein gewisser Ludwig Wittgenstein (1889-1951). Schon seit Jahrzehnten gelten seine Überlegungen nicht nur als höchst anspruchsvoll, sondern sogar als ausgesprochen unverständlich, und wer ihnen vielleicht kritisch gegenübersteht, der sieht sich mit der Hochschätzung dieses Autors durch alle überhaupt nur möglichen Philosophen konfrontiert. Wie soll man seine Skepsis vor sich selbst verteidigen, wenn man so große Autoritäten gegen sich stehen hat?
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Wolfgang Marx: Am grauen Meer

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Geschrieben von: Stefan Diebitz  -  Dienstag, den 16. April 2019 um 07:11 Uhr
Wolfgang Marx Am grauen Meer

„Warum“, möchte „Der Freitag“ von einer erfolgreichen Drehbuchautorin wissen, warum „kommt bei Angst so viel Rosamunde Pilcher heraus?“ Mit Angst spielt „das Meinungsmedium“ auf die Befürchtung der großen Fernsehanstalten an, bereits ein auch nur halbwegs intelligentes und anspruchsvolles Skript könne das Publikum abschrecken. Sollte man diese Frage nicht auch Lektoren und Literaturkritikern stellen? Denn warum haben Autoren, die eigene Wege einschlagen, so wenig Erfolg? Viele scheitern oft genug bereits damit, auch nur einen Verlag zu finden. Und andere werden gar nicht erst bemerkt.

Wolfgang Marx ist bei der Edition „Das dritte Programm“ des Züricher KaMeRu Verlages untergekommen, der sich auf „Urfassungen von Texten“ konzentriert, „in der Ursprünglichkeit ihrer Sprache und ohne die Absicht einer Marktanpassung.“ Mit anderen Worten: Der Autor darf schreiben, wie es ihm sein Konzept nahelegt.
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Tomasz Różycki: „Der Kerl, der sich die Welt gekauft hat“ – Chaos mit Sprache gezähmt

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Geschrieben von: Marion Hinz  -  Freitag, den 12. April 2019 um 07:23 Uhr
Tomasz Rozycki: Der Kerl, der sich die Welt gekauft hat

„Leben ist Chaos und die Sprache ein Mittel, dieses Chaos zu zähmen und zu ordnen. Dabei schafft jede Sprache eigene Ordnungen und Weltmodelle“, schreibt der Übersetzer Bernhard Hartmann über die Lyrik des Dichters Tomasz Różyckis.
Freie Verse und der ironische Umgang mit tradierten Formen sind Mittel, mit denen der Dichter seine differenzierten Blicke auf unsere Welt wirft. Sein neuer Lyrikband „Der Kerl, der sich die Welt gekauft hat“ besticht mit lyrischen Rhythmen und Klängen, mit eindringlichen Sprachbildern, gemalt aus Worten und Buchstaben.
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Vom Sog der Massen und der neuen Macht der Einzelnen

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Geschrieben von: Stefan Diebitz  -  Dienstag, den 09. April 2019 um 07:52 Uhr
Vom Sog der Massen und der neuen Macht der Einzelnen

Welches Thema könnte aktueller sein? Massenphänomene begegnen uns seit vielen Jahren, und sie nehmen immer mehr zu – im Sport und in der Popmusik, in der Mode oder im Straßenverkehr. Aber jetzt, da auf der ganzen Welt populistische Bewegungen das Ruder bereits übernommen haben oder vielleicht bald übernehmen werden, scheint diese Thematik noch viel drängender und wichtiger als in den Jahrzehnten zuvor.
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Egbert Scheunemann: „Vom Anfang und vom Ende. Erzählungen, Kurzgeschichten, Dialoge“

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Geschrieben von: Harry Popow  -  Freitag, den 05. April 2019 um 07:11 Uhr
Egbert Scheunemann: Vom Anfang und vom Ende. Erzaehlungen, Kurzgeschichten, Dialoge

Böse Schatten
Wer von einem versauten Leben oder gar von Selbstmord schreibt, so zu lesen im Klappentext des Buches von Egbert Scheunemann „Vom Anfang und vom Ende“, dem bleibt nur zu raten, ein Ticket für die neue Boing 737 Max zu kaufen. Spaß beiseite. Auch ihm, dem Politikwissenschaftler, Naturphilosophen und Buchautor, ist es – dem letzten Kapitel mit der Überschrift „Vom Ende – ein faustischer Pakt“ zu entnehmen − nicht wirklich ernst mit einem Sprung in die Tiefe. Es ist nur ein Traum.

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Diana Seidel: „Lies mich! oder der verlorene Sommer“

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Geschrieben von: Marion Hinz  -  Montag, den 01. April 2019 um 08:53 Uhr
Diana Seidel Lies mich oder der verlorene Sommer

Manchmal möchte frau einfach nur ganz gemütlich Feierabend machen, die Füße hochlegen und tief eingekuschelt im bequemen Sessel ein mitreißendes Buch lesen. Wer das will, der ist mit den unterhaltsamen Büchern von Diana Seidel gut bedient.
Denn diese Bücher bieten spannende Unterhaltung, gewürzt mit viel Humor sowie Gefühl, Liebe, Herz und Schmerz. Das Ganze ist dank des psychologischen Gespürs der Autorin gut gemixt und bietet uns einen perfekten Begleiter für einen entspannten Leseabend. Das gilt auch für den neuen Roman von Diana Seidel: „Lies mich! oder der verlorene Sommer“. Dieser Roman weist all das auf, was Unterhaltungsliteratur im besten Fall bieten sollte.
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„Geist über Materie. Die erstaunliche Wissenschaft, wie das Gehirn die materielle Realität erschafft“ – Dawson Church

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Geschrieben von: Harry Popow  -  Mittwoch, den 13. März 2019 um 09:00 Uhr
Geist über Materie. Die erstaunliche Wissenschaft, wie das Gehirn die materielle Realität erschafft Dawson Church

Ausbruch aus der Trance. Eine satirische Buchbetrachtung von Harry Popow.

„Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht“. Heinrich Heine wirkt fort. Aber auch in den Tagträumen eines Menschen wie dem Max, eines Ewiggestrigen, wie man ihn und andere gleicher Gesinnung nach Abbruch eines friedlichen Lebens im Osten Deutschlands hämisch grinsend zu nennen pflegt.

Schuld daran ist ein Buch mit dem Titel „Geist über Materie“ von einem Dawson Church. Max, den Titel kritisch lesend, nahm er die Lektüre nur mit spitzen Fingern in die Hand. Aber nicht ohne eine gewisse Neugier. Des Abends dann verfiel er dem Lesen. Immer mit der Frage im Kopf, wie wohl der Geist über alles und jedes bestimmen sollte. Oder hat sich hier ein moderner Schamane in die Spur der Verklärung der menschlichen Hirne begeben?
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