Neue Kommentare

Maggie zu Walter-Kempowski-Literaturpreis 2019: Guten Abend,
Gibt es denn schon irgendeine...

Lothar Segeler zu Filmtonschaffende erstmals als Urheber*innen an Kinoerlösen beteiligt: Großartig - wie lange haben wir darauf gewartet!...
Alf Dobbertin zu Henri Bergson: Die beiden Quellen der Moral und der Religion: Ein großes Lob dem Rezensenten Stefan Diebitz, d...
Maximilian Buchmann zu „Apocalypse Now - Final Cut”. Der Höllentrip des Francis Ford Coppola: Uff! Nur heute im Kino? Hoffentlich bekomme ich n...
Klaus Schöll zu Am 12. Juli 2019 wird die James-Simon-Galerie eröffnet – in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel: Ich finde das die Treppe zur James-Simon-Galerie ...

Lange Nacht der Museen Hamburg

Hamburger Architektur Sommer 2019


Kultur, Geschichte und Management

Die 12. Lange Nacht der Museen in Hamburg

Drucken
(139 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Freitag, den 20. April 2012 um 07:49 Uhr
Die 12. Lange Nacht der Museen in Hamburg 4.4 out of 5 based on 139 votes.
Lange Nacht der Museen 2012

Sie ist wohl eine der kleinsten Kultureinrichtungen in Hamburg, die sich die Macher der „Langen Nacht der Museen“ ausgesucht haben, um zur Pressekonferenz zu bitten: Das Telemann-Museum.
So war diese Veranstaltung wohl prozentual so gut besucht und voll ausgelastet wie der nächtliche Rundgang durch die Museen der Hansestadt. Rund 30.000 Besucher erobern jedes Mal die Ausstellungshäuser - in diesem Jahr werden 48 daran teilnehmen und sie sind alle gut zu Fuß, per Bus, Stadtrad oder Barkasse erreichbar.
Am Samstag, 28. April, zwischen 18 und 2 Uhr öffnen die Einrichtungen ihre Ausstellungsräume, Archive, Cafés, Säle und mehr. Je nach Wetter werden auch einige Programmpunkte im Freien zu sehen und hören sein. Apropos hören - Lisa Kosok, Direktorin des Museums für Hamburgische Geschichte, wies darauf hin, dass Musik mittlerweile ein wesentlicher Faktor der Langen Nacht sei und zählte gleich zig Institutionen auf, die mit einem besonderen Musikprogramm glänzen: Deichtorhallen, Rathaus, Museum der Arbeit, Telemann-Museum und weitere.

Ob sich die museale Ruhe dann am Sonntag wieder einstellt ist noch fraglich, denn zum Glück gilt die Eintrittskarte zur Langen Nacht auch dann noch und dies alles zu einem Preis von nur 12 Euro (ermäßigt 8 Euro).

„Keine Lange Nacht ist wie die andere, auch in diesem Jahr können die Besucher wieder vier neue kulturelle Attraktionen erleben: Neu dabei ist die 2011 eröffnete Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe. In einer historischen Villa zeigt die Dauerausstellung Dokumente zur Vergangenheit des Wasserwerkes Kaltehofe mit dem Hygienischen Institut. In dem Museumsneubau flaniert der Besucher durch eine fiktive Bildhauerwerkstatt und lernt zwei Jahrhunderte Geschichte der Hamburger Brunnen und Wasserspiele kennen. Zum ersten Mal nimmt auch die Sammlung Falckenberg in den Harburger Phoenix-Hallen mit einer Ausstellung fotografischer Arbeiten des Filmregisseurs Wim Wenders teil. Ein besonderes Umwelterlebnis in der Großstadt bietet das Gut Karlshöhe den Lange-Nacht-Besuchern. Die Ausstellung zu den Jahreszeiten ermöglicht einen spannenden Gang durch Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Ebenfalls neu dabei ist das bereits erwähnte Telemann Museum, das erst im vergangenen Jahr eröffnet wurde und das weltweit erste Museum über das Leben und Werk des Komponisten Georg Philipp Telemann ist“, heißt es im Programmtext.

In der Tat gibt es reichlich sehenswertes, und wie in jedem Jahr schaffen viele Besucher nur einen Bruchteil von dem, was sie sich vorgenommen haben. Da Kultur-Port.De auch diesmal wieder Medienpartner der Langen Nacht ist, fangen wir also mit unseren Tipps an:
Im Altonaer Museum heißt es „Zahlen, bitte“. Das klingt doppeldeutig! Es geht jedoch ums Rechnen, und auf dem Programm steht „Mathemagisches“ und der Titel eines Films der zeigt, dass Mathe Spaß machen kann: „Alles ist Zahl.

Das Ernst-Barlach-Haus wir 80 Jahre alt und so liegt das ebenfalls doppeldeutige Motto "Feste feiern" auf der Hand. Emil Nolde, der nordeutsche, expressionistische Maler steht im Mittelpunkt der nächtlichen Aktivitäten. "Träume vom Meer. Der Maler Emil Nolde" betitelte Wilfried Hauke seinen Film, der um 22:50 Uhr gezeigt wird und eine Stunde dauert.

