Neue Kommentare

Kentin Abalo zu „Assassination Nation” – Leinwandheldinnen in Zeiten von #MeToo : WAS FÜR EIN FOTO!!!
Großartig. Hoffe der...

Sybille zu Das Chinesenviertel auf Hamburg St. Pauli: Danke für den Beitrag. Ich sehe gerade den Film ...
Nikias Geschke zu „The Guilty”. Der beklemmende Minimalismus des Gustav Möller: Das klingt superspannend. Danke für den Tipp. ...
Harry zu „Otto. Die Ausstellung“: OTTO ist großartig. Ich wusste nicht, dass er ei...
Alex zu Film Festival Cologne - Von starken Spielfilmdebüts und schwächelnden Stars: Wer bist du? Halten Sie Ihre Meinung besser, wenn...

Lange Nacht der Museen Hamburg

Hamburger Architektur Sommer 2015


Kultur und Management

Hamburger Kunsthalle plant Skulpturenparcours für 2014

Drucken
(169 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Dienstag, den 02. April 2013 um 09:26 Uhr
Hamburger Kunsthalle plant Skulpturenparcours für 2014 4.4 out of 5 based on 169 votes.
Hamburger Kunsthalle plant Skulpturenparcours für 2014

Bislang präsentiert er sich nicht besonders einladend, der Platz vor dem Seitenportal der Hamburger Kunsthalle: Pflastersteine wohin das Auge blickt.
An dem etwas tristen Eindruck können auch die beiden prachtvollen Platanen nichts ändern.
Bernhard Luginbühls (1929-2011) Stahlplastik „Der kleine Zyklop“ von 1967 wirkt eher ab- als aufgestellt und wer derzeit einen Sitzplatz sucht, muss mit einem kalten Steinmäuerchen vorlieb nehmen.

Es ist nicht zu übersehen: Das einst so repräsentativ erdachte „Fenster“ zum gegenüberliegenden Hauptbahnhof hat jahrzehntelang die Schotten dicht gemacht und die Insellage zwischen den Verkehrsachsen (Gleisanlage, Brücke und Glockengießerwall) nur noch betont.
Das soll sich bald sichtbar ändern. Nach Einrichtung des zentralen Cafés in der Rotunde des Kuppelbaus (die damit erstmals von außen direkt zugänglich wurde), will Kunsthallendirektor Hubertus Gassner nun ein umfassendes Facelifting des Außenbereiches in Angriff nehmen. Der Antrag liegt bei der Stadt, nach der Entscheidung soll die Planungsphase abgeschlossen werden und im Frühjahr 2014 könne der Skulpturen-Boulevard fertiggestellt sein. Die Pflastersteine verschwinden, der Vorplatz soll grüner und freundlicher werden, die Gastronomie geht in den neuen Garten, der sich dann als Teil des neuen „Skulpturenboulevard“ am Haupteingang und dem Hubertus-Wald-Forum vorbei bis hin zur Galerie der Gegenwart ziehen soll.

Das Hamburger Landschaftsarchitekten-Büro Lichtenstein wurde bereits mit der Umgestaltung des Vorplatzes beauftragt und orientiert sich dabei am ursprünglichen Kunsthallengarten, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit dem Bahnhofsvorplatz noch eine Einheit bildete. Die Neugestaltung sieht nun eine einladende Stufenanlage vor, die halbhohe Mauer, die sich um eine Platane windet, wird abgerissen und zwischen Stufen und Rasenfläche ist kleines Wasserbecken geplant, an dem Aristide Maillos (1861-1941) berühmte Allegorie „La Rivière – Der Fluss“ (1939/44) einen neuen Standort finden soll. Bislang schwebt das imposante Bronzeweib auf einem Sockel über der Einfahrt zum Wallringtunnel, gegenüber der Kunsthalle und schaut himmelwärts. Die Hamburger Situation symbolisiert leider lediglich den permanenten Verkehrsfluss. „Im Fluss“ ist übrigens einer von vier Originalabgüssen (die weiteren sind in Paris, New York und Pasadena zu finden).

