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Walter Kempowski Literaturpreis 2013 - Preisträger

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Sonntag, den 17. November 2013 um 12:58 Uhr
Eine beispiellos enge Entscheidung: Die seit 2005 fünfte Preisverleihung des Förderpreises der Hamburger Autorenvereinigung für Kurzgeschichten (seit 2007 trägt er den Namen Walter Kempowkis; das Ehrenmitglied des Hamburger Schriftstellerverbandes erlaubte die Namensgebung wenige Tage vor seinem Tod) ergab in der Endausscheidung ein knappes Ergebnis wie nie. Platz 1 bis 3 trennte nur jeweils eine Stimme.

750 Einsendungen aus dem In- und Ausland gingen bis Ende Februar zum Thema „Besser geht`s nicht“ ein. Eine Vorjury wählte 25 Werke aus, die Hauptjury legte dann der Mitgliederversammlung die Werke dreier Preisträger vor, die stets über die Platzierung entscheidet. So auch in diesen Tagen. Bis zur Verkündung des Ergebnisses bleiben die Teilnehmer anonym.

Bemerkenswert: Platz 1 und 3 sind jeweils Themen aus dem Medizinbereich (Transplantationen).
Der mit 6.000 € dotierte 1. Preis ging an einen Arzt aus Halle. Jürgen Helms schildert in „Hiob 2013“ die Heimfahrt eines Vaters, der noch einmal seine klinisch tote Tochter besucht hat, die anschließend zur Organentnahme zur Verfügung stand.
Den 2. Platz ( dotiert mit 2.500 €) errang ein Bayer. Der Doktorand Florian Gmeiner schildert in „Der Concierge“ die Gefühle eines Concierge, der in seinem Hotel kunstvoll ein Frühstücksbüfett aufbaut und zusehen muss, wie die Gäste es regelrecht abgrasen.
Den 3. Platz (1500€) errang eine Hamburgerin. Heike Hartmann-Heesch beschreibt in „Der Mann der mich liebt“ die Gefühle einer Patientin, die auf eine Lungentransplantation wartet. Die Eimsbüttlerin spricht aus eigener Erfahrung.

Gino Leineweber, Vorsitzender der Hamburger Autorenvereinigung nahm die Preisverleihung zusammen mit der Stifterin und Hamburger Ehrenbürgerin Hannelore Greve vor: „Die Zusendungen kamen aus Deutschland, Österreich, Schweiz aber auch aus den USA, Polen, Israel, Frankreich, England und weiteren Staaten. Er wird schon seit einiger Zeit international wahrgenommen.“ Der Endausscheidung wohnte die Witwe Hildegard Kempowski als Ehrengast bei.

Biografisches zu den Preisträgern:
1. Platz
Biographische Daten / Jürgen Helm (Hiob 2013)
Jürgen Helm lebt in Homberg (Efze) und in Halle (Saale). Er wurde 1962 in Eschwege geboren, hat nach dem Abitur und dem Zivildienst Humanmedizin und Evangelische Theologie studiert und sich im Jahr 2004 an der Universität Halle für das Fachgebiet Geschichte und Ethik der Medizin habilitiert. Er arbeitet als Geschäftsführer der Ethik-Kommission an der Medizinischen Fakultät der Universität Halle. In seiner Freizeit widmet er sich dem Ausdauersport und dem Schreiben. Derzeit arbeitet er an einem Band mit Kurzgeschichten und Erzählungen und an einem Roman über einen Kriminalfall im frühen 18. Jahrhundert.

2. Platz : Florian Gmeiner (Der Concierge)
Florian Gmeiner, wohnhaft in Ansbach, wurde 1982 geboren. Er studierte Biologie im schönen Regensburg an der Donau und promoviert derzeit an der Julius-Maximilians Universität Würzburg. Neugier und Leidenschaft reihten ihm bisher Erlebnisse an Erinnerungen und führten ihn sowohl in die Welt der Wissenschaft als auch in die Welt der Literatur und wenn er nicht mehr weiß, wo oben und wo unten ist, geht er in die Berge.

3. Platz Heike Hartmann-Heesch (Der Mann der mich liebt)
Nach dem Abitur 1988 in Jever studierte Heike Hartmann-Heesch, geboren 1969 in Stadthagen, Anglistik, Germanistik, Pädagogik und Pädagogische Psychologie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der University of Surrey, Staatsexamen 1995, und arbeitete als Fremdsprachenassistentin in England und als Sprachtrainerin für Englisch in der Erwachsenenbildung. Seit 2005 arbeitet sie als freie Autorin und Korrekturleserin; ihre erste Einzelpublikation „Um nur zu leben“ erschien ebenfalls 2005. Es folgten weitere Bände mit Erzählungen und Reflexionen. Ihre bisher bekannteste Publikation „Langer Atem“ (2011) beschreibt und dokumentiert eindringlich und emotional die lange stationäre Wartezeit bis zu ihrer Lungentransplantation 2010, die Lebenssituation danach, die zunächst durch die Abhängigkeit von Beatmungsmaschine, den damit einhergehenden Sprachverlust, durch Sauerstoff- und Dialysepflichtigkeit gekennzeichnet ist und die Anfänge ihres Weges zurück in einen komplett veränderten Lebensalltag.
Heike Hartmann-Heesch ist verheiratet und lebt und arbeitet in Hamburg.

Quelle: Hamburger Autorenvereinigung

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