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Wisława Szymborska - ein "Mozart der Poesie" ist gestorben |
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| Donnerstag, den 02. Februar 2012 um 14:43 Uhr |
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Wir alle verlieren mit Wisława Szymborska eine Schriftstellerin und Künstlerin, deren lyrisches Werk als eine Kraft begriffen werden kann, so Regine Möbius, Beauftragte für Kunst und Kultur der ver.di, die Friedenswillen stiftete und mit ihren Lesern über Grenzen hinweg eine geistige Menschenkette bildete. 1996 hatte sie für ihr literarisches Werk den Nobelpreis erhalten. Das Komitee nannte sie den »Mozart der Poesie«, die die Eleganz der Sprache mit der »Wut eines Beethovens« verbunden habe. Ihre Lyrik, konstatierte die Würdigung, »bringt mit ironischer Präzision Fragmente der menschlichen Realität im historischen und biologischen Kontext ans Licht«. Wisława Szymborska wurde am 2. Juli 1923 in einem Dorf nahe Posen in Westpolen geboren. Acht Jahre später zog sie mit ihren Eltern in die südliche Stadt Krakau, mit der sie sich bis zum Tod eng verbunden fühlte. Wie viele polnische Schriftsteller und Künstler war sie nach einer anfänglichen Hoffnungshaltung von der Umsetzung der sozialistischen Idee in ihrem Land enttäuscht und desillusioniert. In dem polnisch-deutschen Lesebuch »Nach den Gewittern«, das der Verband deutscher Schriftsteller (VS in ver.di) im Rahmen seines Engagements für die polnische Literatur zusammen mit dem Deutschen Polen-Institut herausgegeben hatte, ist Wisława Szymborska mit ihrem Gedicht »Möglichkeiten« vertreten. »... Mir ist die Lächerlichkeit, Gedichte zu schreiben, lieber / als die Lächerlichkeit, keine zu schreiben«, so das im Gedicht manifestierte Kredo der großen alten Dame, die bis zuletzt an neuen Gedichten arbeitete. Quelle: ver.di |


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