Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 975 Gäste online

Neue Kommentare

C.Müller zu Roots – Katja und Marielle Labèque zum Schleswig-Holstein Musik Festival in der Laeiszhalle: Erhalt des Kultursommers auf der Trabrennbahn Bah...
Marlies Lampert zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo liebe Hüsungianer,
ich bin ca. 1999...

SingulART zu Kunstmuseum Wolfsburg: This Was Tomorrow. Pop Art in Great Britain: Grossartige Ausstellung war das! Wir haben unsere...
tommy zu Ensemble Resonanz zu Gast bei NEW HAMBURG: gute sache, dass sie mal aus ihrem bunker rauskom...
Lena Baal zu Zum Tode von Peter Härtling: Peter Härtling war nicht nur ein großartiger Sc...

Anzeige


Events

Re-inventing Smetak

Drucken
Freitag, den 17. Februar 2017 um 17:13 Uhr
„Re-inventing Smetak” ist das Ergebnis einer eingehenden Beschäftigung vier junger Komponisten mit der Klang- und Ideenwelt des Musikerfinders und Grenzgängers Walter Smetak. Das Ensemble Modern bringt die vier Auftragskompositionen am 25. Februar 2017 unter der Leitung von Vimbayi Kaziboni in der Alten Oper Frankfurt erstmals auf die Bühne. Anschließend sind die Werke am 23. März bei MaerzMusik in Berlin sowie im Sommer in Brasilien zu erleben. Ergänzt werden die Konzerte durch eine Ausstellung, Vorträge und Diskussionsrunden sowie Workshops. „Re-inventing Smetak” ist ein Projekt von Berliner Künstlerprogramm des DAAD, Ensemble Modern und dem Goethe-Institut.
 
Der Schweizer Walter Smetak (1913–1984) gehört zu den vergessenen Figuren der europäischen Musikgeschichte. 1937 emigrierte er nach Brasilien und legte dort auf äußerst inspirierende Weise seine westliche Identität ab. Aus dem Schweizer Orchestermusiker und Komponisten wurde ein Künstler, der eine Vielzahl von Einflüssen zu einem faszinierenden Lebenswerk verknüpfte – getrieben von der Suche nach Kollektivität, innerer Transformation, Freiheit, Spiritualität und einem neuen Brasilien. Als Musiker, Dichter, Bildhauer und Instrumentenerfinder war Smetak ein Vorreiter der brasilianischen Gegenkultur und beeinflusste die Tropicália-Bewegung ebenso wie die experimentelle Musikszene Brasiliens. Seine „Klangplastiken” umfassen konventionell zu spielende Streichinstrumente ebenso wie visuell, mit symbolischer Bedeutung aufgeladene Kunstobjekte. Nach Jahrzehnten des Vergessens erwecken das Berliner Künstlerprogramm des DAAD, das Ensemble Modern und das Goethe-Institut diese experimentellen Klangerzeuger nun gemeinsam zum Leben.
 
Die Auftragskompositionen – die Resultate der „Neuerfindung” der phänomenalen Klang- und Ideenwelt Walter Smetaks – greifen unterschiedliche Aspekte seiner Arbeit auf: seine als Befreiungsakt von den Normen tonaler Systeme konzipierte Mikrotonalität, seine kollektiven Improvisationspraktiken, seine experimentellen Instrumente und „Klangplastiken” und ihre spirituelle Bedeutung.
 
Programm „Re-inventing Smetak”:
Arthur Kampela:…tak-tak…tak… (2017) (Uraufführung)
Liza Lim:Ronda – The Spinning World (2016) (Uraufführung)
Daniel Moreira:Instrumentarium für Ensemble und Video/ Soundtrack (2017) (Uraufführung)
Paulo Rios Filho:volvere (2017) (Uraufführung)
Ensemble Modern
Vimbayi Kaziboni,Dirigent

Konzerte:
 
25. Februar 2017, 20 Uhr
Ort: Alte Oper Frankfurt, Mozart Saal, Frankfurt am Main
um 19h Konzerteinführung mit Max Nyffeler, Arthur Kampela, Liza Lim, Daniel Moreira und Musikern des Ensemble Modern
 
23. März 2017, 20 Uhr
Ort: MaerzMusik – Festival für Zeitfragen, Haus der Berliner Festspiele, Berlin
um 18.30h Künstlergespräch mit Max Nyffeler, Paulo Rios Filho, Arthur Kampela, Daniel Moreira und Julia Gerlach
 
