Werbung

Neue Kommentare

Martin Zopick zu „Nocturnal Animals” – Rachethriller als bittere Selbsterkenntnis : Der zweite Film von Tom Ford und der ist gar nich...
Michaela zu „Midsommar”. Die sonnendurchfluteten Abgründe des Ari Aster: Einer der magnetisierendsten Filme, die ich seit ...
Hampus Jeppsson zu „Der Distelfink“. Kühle Eleganz als Metapher für Schmerz: Interessant. Ein sehr guter Roman, dessen Verfilm...
Elvana Indergand zu Snøhetta: Architektur – Landschaft – Interieur: Ich bin begeistert von der Biblioteca Alexandrina...

Lange Nacht der Museen Hamburg

Hamburger Architektur Sommer 2019


Musik

Erstens kommt Jazz anders und zweitens als man denkt

Drucken
(245 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Freitag, den 17. Mai 2013 um 09:05 Uhr
Erstens kommt Jazz anders und zweitens als man denkt 4.6 out of 5 based on 245 votes.
ELBJAZZ Festival 2013 - Erstens kommt Jazz anders und zweitens als man denkt

Die vierte Ausgabe des Elbjazz-Festivals wartet 2013 mit neuen Spielstätten auf.
Mittlerweile findet das Elbjazz-Festival im vierten Jahr entlang der Elbe rund um den Hamburger Hafen, den Fischmarkt und auf der Blohm & Voss-Werft statt. Das bedeutet auch in diesem Jahr wieder am letzten Maiwochenende: Barkassen gestopft voll mit erwartungsvollem Publikum, Pendelverkehr von einem Ufer zum anderen via Altem Elbtunnel, Schiffe, in deren Rumpf das Gebräu aller möglichen musikalischen Mixturen brodelt. Jedoch vor allem auf Open-Air-Bühnen, in Clubs, Maschinenbauhallen, Design-Möbelläden und einer Kirche – zwei Tage und Nächte lang wird man überall dort auf jede Menge spannende Musik treffen und sich mitreißen lassen können. Neu zu den Spielstätten hinzugekommen ist unter anderem der Mojo-Club, dessen unterirdisches Inneres besondere Konzerterlebnisse während des Elbjazz-Festivals verspricht.

Hauptaustragungsort von Elbjazz ist nach wie vor das Gelände der Werft Blohm & Voss, dort befindet sich die Hauptbühne. Die Hallen, die für die improvisierte Musik zur Verfügung stehen, wechseln von Jahr zu Jahr, je nachdem welche Schiffe auf dem Blohm & Voss-Gelände gerade ausgestattet oder repariert werden. Elbjazz passt sich an.

Dass die Elbphilharmonie – als zukünftiges Wahrzeichen der Hansestadt geplant und noch immer im Bau befindlich – zwar eindrucksvoll als rohe Silhouette an der Elbe in den Himmel ragt, aber nicht als Spielstätte zu nutzen ist, soll dabei nicht weiter ins Gewicht fallen. Das Festival findet zu ihren Füßen statt. Auf dem Platz zwischen der Elbphilharmonie und dem Carls wird für das Publikum die sogenannte Hochschulbühne dem Nachwuchs Chance und konzertante Erfahrung geben. Insgesamt wurde das Geschehen komprimiert und die Wege zwischen den Veranstaltungsorten verkürzt. Das Publikum soll in diesem Jahr schneller von einem Konzert zum anderen kommen können und vor allem nicht mehr verpassen – Alternativen sind im Umkreis von fünf Minuten erreichbar, falls eine Location aus allen Nähten platzt.

Headliner bei der diesjährigen Elbjazz-Veranstaltung, der erstmals die von Radio und Fernsehen übertragene Gala des Echo Jazz vorausgeht, sind der amerikanische Saxofonist Joshua Redman und der englische Sänger und Pianist Jamie Cullum. Beiden gemein ist ihr Sinn fürs Entertainment, ihre Gabe, die Stimmung des Publikums instinktiv zu erspüren und nicht zuletzt ihre packende Art, die Musik mit ganzem Körpereinsatz rüberzubringen. Und auch sonst ist in musikalischer Hinsicht viel Hochprozentiges in Sicht: ein Querschnitt durch den aktuellen Jazz und viel Jazz-Verwandtes mit Latin-, Pop- und Rock-Einflüssen, mit Funk, Soul und Elektronik.

Dabei sind der polnische Trompeten-Altmeister Tomasz Stanko mit seinem "New York Quartet", sein norwegischer Kollege, der Trompeter Nils Petter Molvaer und dessen Landsmann, der DJ und Soundtüftler Jan Bang, das amerikanische Pianotrio „The Bad Plus“, die New Yorker Saxofonistin Lakecia Benjamin mit Funk à la Maceo Parker und die NDR Bigband mit dem deutschen Soul-Crooner Stefan Gwildis. Das Spektrum der eingeladenen Bands ist so weit wie der Horizont hinter der Hauptbühne auf dem Blohm & Voss-Gelände. Auch der kanadische Pianist Chilly Gonzales begegnet uns im diesjährigen Programm wieder, er holt sein Konzert nach, das im letzten Jahr leider kurzfristig ausgefallen war.

