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Film

Benicio Del Toro: Begegnung mit einem zivilisierten Werwolf

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(154 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Dienstag, den 09. Februar 2010 um 16:53 Uhr
Benicio Del Toro: Begegnung mit einem zivilisierten Werwolf 4.7 out of 5 based on 154 votes.

Hat er bei den Strapazen je bereut, das Monster zu spielen?
„Überhaupt nicht. Nach ‚Che’, der schrecklich viel Verantwortung erforderte, um nichts zu verfälschen, war dieser Film eine Entspannung, eine Erholung, weil praktisch alles ging Und natürlich war es phantastisch, mit Anthony Hopkins zusammen zu arbeiten!“

Am Anfang hätte er einfach nur Riesenrespekt gehabt. Die Rolle des alten Sir John Talbot erinnerte ihn zudem etwas an seinen eigenen Vater, der sei auch streng und hätte so viele Flinten… Benicio Del Toro grinst.
„Nein, im Ernst, Anthony zeigt, wie großartig Einfachheit ist. Es gibt da eine Szene… Wenn ich unter dem Baum aufwache, wie er mich ansieht, wie er sagt: Sei stark, mein Sohn, sei stark… Er trifft immer den Ball!“ (Zur Verdeutlichung schlägt Del Toro mit einem imaginären Bat nach einem imaginären auf ihn zukommenden Ball, macht das entsprechende Geräusch – und trifft natürlich.)

„Er braucht zwei Takes, dann ist die Szene fertig und sie ist perfekt. Das ist effektiv. Ich bewundere das. Ich hab kürzlich von einem berühmten Fotografen gehört, einem Meister – der macht immer nur… Also, normale Fotografen, verstehen Sie, die knipsen tausende von Fotos, Ptsch, Ptsch, Ptsch…“ (Er ist jetzt Profi-Fotograf und schnattert hektisch die vielen Aufnahmen) „…und dann gehen sie und suchen nach dem einen Bild, das dazwischen steckt und das sie brauchen können. Dieser Mann guckt – dann macht er zwei Fotos – Klack. Klack. Und dann hat er, was er braucht und fährt nach Hause. So arbeitet Anthony Hopkins. Er weiß, was er will, und er tut es. Keine verschwendete Energie. Ich bin noch lange nicht so gut wie er. Aber ich bin viel besser, als ich mit Einundzwanzig war…“

Sieht er sich seine eigenen Filme an, wenn sie fertig sind?
Eigentlich macht er das nicht so gern. Nicht, dass er es hassen würde, so nicht, aber… Er möchte es dann immer noch verbessern, er sieht so viel, was nicht ganz perfekt ist. Und schließlich ist da nichts mehr zu machen…

Würde er vielleicht gern selbst Regie führen?
„Doch, ja. Vielleicht ist es das Nächste, was ich tun werde. Ich hab viele Ideen, sehr viele Ideen. Ich mache seit zwanzig Jahren Filme mit den besten Künstlern auf diesem Gebiet, ich hab mir eine Menge abgeguckt. Ja, die Ideen sind da. Vielleicht, wenn es schwierig wäre… wenn es viel Ärger geben würde, Probleme… Das würde mich motivieren. Hindernisse motivieren mich immer. Ja, vielleicht mache ich Regie…“ Er schaut nachdenklich vor sich hin und zwinkert dann vergnügt: „Zumindest würde es mich dazu bringen, früh aufzustehen. Was bedeuten würde, ich müsste auch früh ins Bett gehen, statt mir die Nächte um die Ohren zu schlagen…“


Wolfman
(The Wolfman)
Horror/Thriller - USA 2010
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren - 102 Min.
Start: 11.02.2010

Foto: Copyright Universal

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avatar Sylvana
+17
 
 
Benicio ist seit langem mein Liebling. Das war früher noch ein Geheimtipp. Das Interview und wie du ihn beschreibst klingt total sympathisch. Horror ist nicht mein Ding aber den werd ich mir reinziehen. Che war mir wirklich zu heavy.
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