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70 Jahre Wannsee-Konferenz: Gedenken an die Opfer des Holocausts |
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| Freitag, den 20. Januar 2012 um 17:52 Uhr |
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Am 20. Januar 1942 trafen sich in einer Villa am Wannsee Ministerialbeamte und Offiziere des Nazi-Regimes, um die Ermordung der europäischen Juden zu organisieren. Siebzig Jahre danach erinnerte Bundespräsident Christian Wulff in der Gedenkstätte an die Opfer des nationalsozialistischen Völkermords. Wulff nahm an der Gedenkstunde aus Anlass des 70. Jahrestages der Wannsee-Konferenz teil. Sie fand heute in der Gedenk- und Bildungsstätte statt, die vor genau zwanzig Jahren am historischen Ort der Konferenz eröffnet worden war. Dabei bezeichnete es Wulff als eine nationale Aufgabe, die Erinnerung wach zu halten. "Wir dürfen nicht vergessen, dass dieses Unglaubliche und Unvorstellbare wirklich geschehen ist", erklärte er. Deswegen sei es so notwendig, dass in Deutschland zahlreiche Gedenkstätten auch die nachfolgenden Generationen an das Entsetzliche erinnerten, das von unserem Land ausgegangen ist. "Hier, in dieser Gedenkstätte, ist es nachlesbar, anschaubar: Hier wurde die Koordinierung aller staatlichen Stellen zu dieser Vernichtung beschlossen", unterstrich Wulff die Bedeutung des Gedenkens am authentischen Ort. Thema der Konferenz: "Endlösung der Judenfrage" Vor siebzig Jahren waren auf Einladung von Reinhard Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamts, 13 Staatssekretäre verschiedener Ministerien sowie hohe Partei- und SS-Funktionäre in der Berliner Villa am Wannsee zusammen gekommen. Auf der Tagesordnung stand laut Besprechungsprotokoll die „Endlösung der Judenfrage“. Protokollant war SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann. Er war im Reichssicherheitshauptamt für die Organisation der Deportationen zuständig. Durch seine Aufzeichnungen ist der Verlauf der Konferenz überliefert. Organisation des Völkermords Heydrich informierte die Teilnehmer über die geplante Vernichtung aller in Europa lebenden Juden unter der „Federführung“ des Reichsführers der Schutzstaffel (SS), Heinrich Himmler. Wesentliches Ziel der Besprechung war es, die dort vertretenen Institutionen in die Planung und Umsetzung der Völkermorde mit einzubinden. Die Ermordung von über 6 Millionen Juden wurde auf der Wannsee-Konferenz organisiert, aber nicht beschlossen. Sie war zu diesem Zeitpunkt bereits in Gang: Bis Anfang 1942 waren über 500.000 Juden in der Sowjetunion und in Polen von speziellen „Einsatzgruppen“ hingerichtet worden. Seit zwanzig Jahren Gedenkstätte Seit zwanzig Jahren informiert am Ort des Geschehens eine Gedenk- und Bildungsstätte über die nationalsozialistischen Verbrechen und erinnert an ihre Opfer. Die Gedenkstätte bietet neben der Ständigen Ausstellung auch ein umfangreiches Bildungsprogramm, das sich an große und kleiner Besucherinnen und Besucher wendet. Ein Angebot, das künftig noch erweitert werden soll: Geplant ist ein Erweiterungsbau, der Platz für weitere pädagogische Angebote schaffen wird. Träger der Gedenkstätte ist der Verein „Erinnern für die Zukunft“. Finanziert wird die Gedenkstätte vom Land Berlin und vom Bund, der in diesem Jahr dafür 770.000 Euro zur Verfügung stellt. Quelle: www.bundesregierung.de |


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