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Hamburger Architektur Sommer 2019

Literatur
Wir sind nicht Nische, sondern Juwel! - 5plus

Die gute Nachricht zuerst: Das Buch hat Zukunft.
Darüber zumindest bestand Einigkeit bei denen, die am Dienstagabend im Literaturhaus Hamburg zur Gesprächsrunde „Bücherzukunft“ gekommen waren. Geladen hatte die fast fünf Jahre alte Buchhändler-Kooperation „5plus“, zu der inzwischen acht individuell geführte Häuser gehören: Felix Jud in Hamburg, Lehmkuhl in München, Schleichers Buchhandlung in Berlin, Klaus Bittner in Köln, die Buchhandlung zum Wetzstein in Freiburg, Dombrowsky in Regensburg, in Wien Leporello und in Baden in der Schweiz Librium.

 
Literatur
Giuseppe Bonaviri – einer der Gründungsväter der Migrationsliteratur Italiens

Heute vor fünf Jahren, am 21.3.2009 verstarb der sizilianische Dichter und Schriftsteller Giuseppe Bonaviri in Frosinone bei Rom.
Anlässlich seines 5. Todesjahres und mit Blick auf die gegenwärtige italienische Literaturlandschaft zeigt sich, wie lebendig sein schriftstellerisches Schaffen auch nach seinem Tod ist. Insbesondere der Migrationsaspekt seines Lebens, der in jedem seiner Werke zum Ausdruck kommt, wirkt so aktuell wie nie, stammen doch die zur Zeit innovativsten literarischen Texte in italienischer Sprache vornehmlich aus der Feder von Autoren mit Migrationshintergrund – ob nun vom Immigranten aus dem Maghreb, der sich in Italien niedergelassen hat, oder vom Emigranten, den es nach Kanada verschlagen hat und der weiterhin in seiner Muttersprache schreibt.

 
Literatur
Der Fluch der Väter - Michael Göring - Vor der Wand

Ein Vater-Sohn-Konflikt, ein dunkles Geheimnis:
In seinem neuen Entwicklungsroman „Vor der Wand“ verarbeitet Michael Göring eines der schlimmsten Kriegsverbrechen der Deutschen in Italien – das Massaker 1944 in Sant‘ Anna di Strazzema.
Ein Gespräch über Schuld und Sühne, den Umgang mit einem belasteten Namen und die Kraft der Musik.

 
Literatur
Das Literaturhaus Schleswig-Holstein – ein Blick zurück, ein Blick voraus

Der 1989 gegründete Verein Literaturhaus Schleswig-Holstein ist ein Netzwerk der Literatur im nördlichsten Bundesland.
Er begleitet, unterstützt und verknüpft die Arbeit der etwa 20 angeschlossenen Vereine und Verbände, bietet eigene Veranstaltungen in Kiel und im Land an und gibt eigene Publikationen heraus.

Der Rückblick auf das Jahr 2013
Lyrik im Gespräch: Sehr erfreulich waren die Bemühungen des Literaturhauses Schleswig-Holstein in Kiel im allgemeinen Jahresprogramm 2013, die Lyrik ins Gespräch zu bringen. Angefangen mit einer großen Präsentation aktueller Arbeiten von sieben Autoren, darunter die Kieler Arne Rautenberg, Christopher Ecker und der Lübecker Hendrik Rost, zum „Welttag der Poesie“ im März über die Vorstellung neuer Werke von Doris Runge, Bodo Heimann und Ingrid Glienke und die Auftritte der französischen Slam-Poeten Poison d'Avril und Alice Ligier bei ihrem Besuch in Kiel bis hin zu einem eindrucksvollen Lyrikabend zur polnischen Literaturnobelpreisträgerin Wisława Szymborska hatte die Lyrik große und durchweg sehr gut besuchte Abende im Literaturhaus, die schließlich im Dezember mit den drei Veranstaltungen zur Liliencron-Dozentur des Kielers Arne Rautenberg einen weiteren Höhepunkt fanden.

