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Fontane-Preis für Literatur an Moritz von Uslar wird am 24. Mai vergeben |
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Der Autor und Journalist Moritz von Uslar erhält den mit 5.000,- € dotierten Fontane-Preis für Literatur der Fontanestadt Neuruppin. Die Jury nominierte Moritz von Uslar für sein Buch Deutschboden. Eine teilnehmende Beobachtung, erschienen am 22. September 2010 im Verlag Kiepenheuer & Witsch, dass durch seinen dreimonatigen Aufenthalt in der brandenburgischen Kleinstadt Zehdenick inspiriert wurde. Der renommierte Fontane-Preis wird seit 1994 im Fünfjahresrhythmus von der Stadt Neuruppin, die seit 1998 den Beinamen „Fontanestadt“ trägt, an Schriftsteller im europäischen Raum verliehen. Seit 2010 wird der Literaturpreis zur Eröffnung der Fontane-Festspiele im Zweijahresrhythmus überreicht und ist 2012 erstmals auf Reiseschriftsteller, Journalisten und literarische Reporter fokussiert. Der Literaturpreis rückt damit die Leistung Theodor Fontanes in den Mittelpunkt, als Reiseschriftsteller Orte und seine Personen in literarischer Form darzustellen. Der Literaturpreis eröffnet damit zeitgenössischen Reiseschriftstellern eine eigenständige Würdigung. Ein Auszug aus der Jurybegründung zeigt den Bezug zu Fontane und der Reiseliteratur von Uslars: „Moritz von Uslars Deutschboden ist eine Gegenwartsgeschichte, die die Welt Fontanes von heute aufsucht, die bislang kaum beschriebene Realitäten aufschließt und die mit Schreibweisen des Realismus Gegenwart und Vergangenheit erkundet. Sie belehrt nicht, sondern ermöglicht Empathie. Sie ist sprachspielerisch, ungewohnt, frech und gerade in ihrer sprachlichen Schnoddrigkeit hintergründig und herzergreifend. Wer von Uslar liest, muss auch Fontane lesen – die „Wanderungen“ so gut wie die Romane. Wer Fontane liest und mit den „Wanderungen“ die Mark Brandenburg erkundet, sollte auch von Uslar im Gepäck haben. Beide schärfen den Blick und haben die Liebe zu „Land und Leut“.“ Die öffentliche Preisverleihung durch den Bürgermeister der Fontanestadt Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) findet als Eröffnungsveranstaltung der diesjährigen Fontane-Festspiele am 24. Mai 2012 in der Kulturkirche Neuruppin ab 19.00 Uhr statt. Der Preisträger erhält das von Dr. Hans E. Weber gestiftete Preisgeld über 5.000,- €, eine Fontanemünze und eine Urkunde. Die Laudatio hält der vielfach ausgezeichnete Moderator und Übersetzer Bernhard Robben. Neben der Literaturpreisverleihung an von Uslar werden zwei weitere regionale Fontane-Preise für Kunst & Kultur mit jeweils 1.000,- € an die Karl-Friedrich-Schinkel-Gesellschaft e.V. und den Förderverein KulturGutshaus Köpernitz e.V. verliehen. Im Anschluss zu den Preisverleihungen wird das Reiseliteraturfestival Neben der Spur im Rahmen der Fontane-Festspiele, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, mit einer Lesung von Wiglaf Droste eröffnet. Biografie Moritz von Uslar: Moritz von Uslar, geboren am 25.07.1970 in Köln, lebt und arbeitet in Berlin. Seine journalistische Laufbahn begann als Voluntär bei der Zeitschrift Tempo. Anschließend arbeitete er von 1992 bis 2004 als Redakteur beim Magazin der Süddeutschen Zeitung und von 2006 bis 2008 beim Spiegel. Derzeit ist er als Reporter und Interviewer für Die Zeit tätig. Ausgewählte Veröffentlichungen: Theaterstücke »Freunde« (2000), »Freunde II« (2001), »Lulu« (2004); gesammelte Interviews »100 Fragen an ...« (KiWi 829, 2004); Roman »Waldstein oder Der Tod des Walter Gieseking am 6. Juni 2005« (2006, Kiepenheuer & Witsch). Quelle: Fontane Festspiel |




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