Kultur, Geschichte & Management
reART - Kunsthandel im Internet

„reART revitalisiert den Kunstmarkt durch den Handel bekannter und gesuchter Kunstwerke! Professionell und durch persönliche Betreuung. Das ist der neue Weg, erlesene und außergewöhnliche Kunstwerke, z.B. aus Privatbesitz, Galerien oder Nachlässen zu kaufen, verkaufen, oder neu zu entdecken“, heißt es auf der Internetseite der Firma und proklamiert für sich ein neues Geschäftsmodell.
Offensichtlich ist dieses Modell, trotz einiger Risiken, auch bei Bundesregierung und der Deutschen Bank angekommen, denn „reART“ wurde im Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen, 365 Orte im Land der Ideen“ als „ausgewählter Ort 2011“ ausgezeichnet.
Der in Hamburg ansässige Galerist Georg Molitoris steckt hinter „reART“. Was auf den ersten Blick unspektakulär und gewöhnlich daher kommt, hat in kurzer Zeit bereits erstaunlichen Erfolg zu verzeichnen.

 
Festivals, Medien & TV
Hafengeburtstag, Michael Zapf, Norwegens Festival in Hamburg

Achtung, die Wikinger kommen! Nein, eigentlich sind sie schon da. Seit Anfang der Woche laufen bereits die „Norwegischen Tage“ in Hamburg, die kulturell wie kulinarisch auf das Partnerland des diesjährigen Hafengeburtstags vom 6.-8. Mai einstimmen.
Das größte Hafenfest der Welt ist zugleich Auftakt eines ausgewachsenen „Norwegen-Festivals“, das Land und Leute bis in den Juni hinein in der Hansestadt vorstellt. Am kommenden Wochenende erwartet die Besucher des 822. Hafengeburtstag jedenfalls ein pralles Programm - und hoher Besuch: Seine königliche Hoheit Kronprinz Haakon von Norwegen wird an der Seite von Bürgermeister Olaf Scholz am Freitag, um 16 Uhr, den Hafengeburtstag auf der Rickmer-Rickmers offiziell eröffnen und die traditionelle Schiffsparade abnehmen - u.a. mit den norwegischen Fregatten Otto Sverdrup und Roald Amunsen, dem arktischen Schiff Bertine und dem Schulschiff Sjokurs.

 
Fotografie
Danmarks Fotomuseum - Vagn Hansen

Dänemarks Fotomuseum in Herning, Zentraljütland, stellt eine der größten Erfindungen unserer Zeit vor: Die Fotografie.
Seit Jahren kümmert sich Museumsleiter Bjarne Meldgaard nicht nur um die Sammlung historischer Fotoapparate, Fotografien und Techniken, sondern organisiert auch eine bemerkenswerte Ausstellungsreihe mit nationalen und international bekannten Fotografen.
Im Frühjahr zeigte das Museum historische Aufnahmen des amerikanischen Fotografen Edward Curtis mit dem Titel „Die nordamerikanischen Indianer“. Alle bekannten Portraits von 'Sitting Bull', dem Häuptling des Sioux-Stamms und 'Red Cloud' der Ogalala sowie Bilder des Lebensalltags der Northern Ceyenne waren zu sehen, die Curtis Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts aufnahm.

 
Kultur, Geschichte & Management
Die Lange Nacht der Museen - Kultur pur

Wenn das Wetter hält, was die Kunst verspricht, dann wird es zwischen Alster und Elbe am kommenden Sonnabend die größte Kulturparty des Jahres geben.
Oder sollte man besser sagen: Kulturpartie? Schließlich erstreckt sich die 11. Lange Nacht der Museen wieder über das gesamte Hamburger Stadtgebiet. Von Altona bis Bergedorf, von Harburg bis Neuengamme wird am 16. April ab 18 Uhr gefeiert. Zwei Uhr morgens ist die offizielle Deadline, aber ob die eingehalten wird? Mal sehen!

 
Architektur
Reihenhäuser - Idylle, Klischee und Lebensform

„Hasenstall“. „Gartenzwergghetto“. „Brutstätte der Langeweile“. Keine andere Wohnform in Deutschland wird so verhöhnt wie das Reihenhaus.

