Neue Kommentare

Kentin Abalo zu „Assassination Nation” – Leinwandheldinnen in Zeiten von #MeToo : WAS FÜR EIN FOTO!!!
Großartig. Hoffe der...

Sybille zu Das Chinesenviertel auf Hamburg St. Pauli: Danke für den Beitrag. Ich sehe gerade den Film ...
Nikias Geschke zu „The Guilty”. Der beklemmende Minimalismus des Gustav Möller: Das klingt superspannend. Danke für den Tipp. ...
Harry zu „Otto. Die Ausstellung“: OTTO ist großartig. Ich wusste nicht, dass er ei...
Alex zu Film Festival Cologne - Von starken Spielfilmdebüts und schwächelnden Stars: Wer bist du? Halten Sie Ihre Meinung besser, wenn...

Lange Nacht der Museen Hamburg

Hamburger Architektur Sommer 2015


Film

Watch the Sound - Listen to the Movies

Drucken
(222 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Donnerstag, den 28. Mai 2009 um 19:02 Uhr
Watch the Sound - Listen to the Movies 4.5 out of 5 based on 222 votes.

Dann die Sequenz der Bankraube aus "Der Baader-Meinhof-Komplex", ohne Dialoge, nur mit der sehr kraftvollen, rhythmischen Untermalung von Peter Hinderthür, der hinterher erklärt, er habe das endlos Vorantreibende der Gruppe ausdrücken wollen, die nach vorn muss, ohne zu wissen, wo die Wand kommt. Und schließlich im Gegensatz dazu Hinderthürs eher zarte und weiche Musik zu einem Tatort vom letzten November.
 

Dazwischen wird weiter überlegt: Intensivere Kommunikation zwischen den Filmmachern und den Komponisten scheint nötig – aber ist sie überhaupt möglich? Sofern ein Regisseur keine Ahnung von Musik hat, meinte Tykwer, könne er eigentlich zum Komponisten nur sagen: „Nee, so nicht. Mach noch mal…“ Judy Tossell: „Wie heißt das doch? Über Musik sprechen ist wie Architektur tanzen…“
 

Und Lars Büchel bekannte, ihm fehlten da in der Tat manchmal die Worte. Ihm widersprach Dirk Reichardt, denn die beiden kennen sich seit Kindertagen und haben schon in vielen Filmen ausgezeichnet miteinander gearbeitet. Reichardt erklärte, dass sein Freund eigentlich gar nichts zu sagen brauche; er sähe es ihm an den Augenbrauen an, ob er zufrieden sei oder nicht.
 

Doch, gab er dann zu, sie hätten auch anstrengende Prozesse miteinander gehabt, Monate, bis die Musikfassung stand, Tage, an denen sämtliche habhaften Instrumente ausprobiert wurden, auch irgendwelche Exotischen, aus Bali mitgebrachten, und in denen sie in einem sechs Stockwerke hohen Treppenhaus den Hall mit einbrachten – bis es endlich beiden gefiel. Es sei eben auch eine Frage des Vertrauens. Das fiel Reichardt besonders in der Zusammenarbeit mit anderen Regisseuren oder Produzenten auf, dann also, wenn er ‚fremdgegangen’ ist. Im Übrigen, wenn Büchel hier behaupte, keine Ahnung von Musik und Noten zu haben, er verzaubere jede Frau, sobald er sich ans Klavier setze…
 

Das Fazit knüpft an die Worte an, die John Groves in seiner Keynote bereits gesprochen hat: der Komponist sollte eine lautere Stimme haben im Rat! Anschließend an die Diskussion wurde im Marmorfoyer bei Getränken und Fingerfood sehr lebhaft und in guter Stimmung weiter diskutiert.

Als ich gehe, fallen mir in den Nischen und zwischen den Säulen der Außenfassade des Museums die Weingläser der Raucher auf, die sie hier abgestellt und vergessen haben. Ein bisschen ungezogen. Aber malerisch…

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken


 
Home > Blog > Film > Watch the Sound - Listen to the Movies

Mehr auf KulturPort.De

100 Jahre Lettland: Handschuh-Daumen hoch
 100 Jahre Lettland: Handschuh-Daumen hoch



Eine Handschuh-Aktion passt wie die Faust aufs Auge, wenn die lettische Hauptstadt Riga, der baltische Staat Lettland und der Rest der Welt heute, am 18. Novembe [ ... ]



Peter de Vries – Hut- und Urnenhüllen-Macher
 Peter de Vries – Hut- und Urnenhüllen-Macher



Wie muss man sich eine Person vorstellen, die Freunde und Kollegen als „Naturereignis“ bezeichnen?
In jedem Fall als einen charismatischen Menschen mit üb [ ... ]



Maria Austria. Eine jüdische Fotografin aus Amsterdam in Berlin
 Maria Austria. Eine jüdische Fotografin aus Amsterdam in Berlin



Das Verborgene Museum in Berlin-Charlottenburg präsentiert bis zum 10. März 2019 Fotoarbeiten und Dokumente der niederländischen Fotografin Maria Austria (191 [ ... ]



„Cold War – Der Breitengrad der Liebe” - Oder die Magie einer schwarzen Leinwand
 „Cold War – Der Breitengrad der Liebe” - Oder die Magie einer schwarzen Leinwand



Paweł Pawlikowski hat das schwermütige, visuell atemberaubende Noir-Drama „Cold War” seinen Eltern gewidmet, deren stürmische On- und Off-Beziehung ihn zu [ ... ]



Madeleine Peyroux: Anthem
 Madeleine Peyroux: Anthem



Jazz oder nicht Jazz? – Was Madeleine Peyroux auf ihrem neuen Album präsentiert, ist relaxt und poetisch, warm und subtil, aber auch modern, überraschend luf [ ... ]



68. Pop und Protest
 68. Pop und Protest



APO, Mini, Flower-Power: Mit der glänzend inszenierten Ausstellung „68. Pop und Protest“ verabschiedet sich Sabine Schulze nach zehn Jahren als Direktorin d [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.