Werbung

Neue Kommentare

Ulrike Tempel zu Adventsmessen und Handwerkermärkte in Hamburg – Alle Jahre wieder...: Leider sind die Termine veraltet 2017 / 2018...
Irmgard Gottschlich zu 50 Jahre Sammlung Ulla und Heinz Lohmann: Herzliche Gratulation zu diesem Ereignis, nicht n...
Dr. Carola Siepmann zu Flucht ins Ungewisse - Ausstellung im Hamburger Rathaus: Hallo, gern hätte ich die Ausstellung heute ange...
Claus Friede zu „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms : Danke für Ihren Kommentar, Herr Zurch.
We...

Bernd Zurch zu „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms : Vielen Dank. Warum gibt es keine Sternchen mehr? ...

Lange Nacht der Museen Hamburg

Hamburger Architektur Sommer 2019


Literatur

Zuflucht im Buddhismus und in der Literatur

Drucken
(98 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Sonntag, den 02. Mai 2010 um 17:39 Uhr
Zuflucht im Buddhismus und in der Literatur 4.4 out of 5 based on 98 votes.

DS: Das war vor ungefähr vier Jahren?

GL: „Und wird erfreulicherweise dieses Jahr wiederholt, wir fahren im Juni wieder auf die Halbinsel Peljeschatz. Übrigens handelt es sich bei dieser Form des Schreibens um etwas, das mich in der Zukunft mehr und mehr beschäftigen wird, auch und gerade in Bezug auf die Hamburger Autorenvereinigung. Wir denken darüber nach, im nächsten Jahr in die Türkei zu reisen. Irgendwie muss sich die HAV ja nicht in Lesungen erschöpfen, ich sehe gar nicht ein, wieso das ein reines Veranstaltungszentrum sein soll. Gerade hier wären Workshops wunderbar: man reist irgendwo hin, arbeitet gemeinsam und trägt das auf Lesungen vor! Denkbar wäre auch, dass ein Autor über seine Schriftstellerei redet, erklärt, wie er schöpferisch tätig ist und mit anderen darüber diskutiert. Das ist viel lebendiger und sinnvoller als reine Lesungen und eine hervorragende Art, die Literatur wieder dahin zu bringen, wo sie hingehört, nämlich ins Literarische.“

Ja, und dann macht Gino Leineweber eben auch Lyrik. Es gibt eine CD in zartem Hellblau mit Dünengras auf dem Titel, in der er selbst seine 52 Texte aus den Zyklen ‚Jahreszeiten’ und ‚Von mir, von dir, von Allem’ spricht, mit seiner ruhigen, trockenen, norddeutschen Stimme.
Ihm sei, meint er bedauernd, von anderer Seite aus dem Literaturbetrieb gesagt worden, seine Lyrik sei nicht zeitgemäß, weil erzählend und nicht so ‚verknappt’, wie sie aktuell zu sein hat.

Es muss ja an mir und meinem Mangel an zeitgemäßem Kunstverständnis liegen. Aktuelle Lyrik, Verzeihung, ist mir oft zu schwabbelig und nimmt sich selbst so schrecklich ernst. Die von Gino Leineweber mag ich. Von mir aus ist das altmodisch – es erinnert bei einigen Pointen geradezu an Wilhelm Busch oder Heinz Ehrhard, verschmitze Lyrik:

Wenn Wasser
mit Wasser
sich begegnet,
was denkt
das Meer dann,
wenn es regnet?

Dann enthalten die kleinen Texte wieder Landschafts- und Wetterportraits, bei denen ein Hauch Detlev von Liliencron zu schnuppern ist, sinnliche Lyrik:

Kein Wind.
Fast sommerliche Wärme.

Leicht entsteigt Nebel
aus den Ebenen der Marsch.

Ein eigenartiges Glück
ruht auf der Erde.

Ein besinnlicher Abend –
es muss ein Herbsttag sein.

Letztendlich schlägt der Gino hier den Bogen zum Leineweber, vom Sensibel-Künstlerischen zum Handfest-Praktischen, da begegnet der Buddhist dem Kaufmannssohn, sympathische Lyrik:

Sei nur.
Ein Sein im Sein.
Einsein.

Ich bin ein Mensch.
Muss mich bewegen.
Wenn ich nur bin,
das ist mir kein Leben.


Also, ich kann mir nicht helfen, mir gefällt das!

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

avatar Sagittarius
-8
 
 
Es gefällt einem doch nicht nur dann, wenn man sich nicht helfen kann? Es kann einem vielleicht gefallen, ohne jede Hilfe, einfach SO?
Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
ChronoComments by Joomla Professional Solutions
Meinen Kommentar abschicken
Abbrechen
avatar Gerrit Richter
+9
 
 
Es gefällt mir auch. So oder so. Nicht nur die Gedichte, auch das Interview.
Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
ChronoComments by Joomla Professional Solutions
Meinen Kommentar abschicken
Abbrechen
Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken


 
Home > Blog > Literatur > Zuflucht im Buddhismus und in der Literatur

Mehr auf KulturPort.De

Impressionismus – Meisterwerke aus der Sammlung Ordrupgaard
 Impressionismus – Meisterwerke aus der Sammlung Ordrupgaard



Zum zweiten Mal zeigt die Hamburger Kunsthalle Meisterwerke aus dem dänischen Museum Ordrupgaard. Erst im Frühjahr war „Im Licht des Nordens“ zu Gast. Nun  [ ... ]



Kunstbetriebe3 – Skulptur verändert.
 Kunstbetriebe3 – Skulptur verändert.



11 Künstlerinnen und Künstler – 11 Betriebe: Künstler und Betriebe der Region Lübeck zusammenzubringen, ist das Vorhaben der „KunstBetriebe“, das in di [ ... ]



„Das unverlierbare Leben“ von Marion Tauschwitz – Unvergessliche Erinnerungen an Hilde Domin
 „Das unverlierbare Leben“ von Marion Tauschwitz – Unvergessliche Erinnerungen an Hilde Domin



„Hilde Domins Dichtung ist Spiegelbild ihres Lebens. Werk und Leben sind eng miteinander verknüpft. Das eine ohne das andere nicht denkbar“, schreibt Marion [ ... ]



Les Passions de l'Ame: Variety – The Art of Variation
 Les Passions de l'Ame: Variety – The Art of Variation



Johann Heinrich Schmelzer (1623-1680), Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704) und Johann Joseph Fux (um 1660-1741) gehören nicht zu den österreichischen Kompon [ ... ]



„Der Leuchtturm” – Robert Eggers und die Metaphorik des Wahnsinns
 „Der Leuchtturm” – Robert Eggers und die Metaphorik des Wahnsinns



Der US-amerikanische Regisseur Robert Eggers inszeniert seinen Film „Der Leuchtturm” ästhetisch virtuos als expressionistische finstere Horror-Mär zwischen [ ... ]



Add art – zum 7. Mal Einblicke in die vielfältige unternehmerische Beschäftigung mit Kunst
 Add art – zum 7. Mal Einblicke in die vielfältige unternehmerische Beschäftigung mit Kunst



Hamburgs Unternehmen können sich der Öffentlichkeit als Kunstförderer vorstellen, die Öffentlichkeit hat die einmalige Chance, Sammlungen kennenzulernen, zu  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.