Elbjazz zeigt zum vierten Mal, dass die schon so oft totgesagte Jazzmusik nicht vom Aussterben bedroht ist, sondern quicklebendig in allen erdenklichen Formen existiert. Saxofonist Joshua Redman dazu: „Jazz ist eine Musik des Moments, eine improvisierte Musik, eine Musik, in der man sich an das anpassen muss, was um uns herum passiert. Jazz-Musiker haben – wie ganz allgemein Musiker – das Geschick und die Sensibilität, sich an veränderte Bedingungen anzupassen. Sie werden ihren Weg machen“. Natürlich werden sie sich zuerst einmal auf ihren Weg nach Hamburg machen. Auf zum Elbjazz 2013!

Elbjazz Festival 2013 – 24. und 25. Mai im Hamburger Hafen
Tickets
Programm
Gewinnspiel

Hinweis: KulturPort.De ist Medienpartner des Elbjazz-Festivals. Wir berichten von den Bühnen und wie in den vergangenen Jahren, können Sie die Künstler-Interviews in unserem WebTV-Bereich anschauen.

Fotonachweis: © ELBJAZZ
Header: ELBJAZZ Hauptbühne
Galerie:
01. ELBJAZZ Atmosphäre auf dem Werftgelände von Blohm & Voss. Foto: Stefan Malzkorn
02. JOSHUA REDMAN QUARTET WITH AARON GOLDBERG, REUBEN ROGERS & GREGORY HUTCHINSON
03. LAKECIA BENJAMIN & SOUL SQUAD
04. TOMASZ STANKO N.Y. QUARTET
05. IBRAHIM MAALOUF Copyright: Denis Rouvre
06. ALOE BLACC
07. ALIN COEN BAND. Copyright: Tristan Vostry
08. NILS PETTER MOLVAER TRIO
09.  CHILLY GONZALES & STRINGS DELUXE
10. EUROPEAN JAZZ ENSEMBLE Copyright: Hans-Joachim Marquet
11. ELBJATT-Team und Sponsorenvertreter

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > Blog > Musik > Erstens kommt Jazz anders und zweitens als ma...

Mehr auf KulturPort.De

„Halloween“-Opern-Slam im Opernloft Altona
 „Halloween“-Opern-Slam im Opernloft Altona



Ein ungewöhnlich schönes Ambiente, ganz erstaunliche Stimmen und ein Spaßfaktor, wie er in der klassischen Musik wohl einmalig ist: Der „Halloween“-Sänge [ ... ]



Gottes Wort oder Menschenwerk? Zwei Bücher über die Geschichte der Bibel
 Gottes Wort oder Menschenwerk? Zwei Bücher über die Geschichte der Bibel



Die Bibel, sagt Arno Schmidt irgendwo, sei „ein unordentliches Buch mit 50.000 Textvarianten“. Auch wenn diese Zahl groß klingt – damit hat er gewiss noch [ ... ]



Die jungen Jahre der Alten Meister – Baselitz, Richter, Polke, Kiefer
 Die jungen Jahre der Alten Meister – Baselitz, Richter, Polke, Kiefer



Es war die Zeit, in der die Malerei totgesagt war. Jeder, der sich zur Avantgarde zählte, suchte den Ausstieg aus dem Bild. Jeder? Nein. Vier junge Maler dachte [ ... ]



Christian Frentzen: First Encounter
 Christian Frentzen: First Encounter



Hat Modern Jazz noch eine Zukunft? Oder ist seine Wiederbelebung ein Griff in die Mottenkiste? Nein: Der Kölner Pianist Christian Frentzen zeigt auf seinem Deb [ ... ]



„Alles fließt“ – Oliver Mark, Sibylle Springer und Sonja Ofen in der Gallery Lazarus Hamburg
 „Alles fließt“ – Oliver Mark, Sibylle Springer und Sonja Ofen in der Gallery Lazarus Hamburg



Mia Farrow, Ben Kingsley, Anthony Hopkins – Oliver Mark hat sie alle vor der Kamera gehabt. Jetzt stellt der international renommierte Fotograf mit Sibylle Spr [ ... ]



Geoff Berner: Grand Hotel Cosmopolis
 Geoff Berner: Grand Hotel Cosmopolis



Wie bewahren wir jene Musik von Menschen, die millionenfach ermordet wurden? Im Herzen, im Geist, auf der Bühne, als Publikum. Klingt nach Erinnerungskultur pur [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.