1. bis 12. Juli 2017:
Mehrere Veranstaltungsorte in Brasilien, unter anderem in Rio de Janeiro, São Paulo, Salvador de Bahia und Campos do Jordão
 
Konferenz „Re-visiting Smetak / Revisitando Smetak – SÔNICA artes e som”
Zeitraum: 29. bis 30. Juni 2017
Ort: Rio de Janeiro
 
Begleitprogramm:

Ausstellung„Smetak’s Inventions”
17. März bis 9. April 2017, täglich von 12–19 Uhr
Ort: daadgalerie, Galerie, Oranienstr. 161, Berlin
Kuratiert von Julia Gerlach, Leiterin der Musik-Sparte des Berliner Künstlerprogramms des DAAD
Eintritt frei
 
Konferenz „Smetaks Instrumente als spirituelle Kompositionen”
23. März 2017, 14–18 Uhr
Ort: Haus der Berliner Festspiele, Berlin
Mit: Marco Scarassatti (UFMG, Belo Horizonte), Nina Graeff (FU, Berlin), Tuzé Abreu (UFBA, Salvador) und Musikern des Ensemble Modern sowie Julia Gerlach (Berlin), Dieter Jaenicke (Dresden), Max Nyffeler (München). Moderation: Giuliano Obici (UFF, Rio de Janeiro)
 
Konferenz „Smetaks Einfluss auf Tropicália, zeitgenössische Musik & Sound Art”
25. März 2017, 12–18 Uhr
Ort:daadgalerie, Studio, Oranienstr. 161
Mit: Giuliano Obici (UFF, Rio de Janeiro), Sabine Sanio (UdK, Berlin), Paulo Rios Filho, Arthur Kampela, Daniel Moreira und Musiker des Ensemble Modern sowie Ricardo Eizirik (ZHdK Zürich), Chico Mello (Berlin). Moderation: Golo Föllmer (Berlin)
 
Workshop „Kollektives Musizieren, kollektive Instrumente”
23. bis 25. März 2017
Ort: daadgalerie, Studio, Oranienstr. 161, Berlin
Mit: Tuzé Abreu (UFBA, Salvador)
 
Quelle: Goethe-Institut
 

Home > Live > Kulturtipps > Re-inventing Smetak

Mehr auf KulturPort.De

200 Jahre Kunstverein in Hamburg
 200 Jahre Kunstverein in Hamburg



„Just what is it that makes today’s Kunstverein so different? So appealing?” Nach Charity Auktion (14.9.) und Festakt im Rathaus (22.9.) klingen mit einer  [ ... ]



Fassadendemokratie und tiefer Staat. Das marktgetreue Grinsen
 Fassadendemokratie und tiefer Staat. Das marktgetreue Grinsen



Was denn? Das Volk sei unfähig, Politisches zu durchschauen oder gar mitzuregieren? Liest man dies im Buch „Fassadendemokratie“, dann ist man bass erstaunt, [ ... ]



„Tom of Finland” – Revolutionär schwuler Ästhetik
 „Tom of Finland” – Revolutionär schwuler Ästhetik



Er inspirierte Künstler wie Andy Warhol, Robert Mapplethorpe und die Village People, seine markanten erotischen Zeichnungen veränderten radikal das Selbstverst [ ... ]



Serenata Italiana – Raphaela Gromes und Julian Riem
 Serenata Italiana – Raphaela Gromes und Julian Riem



Gerade war sie noch beim Schleswig-Holstein-Musikfestival zu hören und debütierte – nun kommt zeitnah dazu ihr Debütalbum auf dem Markt. Gemeinsam mit Piani [ ... ]



Achim Freyer und sein „Parsifal“ in Hamburg: Viel Bühne, wenig Weihe, eine Menge Spiel
 Achim Freyer und sein „Parsifal“ in Hamburg: Viel Bühne, wenig Weihe, eine Menge Spiel



Es ist dunkel in der Hamburger Gralsburg, als Achim Freyer mit seiner „Parsifal“-Interpretation den Start in die neue Saison der Staatsoper zelebriert. Der 8 [ ... ]



Jens Düppe: Dancing Beauty. Eine Hommage an John Cage
 Jens Düppe: Dancing Beauty. Eine Hommage an John Cage



Wie kann ein Künstler heute ungebunden und frei arbeiten? Ungebunden ist durchaus möglich – frei arbeiten stößt aus unterschiedlichen Gründen an Grenzen.  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.