„Von Osaka nach Shanghai“ heißt das Nachtmotto des Hafencity Nachhaltigkeitspavillons und von dort starten Führungen zum Thema "Ferner Osten". Anmelden kann man sich jeweils 20 Minuten vor dem Start zu den Rundgängen. Es lohnt sich übrigens die Bildreise durch Osaka, Hamburg und Shanghai mitzuerleben, die ab Dämmerung am Pavillon stattfindet und als Projektion am Wasser ihren ganz besonderen Charme hat.
Wie schon in den vergangenen Jahren ist das Hamburger Rathaus wieder mit von der Partie. Um 18:30 Uhr stellt Caro Josée auf der Bühne der Rathausdiele ihre neue CD vor: Wunderschöne Texte, Gypsy-Swing und Jazz und um 22:00 Uhr klingen die acht Stimmen von „Klanggold“ a-cappella im Großen Festsaal.

Man kann sich aber auch Nachdenklichem hingeben, in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. „Warjan und Ruchla – sie hatten gerade begonnen zu leben“ widmet sich eine Woche nach dem Holocaust-Gedenktag thematisch den „Jugend-KZs“. Filme sind zu sehen: Portraits von zeitzeugen, „Die Kinder vom Bullenhuser Damm“ und Rolf Schübels „Heimweh des Walerjan Wröbel“.

Zur „Spätschicht“ lädt das Museum der Arbeit. Bagger, Straßenwalzen und Eisenbahn für die kleinen und großen Jungs, Stanzen, Prägen und Kaffeerösten für alle. Aber vor allem gibt es wieder legendäre Konzerte mit "Tuten & Blasen" auf dem Hof.

Lohnenswert ist ein Besuch der Sammlung Falckenberg in Harburg. Auch wer Wim Wenders Filme nicht als großartige Meisterwerke sehen kann, wird seine Fotografien, die in einer gerade eröffneten Sonderausstellung zu sehen sind, lieben. Rundgänge durch das Sammlerhaus zeigen u.a. Werke von Martin Kippenberger, John Bock, Jonathan Meese und Mike Kelley.


Die Eintrittskarten sind erhältlich:
• An allen Museumskassen
• In der Haspa-Hauptgeschäftsstelle am Jungfernstieg
• Im Oldie 95 Ticket-Center, der BILD BOX in der Europa Passage
• In der Hamburger Tourismuszentrale am Hauptbahnhof
• In allen Konzert- und Vorverkaufskassen
• Im Internet über www.eventim.de

Das Ticket enthält den Eintrittspreis für die teilnehmenden Museen sowie die Berechtigung zur Nutzung der Museumsnacht-Busse und aller HVV-Linien zur An- und Abreise von Samstag 17.00 Uhr bis Sonntag 10.00 Uhr.
Weitere Informationen unter: www.langenachtdermuseen-hamburg.dealt

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > Blog > Kultur & Management > Die 12. Lange Nacht der Museen in Hamburg

Mehr auf KulturPort.De

Vilnius und die Nutzung postindustrieller Gebäude als alternative Zentren für Kultur und Nachtleben
 Vilnius und die Nutzung postindustrieller Gebäude als alternative Zentren für Kultur und Nachtleben



In den letzten Jahren haben viele osteuropäische Städte Projekte gestartet, um ehemalige Industriegebäude und bislang ungenutzte Flächen in Zentren städtisc [ ... ]



Der öffentliche Raum und seine Nutzungen – Plätze in San Fernando del Valle de Catamarca, Argentinien
 Der öffentliche Raum und seine Nutzungen – Plätze in San Fernando del Valle de Catamarca, Argentinien



Wie sieht es in anderen Ländern mit dem öffentlichen Raum aus? Bei uns gibt es ihn kaum noch, denn jeder freie Quadratmeter wird dem Auto gewidmet. Können wir [ ... ]



Theater-Horror vom Feinsten – „Mummy Brown/Mumienbraun“ der norwegischen Gruppe Susie Wang schockte beim Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel
 Theater-Horror vom Feinsten – „Mummy Brown/Mumienbraun“ der norwegischen Gruppe Susie Wang schockte beim Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel



Das Programmheft hat nicht zu viel versprochen: Eine derart blutige, ins Groteske überzogene Horror Picture Show hat man in Hamburg noch nicht geboten bekommen. [ ... ]



Rainer Mausfeld: „Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien“
 Rainer Mausfeld: „Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien“



Die Zitterpartie der Macht
Welch ein Glück im Unglück. Wie üblich nach einem Zwischenfall auf Leben und Tod so auch diesmal, wie erwartet: Kaum war das Kind  [ ... ]



„I Am Mother” Leinwandheldinnen in Zeiten von #MeToo
 „I Am Mother” Leinwandheldinnen in Zeiten von #MeToo



Grant Sputores post-apokalyptischer Science-Fiction Thriller „I Am Mother” beginnt als intimes Kammerspiel in einem, hermetisch von der Welt abgeschlossenen  [ ... ]



Letizia Battaglia: Retrospektive in Venedig
 Letizia Battaglia: Retrospektive in Venedig



Sie gilt als bekannteste „Mafia-Fotografin“ und als „eine der wichtigsten Fotografinnen unserer Zeit“, aber auch als politisch, ökologisch, sozial und f [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.