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Ein surrealer Flohmarkt - Michael Jacksons Neverland-Ranch im Ausverkauf

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Dienstag, den 14. April 2009 um 15:26 Uhr
Ein surrealer Flohmarkt - Michael Jacksons Neverland-Ranch im Ausverkauf 4.0 out of 5 based on 125 votes.
„Wenn wir das sind was wir sammeln“, so fragt heute Ashley Surdin von der Washington Post, „was können wir dann von dem Flohmarkt des Jahrhunderts lernen?“
Die Autorin spielt auf einen riesigen Ausverkauf von knapp 1.400 Objekten an, die noch bis zum 21. April ausgestellt sind. Alle Objekte stammen aus Michael Jacksons Neverland-Ranch im kalifornischen Weinland von Los Olivos. Ab dem 22. April findet in einer Shopping-Mall vier Tage lang eine gigantische Auktion statt. Allein der Katalog zur Versteigerung zählt 900 Seiten. Zu Ersteigern sind Bronzeskulpturen, die häufig Kinder darstellen, stumme Diener, Kitschbilder, Spielzeug aller Art, Mobiliar, Glitzerhandschuhe von Jacksons Bühnenshows, Königsmäntel, die der King of Pop wahrscheinlich als Bademantel trug, sogar eine lebensgroße Legofigur von Darth Vader ist dabei. Michael Jackson sammelte alles, was ihm gefällt und das dann gleich in großen Massen. Vieles von dem, was in Kalifornien unter den Hammer kommt ist nicht nur geschenkt, wie ein Basketball mit Widmung von Michael Jordan, nein, Jackson muss es geliebt haben, zu shoppen - und das ausgiebig.

Seit 2005 ist "Neverland" verwaist und Michael Jackson ist seit den Anklagen wegen sexueller Belästigung von Kindern nicht mehr der Peter Pan, mit dem er sich gerne verglich. Längst wohnt er auf der Ranch nicht mehr und nun wissen es auch seine Fans: Der Mann ist eine tragische Figur und im Grunde eine arme, naive Seele. Seine Schulden sind immens, sein Ansehen im Keller, wie er wirklich aussieht, ist nach so vielen plastischen Operationen nicht mehr zu erkennen.
Was ist aus dem Musiker geworden, auf den eine ganze Generation abgefahren ist? Michael Jackson ist ein Ausnahmemusiker und Entertainer gewesen.
Und übrigens: Ja, er scheint das geworden zu sein, was er sammelt.

Mehr Informationen und Bilder der Objekte unter: www.nytimes.com alt

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