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Hamburger Architektur Sommer 2019

Musik
Igor Cognolato

„Ich suche immer Komponisten aus, die ich besonders liebe“, sagt Igor Cognolato.
Ende Mai gastiert der italienische Ausnahmepianist auf Kultur Gut Hasselburg – mit Werken von Alfredo Casella, Robert Schumann, Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Liszt.

Es ist sicher kein Zufall, dass Igor Cognolato drei Komponisten aus dem deutschsprachigen Raum gewählt hat: Der 50jährige Venezianer, der heute an der Hochschule für Musik in Triest lehrt, machte seinen Master für Musik 1993 an der Musikhochschule in Hannover, seitdem fühlt er sich der deutschen Sprache und Kultur besonders verbunden.

Geboren in Treviso, Italien, begann Igor Cognolato im Alter von fünf Jahren seine musikalische Ausbildung bei Ida Longhino; mit 19 Jahren erhielt er mit ‚magna cum laude’ sein Diplom für Klavierspiel an der Hochschule „Benedetto Marcello" in Venedig unter Vincenzo Pertile und drei Jahre später sein Diplom in Chormusik und Chorleitung an der Hochschule „Felice Evaristo dall'Abaco" in Verona. Seine weitere musikalische Ausbildung führte ihn an die Hochschule für Musik in Hannover, wo er sein Konzertexamen absolviert. Mit Franz Liszts ‚Zweitem Klavierkonzert’ – live aufgenommen und ausgestrahlt – folgte sein Debüt mit dem NDR Sinfonieorchester.

Igor Cognolato ist als Solist für zahlreiche Orchester tätig, darunter für das Orchestra del Gran Teatro La Fenice di Venezia, das Sofia Chamber Orchestra und das Astrakhan Opera Symphony Orchestra. Nebenbei übernahm er 2013 die Hauptrolle und spielte einige Klavierstücke in die Dokumentation „Richard Wagner. Diario veneziano della sinfonia ritrovata" von Regisseur Gianni Di Capua.

Das Konzert im Schleswig-Holsteinischen Gut Hasselburg geht nun auf eine Einladung von Heikedine Körting-Beurmann und Andreas Beurmann zurück. Der renommierte Musiker, Musikwissenschaftler und Mitbegründer des ‚Hörspielverlags Europa’ sorgte 2000 für Schlagzeilen, als er seine umfassende Sammlung historischer Tasteninstrumente dem Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg vermachte. Seitdem stehen „Bitte nicht berühren“-Schilder auf den Museumsstücken: Jahrhunderte alte Cembali, Spinette und Clavichorde aus Italien, Frankreich, den Niederlanden und England. Igor Cognolato durfte sie bei seinem Hamburg-Besuch vor zwei Jahren jedoch bespielen.

Beim Besuch auf Kultur Gut Hasselburg, das Andreas Beurmann und seine Frau seit 1977 bewohnen, lernte der Pianist auch den schönen Barocksaal des Anwesens kennen und sagte spontan zu, in der unvergleichlichen Akustik der großen Halle ein Konzert zu geben. Am 30. Mai wird er sein Versprechen einlösen.

Der Klavierabend mit Igor Cognolato findet am 30. Mai um 19 Uhr statt.
Kultur Gut Hasselburg – Stahlberg Stiftung, Allee 4, in 23730 Altenkrempe bei Neustadt/Holstein.

Tickets im Internet: 15-25 Euro; 10-15 Euro (erm.) und Konzertagentur Haase, Lienaustr. 10, Neustadt i.H., Tel. (04561) 2333

Programm:
- Alfredo Casella (1883-1947): Elf Kinderstücke op. 35
Preludio. Valse diatonique. Canone. Bolero. Omaggio a Clementi. Siciliana.
Giga. Minuetto. Carillon. Berceuse, Galop final.
- Robert Schumann (1810-1856): Kreisleriana, acht Phantasien op. 16
1. Äußerst bewegt,
2. Sehr innig und nicht zu rasch.
3. Sehr aufgeregt.
4. Sehr langsam.
5. Sehr lebhaft.
6. Sehr langsam.
7. Sehr rasch.
8. Schnell und spielend.
- Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Adagio, KV 540
- Franz Liszt (1811-1886): Spanische Rhapsodie
Folies d’Espagne et Jota Aragonesa


Abbildungsnachweis:
Header: © Igor Cognolato

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