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20 Jahre amarcord und 800 Jahre Thomanerchor Leipzig

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Freitag, den 27. Januar 2012 um 12:52 Uhr
Mit rund 100 Konzerten, Tourneen in den USA, Australien und den Niederlanden, ihrem eigenen a-cappella-Festival sowie mehreren CD-Veröffentlichungen feiert das international hoch geschätzte Leipziger Vokalensemble amarcord sein 20-jähriges Jubiläum. Neben dem Gewandhausorchester und dem Thomanerchor zählt amarcord zu den wichtigsten Repräsentanten der Musikstadt Leipzig im In- und Ausland. 2012 stehen für die einstigen Thomaner auch die Festlichkeiten rund um 800 Jahre Thomaskirche und Thomanerchor im Mittelpunkt.

Neben der Mitwirkung bei der Zweiten Festmusik (UA, 8.04.) von Thomaskantor Georg Christoph Biller sowie einem großen Open-Air-Konzert zusammen mit den Prinzen beim Bachfest Leipzig (8.06.) wird amarcord mit mehreren Premieren in seiner Heimatstadt zu erleben sein. Mit der renommierten Lautten Compagney Berlin und Gästen erklingen die Motetten von Johann Sebastian Bach am 17. März in der Thomaskirche. Weitere Aufführungen folgen bei dem Festival Aequinox in Neuruppin, den Tagen Alter Musik Bernau wie auch in Schwetzingen, Berlin und bei der Rencontres Musicals de la Valée de l’Alzette (Luxemburg).

Drei Uraufführungen und zwei deutsche Erstaufführungen verspricht das Programm am 1. Februar in Leipzig (Schaubühne Lindenfels) mit dem Het Zemtsov Altvioolkwartet und dem Leipziger Streichquartett. Im Zentrum steht das Auftragswerk „Leave me, o love“ von Gil Shohat für amarcord und vier Violen. Außerdem erklingen Kompositionen u.a. von Steffen Schleiermacher („3 Gesänge nach Hoheliedern der Frederike Kempner“, UA) und James MacMillan („Who are these angels“, dt. EA).

Weltlicher Renaissance-Musik widmet sich amarcord am 22. Juni in der Leipziger Michaeliskirche gemeinsam mit dem mehrfach ausgezeichneten Ensemble Los Otros, bestehend aus den Spezialisten für Alte Musik Hille Perl, Lee Santana, Steve Player und Michael Metzler. Den Höhepunkt des Jahres bildet das Jubiläumskonzert am 5. Oktober im Großen Saal des Leipziger Gewandhauses mit Highlights aus dem breit gefächerten Repertoire des Quintetts.

Der Schlüssel zum Erfolg von amarcord liegt im unverwechselbaren warmen, klaren und homogenen Klang des Ensembles. Mit stilistischer Sensibilität und durchdachter Interpretationskunst bewegen sich die fünf Sänger souverän durch die Gesänge des Mittelalters, der Renaissance, des Barocks, der europäischen Romantik und der Moderne. Durch ihre Fähigkeit, sich immer wieder neues Repertoire zu erschließen, vergaben die Musiker in den vergangenen 20 Jahren zahlreiche Auftragswerke an Komponisten wie Bernd Franke, Steffen Schleiermacher, Ivan Moody, Sidney M. Boquiren, Siegfried Thiele und Dimitri Terzakis.

Nach der neunjährigen Zeit im Thomanerchor formierte sich amarcord zunächst aus reiner Freude am Singen, ohne Druck und hoch gesteckte Karriereziele. Doch auf kleine Auftritte im privaten Kreis folgten bald öffentliche Konzerte. Begegnungen mit den Stars der Vokalensemble-Szene und Meisterkurse bei den Kings Singers und dem Hillard Ensemble ließen amarcord zu einer professionellen Formation wachsen. Die Arbeit des Gesangsquintetts wurde mit zahlreichen Preisen gewürdigt: u.a. gewann es 2002 den Deutschen Musikwettbewerb und erhielt 2010 den ECHO Klassik für das Album „Rastlose Liebe: Ein Spaziergang durch das romantische Leipzig“ (RK ap 10108). Zu hören waren die fünf Sänger 2011 u.a. bei den Schwetzinger Festspielen, dem mdr-Musiksommer, den Thüringer Bachwochen, den Weilburger Schloßkonzerten, den Meraner Festwochen, im Konzerthaus Berlin, im Herkulessaal München, sowie in den Niederlanden, Griechenland, Italien, den USA und Afrika. Außerdem musizierten sie bereits mit dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Cappella Sagittariana, den KlazzBrothers, Ragna Schirmer, Per Arne Glorvigen, Daniel Hope und Götz Alsmann.

amarcord blickt in seinem 20-jährigen Bestehen auf insgesamt 16 erfolgreiche CD-Veröffentlichungen u.a. „The Book of Madrigals“ (RK ap 10106), das Gesamtwerk von Poulenc („album francais“, RK ap 10107), Volkslieder mit dem Leipziger Streichquartett (Das Lieben bringt groß’ Freud, mdg), eine rekonstruierte Fassung von Johann Sebastian Bachs Markus-Passion unter Mitwirkung von Dominique Horwitz und der Kölner Akademie (Carus 83.244) sowie die im November 2011 erschienene CD „Coming Home for Christmas“ (RK ap 10111). Mehre Einspielungen wurden mit dem Contemporary A Cappella Recording Award, dem „a-cappella-Oscar“, ausgezeichnet.

Quelle: www.amarcord.de

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