Neue Kommentare

Stipe Gojun zu „La Vérité” Hirokazu Kore-eda und der Mythos Familie : Ach, wie gern würde ich heute ins Kino gehen. Ob...
Frank-Peter Hansen zu Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition: Im Spätherbst letzten Jahres anlässlich einer S...
bbk berlin zu Dortmund geht neue Wege bei der Kunst-Förderung: Die Berliner Künstler*innen freut es sehr, dass ...
Markus Semm zu Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition: Sehen Sie: Der Unterschied zw. Heidegger und Cass...
Karin Schneider zu Frank-Peter Hansen: Die Heidegger-Dekomposition: Ein großartiger Artikel! Stefan Diebitz schafft ...

Lange Nacht der Museen Hamburg

Hamburger Architektur Sommer 2019


Festivals, Medien & TV

subvision. kunst. festival. off. oder wie kann ich ein Kunstfestival erklären

Drucken
(228 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Donnerstag, den 11. Juni 2009 um 09:49 Uhr
subvision. kunst. festival. off. oder wie kann ich ein Kunstfestival erklären 4.3 out of 5 based on 228 votes.
subvision. kunst. festival. off. oder wie kann ich ein Kunstfestival erklären

Es ist ein Projekt, das nach den späten 1980er Jahren klingt und viel Zeit brauchte, tatsächlich einmal umgesetzt zu werden. Ein internationales Festival der Gegenwartskunst mit Schwerpunkten auf (vermeintlich) neuen künstlerischen Strategien, auf Kommunikation und Vermittlung.

Ein Projekt bei dem weder Initiatoren, Kuratoren noch das Publikum genau wissen können, wie es sich entwickelt und was tatsächlich am Ende herauskommt.

Aber genau hier liegen schon die ersten Hasen im Pfeffer, denn was künstlerische Realität ist, nämlich zu experimentieren, auszuprobieren und die Dinge auch einmal laufen lassen zu können - auch öffentlich, wird in vielen anderen gesellschaftlichen Systemen und Bereichen gleichgesetzt mit Begriffen wie ziellos, austauschbar oder beliebig. Dass dies nicht so sein soll, kann subvision beweisen. Muss es letztlich aber gar nicht. Denn auch hier gilt: Wenn wir nicht in der Lage sind, künstlerische Experimente und alternative Denkmuster öffentlich zu diskutieren und präsentieren bräuchten wir auch keine Kultur mehr, denn sie würde sich nicht mehr selbst speisen können!

30 Künstlerinitiativen aus 4 Kontinenten, die nicht mehr an denen uns allen so vertrauten Werkbegriffen der bildenen Kunst arbeiten, sollen zeigen, dass das gesellschaftliche Subsystem Kunst nicht alleinig die traditionellen Formen des Kunstbetriebes in der öffentlichen Wahrnehmung zulässt und pflegt, sondern auch jene Formen, die wie guter Humusboden alternative Denkstrukturen und andere künstlerische Äußerungen zulassen und diese dann auch mit eigenen Distributionen versehen.

Dass die Vermittlung eines solchen Projekts schon bei der Pressekonferenz auf viele Fragezeichen bei den Anwesenden stieß ist in sofern verständlich, weil auch die meisten Medienvertreter es nicht gewohnt sind, sich einmal vom Mainstream zu verabschieden. Nicht weil sie es per se nicht könnten, sondern weil sie immer mehr Gefangene ihres eigenen Systems geworden sind und dazu getrieben werden, eben den Mainstream zu verbreiten.
Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass die Verantwortlichen des Projekts, Martin Köttering, Präsident der Hochschule für Bildende Künste Hamburg und die Kuratorin Brigitte Kölle und ihre Mitarbeiter es geschafft haben, überhaupt ein solchen Projekt zu initiieren und auf die Beine zu stellen. Köttering betonte dann auch wie schwierig es war, Überzeugungsarbeit zu leisten bei Behörden, Förderern und Sponsoren: „Wie erkläre ich etwas wovon keiner weiß, wie es am Ende aussehen wird?“

Ob subvision überhaupt ein Ende haben wird oder immer „work in progress“ bleibt werden wir Anfang September erfahren.

 



 
Home > Blog > Festivals, Medien & TV > subvision. kunst. festival. off. oder wie kan...

Mehr auf KulturPort.De

BuchDruckKunst 2020 – Das Magazin
 BuchDruckKunst 2020 – Das Magazin



Menschen, Bücher, Sensationen: An diesem Wochenende, vom 27. bis 29. März 2020, sollte die renommierte BuchDruckKunst im Museum der Arbeit stattfinden. Ein Hig [ ... ]



Eoin Moore und Anika Wangard – eine Begegnung
 Eoin Moore und Anika Wangard – eine Begegnung



Eigentlich bin ich nicht besonders scharf auf Krimis. Wenn sie allerdings sehr gut sind, relativiert sich das. Wahrscheinlich befinde ich mich tief im Mainstream [ ... ]



„Waves” – Trey Edward Shults’ Opulenz der Emotionen
 „Waves” – Trey Edward Shults’ Opulenz der Emotionen



„Waves” ist ein visuell waghalsiger Kraftakt, überwältigend, mitreißend, voller Zärtlichkeit, trügerischer Hoffnungen und zerborstener Träume. US-Regis [ ... ]



Egon Friedell: Der Schatten der Antike
 Egon Friedell: Der Schatten der Antike



82 Jahre nach dem Freitod Egon Friedells liegt – endlich! – das letzte Kapitel seiner „Kulturgeschichte des Altertums“ vor, und jeder, dem die Gedanken d [ ... ]



Horst Hansen Trio: Live in Japan
 Horst Hansen Trio: Live in Japan



Nix da Japan – Krefeld (クレーフェルト). In solchen pandemischen Zeiten reist man nicht und wenn, dann nur virtuell. Spielerisch, alles ist spielerisch  [ ... ]



Literarische Neuentdeckung aus alter lettischer Zeit: Das Prosapoem „Straumēni“
 Literarische Neuentdeckung aus alter lettischer Zeit: Das Prosapoem „Straumēni“



Was für ein Glücksfall: Ein Antiquariatsfund in Rīga führte 2018 dazu, dass das Prosapoem „Straumēni“ von Edvarts Virza nun auch für deutschsprachige L [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.