Welche Skulpturen den Parcours künftig noch bestücken werden, steht bislang nicht final fest. Viel Auswahl hat die Kunsthalle an Außen-Skulpturen nicht zu bieten. Der lebensgroße „Löwe“ (1904) von August Gaul (1869-1921) soll dabei sein, auch der bislang vernachlässigte „Reiter“ (1908) von Hermann Hahn (1868-1945) – er steht bereits auf dem Platz. Wahrscheinlich wird noch die eine oder andere Arbeit aus dem öffentlichen Raum auf die Hamburger Museumsinsel wechseln. In jedem Fall soll Klaus Kumrows „Sänfte“ (1986/91) wieder aufgestellt werden. Die mächtige, über zwei Meter hohe und vier Meter lange Skulptur, die der früh verstorbene Hamburger Künstler als damals jüngster documenta-Teilnehmer 1988 in Kassel zeigte, war zuletzt zwischen 1991 und 2000 auf dem Deichtorhallenplatz zu sehen. Danach fristete die „Sänfte“ ein Dasein im Lager der Kulturbehörde und wird nun gerade wieder in Stand gesetzt. Ein zentraler Ehrenplatz auf dem Skulpturenboulevard stünde ihr in jedem Fall zu.


Fotonachweis:
Header: Blick auf das Seitenportal der Hamburger Kunsthalle. Links die Skulptur „Der kleine Zyklop“ von Bernhard Lüginbühl. Foto: Claus Friede
Galerie:
01. Der Vorplatz des Seitenportals mit Lüginbühl, Walther und Hahn-Plastiken. Foto: Claus Friede
02. und 03. Gang entlang der Hamburger Kunsthalle und dem Hubertus-Wald-Forum zur Galerie der Gegenwart. Fotos: Claus Friede
04. Aristide Maillol „Im Fluss“. Foto: Claus Friede
05. Klaus Kumrow „Sänfte“. Standort Deichtorhalle. Foto: Kulturbehörde 

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > Blog > Kultur & Management > Hamburger Kunsthalle plant Skulpturenparcours...

Mehr auf KulturPort.De

100 Jahre Lettland: Handschuh-Daumen hoch
 100 Jahre Lettland: Handschuh-Daumen hoch



Eine Handschuh-Aktion passt wie die Faust aufs Auge, wenn die lettische Hauptstadt Riga, der baltische Staat Lettland und der Rest der Welt heute, am 18. Novembe [ ... ]



Peter de Vries – Hut- und Urnenhüllen-Macher
 Peter de Vries – Hut- und Urnenhüllen-Macher



Wie muss man sich eine Person vorstellen, die Freunde und Kollegen als „Naturereignis“ bezeichnen?
In jedem Fall als einen charismatischen Menschen mit üb [ ... ]



Maria Austria. Eine jüdische Fotografin aus Amsterdam in Berlin
 Maria Austria. Eine jüdische Fotografin aus Amsterdam in Berlin



Das Verborgene Museum in Berlin-Charlottenburg präsentiert bis zum 10. März 2019 Fotoarbeiten und Dokumente der niederländischen Fotografin Maria Austria (191 [ ... ]



„Cold War – Der Breitengrad der Liebe” - Oder die Magie einer schwarzen Leinwand
 „Cold War – Der Breitengrad der Liebe” - Oder die Magie einer schwarzen Leinwand



Paweł Pawlikowski hat das schwermütige, visuell atemberaubende Noir-Drama „Cold War” seinen Eltern gewidmet, deren stürmische On- und Off-Beziehung ihn zu [ ... ]



Madeleine Peyroux: Anthem
 Madeleine Peyroux: Anthem



Jazz oder nicht Jazz? – Was Madeleine Peyroux auf ihrem neuen Album präsentiert, ist relaxt und poetisch, warm und subtil, aber auch modern, überraschend luf [ ... ]



68. Pop und Protest
 68. Pop und Protest



APO, Mini, Flower-Power: Mit der glänzend inszenierten Ausstellung „68. Pop und Protest“ verabschiedet sich Sabine Schulze nach zehn Jahren als Direktorin d [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.