Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 1415 Gäste online

Neue Kommentare

Hans-Joachim Schneider zu Meine 18. Lange Nacht der Museen in Hamburg: Herrrlisch, würde der Rheinländer in mir sagen....
Wajda Art zu „A Beautiful Day”. Joaquin Phoenix- Racheengel oder Erlöser?: Wir suchen nach Enthusiasten der Kinematographie ...
Manfred Köck zu Im Wunderland der Wünsche. Laila Biali: schade, dass sie nicht mit ihren stammmusikern un...
Helmuth Barth zu Thomas Gainsborough – die moderne Landschaft: Vorausschicken möchte ich, dass ich neben Bilder...
Anna Grillet zu „Call Me by Your Name”. Die Sinnlichkeit des Luca Guadagnino: Leider nein, kann die bitterböse ästhetisch bri...

Lange Nacht der Museen Hamburg

Hamburger Architektur Sommer 2015


Film

Im Gespräch: Dagmar Seifert mit dem Regisseur Alain Gsponer

Drucken
(154 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Dienstag, den 15. Dezember 2009 um 13:02 Uhr
Im Gespräch: Dagmar Seifert mit dem Regisseur Alain Gsponer 4.5 out of 5 based on 154 votes.
Im Gespräch: Dagmar Seifert mit dem Regisseur Alain Gsponer von Lila,Lila

Der dreiunddreißigjährige Alain Gsponer wirkt, gelinde gesagt, überhaupt nicht arrogant sondern fast anachronistisch liebenswürdig und gut erzogen.

Der in Berlin lebende Filmschaffende ist geborener und bekennender Schweizer und würde - schlank, langbewimpert, mit Märchenprinz-Gesicht – falls er aus Versehen ins Besetzungs-Büro stolpert und man ihn dort nicht erkennt, sicher gern für jede Hauptrolle gecastet.
Tatsächlich hat er sich bereits verschiedentlich als ungemein begabter Regisseur bewiesen, er erhielt etwa für seinen ersten Spielfilm "Rose" den deutschen Fernsehpreis und für die explosive Tragikomödie "Das wahre Leben" mit Katja Riemann und Ulrich Noethen den Preis der deutschen Filmkritik.

Dagmar Seifert (D.S.): Herr Gsponer, Sie haben aus Martin Suters Bestseller ‚Lila, Lila’ eine zauberhafte, bei allem Respekt vor Suter ganz eigene Filmkomödie gemacht…

Alain Gsponer (A.G.) ( - unter anderem Adolf-Grimme-Preisträger – im überraschten und erfreuten Ton eines Filmstudenten, der gerade für seinen ersten Kurzfilm gelobt wird): Oh? Danke! Vielen Dank!

D.S.: Ist der Erfolg, der jetzt auf Sie zukommt, einfach nur schön oder auch ein wenig Stress?

A.G.: Ach, natürlich schön, ja, aber für mich persönlich bedeutet es wirklich viel Stress. Ich bin leider jemand, der nicht gern im Rampenlicht steht, manchmal würde ich mir fast wünschen, dass neben dem roten Teppich, über den ich vor dem Kino gehen muss, gar niemand stehen würde…

D.S.: Wer sind Ihre filmischen Vorbilder?

A.G.: Zum Film gekommen bin ich vor allem durch den Einfluss von Ang Lee und Wong Kar-Wai, deren Filme der 1990er Jahre mich sehr geprägt haben und die ja sehr extrem die Genres Dramatik und Humor mischen.

D.S.: Bisher spielen Ihre Themen im Hier und Jetzt. Hätten Sie eventuell Lust, mal etwas Anderes zu machen, vielleicht einen Kostümfilm?

A.G.: Es kommt mir darauf an, dass ich Geschichten erzähle, die irgendwie in mir sind, die ich nachempfinden kann. Alles, was ich bisher gemacht habe, hat einen gewissen Bezug zu mir selbst und meinem Leben, überspitzt natürlich und verfremdet – aber man kann im Grunde nur zeigen, was man selbst erfahren hat. Ob das nun vielleicht auch mal in einem anderen Jahrhundert spielen kann? Ja, durchaus!

D.S.: Ich habe gelesen, dass Sie lange vor Drehbeginn mit Ihren Schauspielern Rollengespräche führen und dabei irgendwelche ‚aus Amerika bekannten’ Übungen machen, um Ängste abzubauen - ?

A.G.: Ach? Steht das irgendwo? Ja, also Amerika… Es gibt da so verschiedene Techniken… Zum Beispiel mache ich mit den Darstellern Familienaufstellungen.



 

Home > Blog > Film > Im Gespräch: Dagmar Seifert mit dem Regisseu...

Mehr auf KulturPort.De

Aspekte Festival 2018 – frozen gesture
 Aspekte Festival 2018 – frozen gesture



Welche kulturellen Spartenschubladen haben wir im Kopf? Wo ist der urbane, kulturelle Humus zu finden? Wieviel Bereitschaft zeigt Publikum für Entwicklungsphase [ ... ]



Meine 18. Lange Nacht der Museen in Hamburg
 Meine 18. Lange Nacht der Museen in Hamburg



...beginne ich, indem ich mit meinem Navi streite. Das tut so, als wüsste es nicht von der traurigen Tatsache, dass es in dieser Stadt mehr Baustellen als Kultu [ ... ]



Yvonne von Schweinitz: Syrien – Fragmente einer Reise. Fragmente einer Zeit
 Yvonne von Schweinitz: Syrien – Fragmente einer Reise. Fragmente einer Zeit



Wie nähert man sich in einer Fotoausstellung einem Land, deren Menschen tagtäglich durch Gewalt sterben, auf der Flucht, im Exil, traumatisiert sind, deren mat [ ... ]



„A Beautiful Day”. Joaquin Phoenix- Racheengel oder Erlöser?
 „A Beautiful Day”. Joaquin Phoenix- Racheengel oder Erlöser?



Lynne Ramsay inszeniert ihre virtuosen Thriller-Impressionen als Exkursion in die Abgründe der Seele.
Ein Auftragskiller ist Joe (Joaquin Phoenix) nicht, er t [ ... ]



Günter Grass-Haus Lübeck: George Bernard Shaw und die Fotografie
 Günter Grass-Haus Lübeck: George Bernard Shaw und die Fotografie



George Bernard Shaw (1856-1950) ist vor allem bekannt für sein dramatisches Werk, das über 50 Theaterstücke umfasst. Doch der Künstler hat sich zeitlebens in [ ... ]



Im Wunderland der Wünsche. Laila Biali
 Im Wunderland der Wünsche. Laila Biali



Wie konnte sich eine 16jährige Kanadierin, die Opernarien singt und klassische Pianistin werden will, zu einer über jeden „No street credibility“-Verdacht  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.