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Theater - Schnittige Synergien

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Mittwoch, den 22. Februar 2012 um 11:49 Uhr
Die Skepsis von Gerald Mertens ist nur zu verständlich: Der Vorstand der Musikergewerkschaft Deutsche Orchestervereinigung befürchtet hinter der Fusion von Staatsschauspiel und Semperoper eine Aktion, die bestenfalls nichts bringt, schlimmstenfalls aber Arbeitsplätze und Qualität kostet. Die Erfahrung aus anderen Fusionsbeispielen lehrt: Bringt nichts, weil das Geld für hin und her reisende Ensembles dann halt auf der Straße bleibt.

Der Dresdner Fall sieht aber anders aus: Hier wird nicht aus zwei Theatern eins gemacht, sondern offenbar von zwei renommierten Partnern das gesucht, was Unternehmensberater so schnittig "Synergien" nennen. Dass die Chancen gut stehen, hier fündig zu werden, ergibt sich allein aus der Tatsache, dass zwei recht unterschiedliche Segmente der Bühnenkunst aufeinandertreffen: Eine Tragödie ist noch lange keine Oper und eine Operette etwas anderes als eine Komödie.

Potenzial zur Kooperation und zur Verschlankung gibt es hinter der Bühne: in den Werkstätten, im Depot. Sollten die Intendanten dort sparen können, und das auch noch so sozialverträglich, wie sie es versprechen, könnte letztlich mehr Geld für die Kunst bleiben. Wollen wir's hoffen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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