 
Literatur
Wortkünstler / Bildkünstler. Von Goethe bis Ringelnatz. Und Herta Müller

Goethe bewertete seine eigenen Zeichnungen als Pfuscherei, Victor Hugo seine Rotwein- und Kaffeebilder als Kritzeleien, Wilhelm Busch gar seine Malerei als G'schmier.
Die Ausstellung "Wortkünstler / Bildkünstler Von Goethe bis Ringelnatz. Und Herta Müller" im Museum Behnhaus Drägerhaus in Lübeck widmet sich der künstlerischen Doppelbegabung von Schriftstellern: Johann Wolfgang von Goethe, Justinus Kerner, Victor Hugo, George Sand, Hans-Christian Andersen, Wilhelm Busch, Paul Scheerbart sowie Joachim Ringelnatz. Schriftsteller, die ihren Ausflug in die bildende Kunst durchaus humorvoll und selbstkritisch gesehen haben. Hertha Müller, deren Wortcollagen im Pavillon der Overbeck-Gesellschaft im Garten des Behnhauses präsentiert werden, sieht sich ebenfalls nicht als bildende Künstlerin.

 
Literatur
Stefan Zweig: „Ich habe das Bedürfnis nach Freunden“

Stefan Zweig zählt zu den wohl wichtigsten deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts, der vor allem durch seine Novellen (Die Schachnovelle) und historischen Biografien (Marie Antoinette) bekannt geworden ist.
Der neu erschienene Band „Ich habe das Bedürfnis nach Freunden“, herausgegeben vom langjährigen Leiter des Salzburger „Stefan Zweig Centre“ Klemens Renoldner, versammelt nun beliebte Erzählungen des Literaten mit seinen noch weitgehend unbekannten Kurzgeschichten, Aufsätzen und Essays.

 
Literatur
Dicht am Leben: Heinz Strunk – Abhängigkeiten, Rettung und Glücksreservoire

Als er 30 Jahre alt war, hatte er die Horrorvorstellung, mit 50 immer noch im pinkfarbenen Glitzersakko Tanzmucke im Landkreis Harburg zu machen.
Dann schrieb er „Fleisch ist mein Gemüse“ und alles wurde anders: Heute gilt Heinz Strunk als einer der populärsten und produktivsten Vertreter neuer deutscher Pop-Literatur. Sein neues Buch „Junge rettet Freund aus Teich“ ist das bislang persönlichste und wohl auch deprimierendste Werk der autobiographischen Reihe.

 
Literatur
Zhao Jie - Kleiner Phoenix

Die „Große Proletarische Kulturrevolution“ stellte in ihrer Gesamtheit vor allem eine große Tragödie für das chinesische Volk dar, die bis heute nachwirkt.
Für jene Menschen, die zur Zeit der chinesischen Kampagnen der 1950er- und 60er-Jahre aufwuchsen, bedeutete dies ihre Kindheit und Jugend unter permanenten starkem politischen und propagandistischem Druck verbracht zu haben. Doch die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen im Land der Mitte gehen unaufhaltsam voran und ändern auch Bewusstsein. Es dauerte für viele der Generation der Kulturrevolution sehr lange, sich aus der Ideologie und den Prägungen befreien zu können – wenn sie dies überhaupt schafften. Die Nachwirkungen sind jedenfalls bis heute in allen gesellschaftlichen Bereichen spürbar.

 
Literatur
Brion Gysin and WSB in front of the Pharmaceutical Museum, Basel, 1979. Foto: © Ulrich Hillebrand.

