Neue Kommentare

Maggie zu Walter-Kempowski-Literaturpreis 2019: Guten Abend,
Gibt es denn schon irgendeine...

Lothar Segeler zu Filmtonschaffende erstmals als Urheber*innen an Kinoerlösen beteiligt: Großartig - wie lange haben wir darauf gewartet!...
Alf Dobbertin zu Henri Bergson: Die beiden Quellen der Moral und der Religion: Ein großes Lob dem Rezensenten Stefan Diebitz, d...
Maximilian Buchmann zu „Apocalypse Now - Final Cut”. Der Höllentrip des Francis Ford Coppola: Uff! Nur heute im Kino? Hoffentlich bekomme ich n...
Klaus Schöll zu Am 12. Juli 2019 wird die James-Simon-Galerie eröffnet – in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel: Ich finde das die Treppe zur James-Simon-Galerie ...

Lange Nacht der Museen Hamburg

Hamburger Architektur Sommer 2019


Musik

Joe Cocker - unverwechselbar, die Stimme!

Drucken
(50 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Mittwoch, den 17. August 2011 um 14:18 Uhr
Joe Cocker - unverwechselbar, die Stimme! 4.6 out of 5 based on 50 votes.
Joe Cocker

Wenn Titanen auf der Bühne stehen, hat selbst der Himmel ein Einsehen. Dicke Wolken hingen über Hamburg, als ‚Papa Joe’, das schier unverwüstliche Fossil aus Woodstock-Tagen, Punkt 20 Uhr die Freilichtbühne des Stadtparks betrat.
Doch es blieb trocken und warm, und so konnten viertausend Zuschauer ohne störende Regenschirme vor der Nase alten Hits wie "Unchain my Heard“ und "You can leave your Hat on“ mit summen.

Für seine Fans bleibt Joe Cocker einfach der Größte, auch im Alter noch. Mit „Summer in the City“ beschwor er gleich zu Anfang den gebrauchten August, den Petrus den Hamburgern in diesem Jahr angedreht hat. Und, tatsächlich, für eineinhalb Stunden stellte sich echtes Sommergefühl ein.
Zugegeben, Cocker hat einen enormen Bauch bekommen. Sein unverwechselbarer Ur-Schrei klingt nicht mehr ganz so kräftig wie einst und auch die Hände, die früher so heftig in der Luft zappelten, dass man Angst bekam, sind wesentlich ruhiger geworden. Doch was soll’s. Seine Fans sind auch ruhiger geworden. Wie schon beim Bob-Dylan-Konzert Ende Juni, präsentierte sich das Zuschauer-Rund vor der Open-Air-Bühne als ein einziges Meer aus silbergrauen Häuptern. Dicht an dicht standen die älteren Herrschaften auf dem abgetretenen Rasen, auch wenn das Stehen einigen schon sichtbar schwer fiel. Doch was tut man nicht alles, um sein Idol noch einmal live zu sehen. Jedem war klar, dass die „Hard Knocks“- Tournee Cockers letzte sein kann, auch wenn das Stehauf-Männchen des Rock mit seinen 67 Jahren noch enorm gut drauf ist. Seine markant-verrauchte Stimme lässt immer noch alle Nervenenden vibrieren und es gibt nach wie vor keinen besseren Beatles-Interpreten. Der gecoverte legendäre Woodstock-Hit „With A Little Help From My Friends“ klang so unverbraucht wie vor vierzig Jahren und begeisterte an diesem denkwürdigen Abend ebenso, wie die wunderbaren Schmuse-Songs „You Are So Beautiful“, „Up Where We Belong und „N’Oubliez Jamais“.

Aber auch die Vorgruppe ist einer Erwähnung wert: Shootingstar Tim Bendzko bewies, dass er noch mehr drauf hat, als „Nur noch kurz die Welt retten“. Schon erstaunlich, wie souverän der 25-Jährige Sonnyboy aus Berlin auf großer Bühne agiert. Von diesem talentierten Singer-Songwriter wird man in Zukunft garantiert noch mehr hören.
Insgesamt also ein runder Abend. Obwohl - mit einer Zugabe von Joe Cocker wäre er noch schöner gewesen.

Foto: Andrew MacPherson

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > Blog > Musik > Joe Cocker - unverwechselbar, die Stimme!

Mehr auf KulturPort.De

Der öffentliche Raum und seine Nutzungen – Plätze in San Fernando del Valle de Catamarca, Argentinien
 Der öffentliche Raum und seine Nutzungen – Plätze in San Fernando del Valle de Catamarca, Argentinien



Wie sieht es in anderen Ländern mit dem öffentlichen Raum aus? Bei uns gibt es ihn kaum noch, denn jeder freie Quadratmeter wird dem Auto gewidmet. Können wir [ ... ]



Theater-Horror vom Feinsten – „Mummy Brown/Mumienbraun“ der norwegischen Gruppe Susie Wang schockte beim Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel
 Theater-Horror vom Feinsten – „Mummy Brown/Mumienbraun“ der norwegischen Gruppe Susie Wang schockte beim Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel



Das Programmheft hat nicht zu viel versprochen: Eine derart blutige, ins Groteske überzogene Horror Picture Show hat man in Hamburg noch nicht geboten bekommen. [ ... ]



Rainer Mausfeld: „Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien“
 Rainer Mausfeld: „Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien“



Die Zitterpartie der Macht
Welch ein Glück im Unglück. Wie üblich nach einem Zwischenfall auf Leben und Tod so auch diesmal, wie erwartet: Kaum war das Kind  [ ... ]



„I Am Mother” Leinwandheldinnen in Zeiten von #MeToo
 „I Am Mother” Leinwandheldinnen in Zeiten von #MeToo



Grant Sputores post-apokalyptischer Science-Fiction Thriller „I Am Mother” beginnt als intimes Kammerspiel in einem, hermetisch von der Welt abgeschlossenen  [ ... ]



Letizia Battaglia: Retrospektive in Venedig
 Letizia Battaglia: Retrospektive in Venedig



Sie gilt als bekannteste „Mafia-Fotografin“ und als „eine der wichtigsten Fotografinnen unserer Zeit“, aber auch als politisch, ökologisch, sozial und f [ ... ]



DDR-Schlager, Weltraum-Fuzzys und Russische Rapper
 DDR-Schlager, Weltraum-Fuzzys und Russische Rapper



Das erste Wochenende nach der Eröffnung des Sommerfestivals auf Kampnagel
„Der Weltraum. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200...“ Manchen mögen  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.