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Italienischer Schriftsteller Vincenzo Consolo verstorben

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Montag, den 23. Januar 2012 um 10:22 Uhr
Am Wochenende ist der italienische Schriftsteller Vincenzo Consolo in Mailand 78-jährig an den Folgen eines Krebsleidens verstorben. Auch im deutschsprachigen Raum als Autor der Romane „Die Wunde im April“ (1963), „Das Lächeln des unbekannten Matrosen“ (1976) oder „Retablo“ (1987) bekannt, gilt Consolo als dem Werk Leonardo Sciascias und dem Kampf gegen die Mafia mit literarischen Mitteln besonders verbunden.

Der 1933 bei Messina auf Sizilien geborene Autor war nach seinem Studium der Rechtsphilosophie 1968 nach Mailand gezogen, wo er zunächst für den italienischen Fernsehsender RAI und später viele Jahre lang für das Turiner Verlagshaus Einaudi tätig war. Er erhielt 1992 den renommierten italienischen Literaturpreis „Strega“ und 2007 die Ehrendoktorwürde der Universität Palermo zuerkannt. Wie der ehemalige Bürgermeister Palermos Leoluca Orlando gestern betonte, bedeutet Consolos Tod „einen sehr schmerzlichen Verlust für die Kultur, die Literatur und die Ethik Italiens“ und würdigte den „unnachgiebigen moralischen Druck“, den sein Landsmann zeitlebens auf die italienische Gesellschaft und Kultur ausgeübt habe

Quelle: „La Repubblica“

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