Doch gelten die stereotypen Bauten zu Recht als Inbegriff des Kleinbürger-Klischees? Der Bildband „In deutschen Reihenhäusern“, sowie eine Ausstellung im Hamburger Völkerkundemuseum geben darüber Auskunft.

 
Theater - Tanz
Aus dem Ohnsorg Theater rutfischt - Beate Kiupel

Obwohl man in den Großen Bleichen 23-25 vermutlich schon unermüdlich die Kisten voll packt, wird derzeit natürlich auch geprobt.
Das vorletzte Stück vor dem Umzug ins Bieberhaus heißt ‚Rutfischt’. Zur Abwechslung mal kein Engländer sondern ein Franzose, René Fauchois, schrieb diese Komödie, die im Original ‚Boudu sauvé des eaux’ heißt, ‚Boudu, aus den Wassern gerettet.’

 
Musik
Haydn, Dowland, Gubaidulina: Musikalisches Passions-Triptychon

Das Ensemble Resonanz würdigt als einzige Hamburger Institution den 80. Geburtstag der russischen Komponistin Sofia Gubaidulina.
Ihre „Sieben Worte“ für Violoncello, Bajan und Streicher wurden am vergangenen Sonntag in der Kulturkirche Altona umrahmt von Joseph Haydns Sinfonie Nr. 44 e-moll, genannt „Trauer-Sinfonie“ und Auszügen aus John Dowlands „Lachrimae or Seven Tears“.

 
Kunsthandwerk, Grafik & Design
Ringelnatz geht an Land. Schindehütte eröffnet im Elysée

„Süß! Einfach nur süß!“ Ob Albert „Ali“ Schindehütte der Ausruf eines begeisterten Betrachters bei der Eröffnung seiner Ausstellung „Ringelnatz geht an Land“ in der Galerie im Elysee gefallen hätte?

Schließlich ist „süß“ kein schmeichelhaftes Attribut für das Kunstwerk eines ernst zu nehmenden Künstlers – auch nicht, wenn es sich dabei um die lavierte Tuschezeichnung eines Mädchens in altmodischem Kleidchen handelt. Schindehütte hat die Bemerkung nicht gehört, er war viel zu beschäftigt mit dem Signieren seiner Bücher – die Menschenschlange wollte über Stunden nicht abreißen. Aber vielleicht wäre der Künstler dem älteren Herren, der das Mädchenbildnis so lautstark bewunderte, auch gar nicht böse gewesen. Vielleicht hätte er ihm sogar lächelnd zugestimmt. Weil es ihm längst egal ist, mit welchen Attributen seine Zeichnungen und Holzschnitte geschoben werden.

 
Kultur, Geschichte & Management
Unverzichtbar: Die Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen - SHK

Ohne sie läuft in Hamburg gar nichts, jedenfalls nicht in den beiden größten Museen der Stadt: Die „Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen“ (SHK) finanziert seit 54 Jahren hochkarätige Neuerwerbungen der Kunsthalle und des Museums für Kunst und Gewerbe.
Der wohl spektakulärste Ankauf ging im Januar en miniature als Hamburg-Botschafter in die Welt: Die Deutsche Post brachte eine Sonderbriefmarke von Caspar David Friedrichs „Wanderer über dem Nebelmeer“ heraus, dem wohl bekanntesten Bild des Romantikers.

 
Bildende Kunst
Gilbert&George

„Denkt nicht an Kunst, denkt an Euch selbst“, lautet die Botschaft von Gilbert & George.
In den Hamburger Deichtorhallen zeigt das zweifellos skurrilste Künstlerpaar der Gegenwart die Monster-Schau „Jack Freak Pictures“: Monströs die Ausmaße der 120 Arbeiten, monströs auch die Inhalte: In ihrer neuen Serie mosaikartiger Rosettenbilder wimmelt es nur so vor Götzen, Gespenstern und Grimassen: Ein Panoptikum der Muster und Ornamente, ebenso grotesk wie amüsant, mit dem sich das schwule Künstlerpaar einen Jux zu machen scheint auf die Ängste und Albträume, die sie quälen. Dieser Werkkomplex ist nichts weniger als ein Abgesang auf alles Weltliche, eine heitere Abrechnung mit Kirche, Staat und Religion. Und mit sich selbst. Denn eines ist klar: Die Körperfetischisten im Rentneralter haben auch mit der eigenen Vergänglichkeit zu kämpfen.

 

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