„Ein Paranoiker ist jemand, der alle Fakten kennt“, sagte William S. Burroughs (1914-1997) einmal.
Er kannte alle Fakten: Mord, Heroinsucht, Homosexualität. In „Naked Lunch“, seinem Erstlingswerk von 1959, verarbeitete der amerikanische Schriftsteller seine Erlebnisse und Erfahrungen. Das Buch wurde in den USA ein Skandal und war bis Mitte der 60er-Jahre verboten. Dann wurde es Kult und zählt heute, neben Jack Kerouacs „On The Road“ und Allen Ginsbergs Gedicht „Howl“, zu den wichtigsten Werken der Beat-Generation. Die Hamburger Deichtorhallen zeigen nun in der Sammlung Falckenberg in Harburg eine umfangreiche Burroughs-Retrospektive, die den Schriftsteller erstmals als multimedialen Künstler vorstellt.

 
Literatur
Peggy Parnass

Sie ist Hamburgs Mutter Courage: Peggy Parnass hat mit ihren Gerichtsreportagen Geschichte geschrieben.
In Ihrem Buch „Kindheit“ stellt sie sich erneut ihrer eigenen Geschichte.

Isabelle Hofmann (IH): „Kindheit“, illustriert von der brasilianischen Künstlerin Tita do Rêgo Silva mit großartigen Originalholzschnitten, ist eines der schönsten Künstlerbücher dieses Herbstes. Ihre Erinnerungen an diese Zeit jedoch sind grauenvoll. Die Nazis haben Ihre Eltern und Großeltern umgebracht. Bis auf eine Tante in Belgien, einen Onkel in London und ihren kleinen Bruder, mit dem Ihre Mutter Sie 1939 nach Schweden schickte, wurde Ihre gesamte Familie ausgelöscht. Hatten Sie nicht gesagt, dass Sie nie über Ihre Kindheit sprechen wollen?

 
Literatur
Autor Matthias Stührwoldt über den Wahnsinn auf dem Lande

„Verliebt Trecker fahren“ hieß sein erstes Buch vor neun Jahren. Damals waren Matthias Stührwoldt und seine vergnüglichen Geschichten über den alltäglichen Wahnsinn auf dem Lande noch Geheimtipps.
Mittlerweile zählt der Biobauer aus Stolpe, Kreis Plön, zu den beliebtesten Schriftstellern Schleswig-Holsteins. Isabelle Hofmann traf den humorvollen Autor vor seiner Lesung am 19.9. beim Hamburger Literaturfestival HarbourFront.

 
Literatur
alt

Rainer Moritz liebt Proust, Flaubert und Hermann Lenz. Das ist nicht weiter erstaunlich, schließlich ist er der Chef des Hamburger Literaturhauses.
Umso ungewöhnlicher sind seine beiden anderen Leidenschaften. Isabelle Hofmann traf Rainer Moritz und sprach mit ihm über Fußball, Schlager und Literatur.

 
Literatur
Ein Spaziergang war es nicht – ein Gespräch mit Eliyah Felix Havemann

„Dieses Buch entkräftet das Argument, die DDR sei gar nicht so schlimm gewesen!“, sagt Eliyah Felix Havemann entschieden.
„Es gefällt mir deshalb so gut – und das liegt in erster Linie an den Geschichten der Mitautoren – weil wir alle davon erzählen wie wir mehr oder weniger unfreiwillig vom Osten in den Westen gekommen sind. Wir sind alle als Kinder oder junge Erwachsene nach Westdeutschland gekommen und keiner von uns hat es bereut, auch wenn der Neubeginn für viele von uns nicht angenehm war. Das Argument wird also entkräftet, in dem es bestätigt wird.“

 
Literatur
Hellmuth Karasek: „Soll das ein Witz sein?“

Hellmuth Karasek ist einer der bekanntesten Journalisten Deutschlands und eine Instanz in Sachen Literatur.
Was die wenigsten wissen: Der Hamburger Autor und Kritiker ist seit Kindesbeinen ein begeisterter Witzesammler. Jetzt hat er sogar ein Buch darüber geschrieben.

 

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